Dann gibt’s halt keine medizinische Behandlung…

Boar bin ich gerade sauer!

,,Wir müssen die anderen schützen!” – ,,Bleiben Sie gesund” – ,,Jeder Coronatote ist einer zuviel”

Ja was iss´n jetzt mit denen, die sich das Leben nehmen, weil sie es psychisch nicht mehr aushalten??! Was iss´n mit denen, die aus ihren Löchern überhaupt nicht mehr rauskommen, weil sie einfach nirgends mehr behandelt werden??

Dann halt nicht

Seit letztem Jahr April bin ich in der Parkland-Klinik angemeldet (jaja ganz Recht, ich sag den Namen – ich scheiß jetzt auf Anonymität). 1 Jahr habe ich jetzt auf diesen Platz gewartet, dann wurde mir gesagt ich könne nicht kommen, weil ich keinen Mund-und Nasenschutz tragen kann.

Soweit so gut. Das hat erstmal hatte schon schlimme Reaktionen in mir ausgelöst (,,Es gibt wieder keine Hilfe” – ,,Du bist selbst schuld, was stellst du dich auch so an” usw). Ich habe mich aber über Wasser gehalten, weil ich mir gesagt habe, dass ich kommen kann, sobald die Maskenpflicht wieder endet (obwohl keiner weiß wann: in 1 Jahr, in 2, 3 oder 10?).

Weil ich unsicher war, wie wir jetzt verbleiben, da sich keiner mehr gemeldet hat (eigentlich hätte ich im April den Aufenthalt antreten können, weshalb sich normalerweise noch einmal jemand vorher bei mir telefonisch oder postialisch gemeldet hätte), rief ich eben noch einmal an.

Ich fragte nach wie das ist, ob ich dann kommen kann sobald kein MSN mehr getragen werden muss, ob sie sich dann bei mir melden o.ä. und wollte halt vor allem sicher gehen, dass sie mich nicht von der Warteliste gestrichen haben.

Natürlich müsse ich mich neu anmelden, antwortete die Dame mir ganz unverständlich (als wäre das doch völlig logisch) . Wenn ich nicht komme, muss ich mich erneut anmelden.

Ich fragte sie wie sie das meint, mit erneut anmelden. Das ich schließlich gerade 1 Jahr auf diesen Termin gewartet habe.

,,Ja, aber wenn sie diesen Termin nicht antreten, müssen sie sich neu anmelden. Wir sind ein Krankenhaus, keine Rehaklinik oder sonst was.”

Ich teilte ihr mit das ich doch nicht freiwillig meinen Termin nicht antrete, sondern weil ich von deren Seite aus nicht kommen darf.

Das wäre ja nicht ihr Problem (wortwörtlich). Da können sie nichts machen. Wir haben eine Mund- und Nasenschutzpflicht und dann muss ich halt auch eine aufsetzen.

Das war der Moment, wo auch ich dann etwas unfreundlicher wurde.

Ich sagte ihr, dass ich doch KEINE aufsetzen KANN! Ich kann das Ding nicht den ganzen Tag tragen, selbst wenn ich wollte. Aus psychischen Gründen KANN ich KEINE tragen und sie doch eine TRAUMAstation wären. Wie es sein kann das dafür so ablsout 0 Verständnis herrscht.

(Das spannende dabei ist, dass ich bereits beim letzten Gespräch anbot einen Test zu machen, mich vorher in Quarantäne zu begeben usw., aber gehen tuts trotzdem nicht – Wenn ich kein Corona habe, WEN soll ich dann damit anstecken?! Kann mir also bitte mal einer vernünftig erklären, warum mir eine medizinische Behandlung verweigert wird???)

Das wäre ja schön, aber was sollten sie da jetzt tun, sagte sie. Nicht in einem netten Ton, vll sogar noch mitfühlend (wie man das in so einer Situation vll erwarten könnte – Ich erwarte schon wieder zuviel, ne? Ich merk schon). Nein, in einem spöttischen Ton, von oben herab (als wäre es lächerlich das ich das gerade nicht verstehe). DAS war noch viel schlimmer, als die Aussage ich müsste mich erneut anmelden und alles noch mal von vorn machen (Unterlagen ausfüllen llen und einreichen, von meinen Ärzten etwas schriftliches holen, Vorgespräch führen, ewig warten usw.).

Ich fragte was jetzt ist, wenn ich mich erneut anmelde, aber in einem Jahr immer noch eine Maskenpflicht herrscht. Ob ich mich dann wieder erneut anmelden muss.

Ja. Müsste ich. Sie können das nicht ändern. Damit müsse ich mich jetzt halt mal abfinden.

👍 👍 👍 👍 👍

Ja, wenn ich am Telefon schon so behandelt werde, wie behandeln die mich dann erst in der Klinik, wenn ich mal nicht dem entspreche, was die gerne hätten??

Also weiter suchen?

Ich rief dann in der Klinik in Rinteln an und fragte nach, ob es sich lohnt sich da jetzt anzumelden wegen der MSN-Sache. Das ich am Ende der Wartezeit nicht wieder vor dem gleichen Problem stehe, sollte die Maskenpflicht noch herrschen.

Nope. Die können mich auch nicht aufnehmen, ohne Maske. Bei 2 weiteren Kliniken steht es direkt auf der Internetseite, weshalb ich mir das anrufen gleich sparte.

Das Problem ist einfach, dass ich eine Klinik mit Traumastation brauche, die dem Themengebiet der dissoziativen Störungen gegenüber auch aufgeschlossen ist. Und davon gibts nicht gerade viele.

Jetzt überlege ich mich wieder für eine Rehaklinik anzumelden (wo die Wartezeit 1,5 – 3 Jahre dauert und dann vll eine realistische Chance existiert, dass es dann keine Maskenpflicht mehr gibt oder ich den Termin zumindest aufschieben kann), allerdings wurde mein letzterAntrag, Anfang letztes Jahr, von der Rentenkasse abgelehnt, weil sie keinen Erfolg in einer Reha sehen. Ein Klinikaufenthalt wäre für mich angebrachter (wofür dann wiederum die KK zuständig ist) .

3,5 Monate brauchte die Rentenkasse um mir das mitzuteilen. Deshalb meldete ich mich danach in der Parklandklinik an. Jetzt das ganze Theater also wieder von vorn, nur um Ende wieder eine Ablehnung zu bekommen?

Oder vll mache ich es auch einfach so wie immer und kümmere mich selbst um meinen Scheiß. Mir ist das langsam zu blöd, nach Hilfe zu betteln. Mir soll bloß keiner mehr damit kommen, dass wir andere schützen müssen. Das es nur um unser aller Wohl geht. Wir an andere denken müssen und bla bla bla. Schiebt euch diesen Mist sonst wo hin!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.