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Zweifel vs. Lügen

,,Wissen Sie wovor ich manchmal Angst habe? “ – ,,Nein, wovor denn?“ – ,,Das ich eines Tages hier her komme und Sie mich wegschicken. Das Sie dann wütend sind und sagen, dass Sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen, weil sie meine ganzen Lügen durchschaut haben“ .

Mit dieser Aussage ging ich einmal in eine Therapiestunde. Ich saß im Wartezimmer und plötzlich überkam mich die fürchterliche Angst, dass genau das passieren könnte.

Das Gefühl zu Lügen ist aber anders als die Zweifel. Wenn wir an der Diagnose zweifeln, dann sind wir unsicher. Unsicher ob das alles stimmen kann, ob man sich das nicht doch alles nur einbildet. Ob man das nicht vllt doch nur alles erzählt und macht, weil man Aufmerksamkeit möchte oder etwas anderes für alles der Grund ist, was wir uns nur nicht eingestehen wollen. Man fragt sich dann: ,,Existieren die anderen wirklich oder bin das alles ich? Erfinde ich das alles nur? Haben sich auch die Behandler getäuscht? Oder habe sogar ich sie getäuscht?“ – Akzeptanz all dessen würde dazu führen, dass man auch das Trauma anerkennen, akzeptieren und realisieren muss. Oder das Erinnerungen bewusst werden, die aus einem guten Grund nicht mehr zugänglich sind.
Deshalb zweifelt man (oft).
Man ist sich unsicher und schwankt ständig zwischen Akzeptanz und dem Schmerz des nicht wahrhaben wollens/könnens. Und das kann einen extremen Leidensdruck mit sich ziehen.

Wenn mich jedoch das Gefühl überkommt, ich wäre ein Lügner, dann zweifele ich nicht mehr. Ich bin ÜBERZEUGT davon, dass ich lüge.

Als ich vor Wochen von der Massage kam (die der Fonds für s. Missbrauch übernimmt – Naja, zumindest wenn er denn auch mal zahlen würde), stand ich z.B danach zuhause in der Küche, bereitete das Essen zu und hatte auf einmal diese Sätze (+ dazugehörige Überzeugung) im Kopf:
,,Krass wie du es geschafft hast den Fond davon zu überzeugen, du wärst missbraucht worden und das die dir das jetzt einfach bezahlen. Naja, das klappte ja aber nur, weil du deine Therapeutin auch davon überzeugen konntest. Wahnsinn wie du das gemacht hast! Du hattest ein ganz normales, schönes Leben und hast es geschafft, jeden von deinen Märchen zu überzeugen! Das ist schon fast wieder beeindruckend!

Und das sind dann keine Gedanken, ob ich das VLLT gemacht haben könnte, sondern ich bin felsenfest davon überzeugt. Daran lässt sich dann nicht rütteln.
Ich lüge.
Die ganze Zeit.

Da hilft dann auch kein Realitycheck mehr, keine Listen oder Gegenüberstellungen. Nichts.
Diese Überzeugung ist so stark, so überstülpend, so absolut und nicht mit den Zweifel-Phasen vergleichbar (obwohl diese wirklich auch sehr stark und extrem belastend sein können!).
Da ist einfach keine Kontrolle mehr darüber möglich.
Auch egal welches Argument hergenommen wird (z.B das es Amnesien, Stimmen hören oder andere Symptome bereits gab, lange BEVOR ich überhaupt wusste was eine Dis ist), es wird von Innen ein Grund gefunden, dieses „logisch“ aus dem Weg zu räumen.
Und zwar damit, dass ich einfach Lüge. Chronisch.
,,Ich bin krank, wirklich krank“ ist dann immer wieder im Kopf. Krank, weil ich so ein abartiger Lügner bin. „Ich habe mein Lügen nicht mehr im Griff. Ich kann es einfach nicht beenden. Ich bin wirklich richtig krank und sollte mich lieber darauf behandeln lassen!“ (und im schlimmsten Fall kommen dann leider auch Selbstverletzungsgedanken/-handlungen verschiedenster Art).

Auch wenn ich manchmal Kommentare oder Mails bekomme, worin man mir sagt man finde sich in meinen Beschreibungen wieder, verstehe „ich“ das dann oftmals gar nicht.
,,Ich lüge doch. Ich erfinde das doch alles nur?! Wie kann sich da jemand darin wiederfinden?
Und dann werde „ich“ ganz verzweifelt.
,,Schau was für ein verdammt guter Lügner du bist! Bei wie vielen Menschen du geschafft hast, dass sie dir glauben! Therapie, Fonds, Podcast, Videos und ein Blog! Wenn die wüssten, dass du alles nur erfindest! Du bist gefährlich und schwer gestört! Die schadet allen Menschen nur!“ .

Die Angst zu lügen, begleitet Sie ja aber öfters…“ antwortete die Therapeutin damals auf unsere Befürchtung.
Ja, richtig, sie ist sehr oft präsent.
Aber warum?
Wir können schon lügen.
Ganz klar.
Und wir können genauso unauffällig lügen, wie wir uns Schmerz nicht anmerken lassen können. Wenn es notwendig ist und z.B irgendetwas Privates (durch Außenstehende) bedroht scheint.
Aber wir haben noch nie über unsere Geschichte gelogen. Es im Gegenteil eher noch relativiert.
Also woher kommt diese Angst oder gar diese Überzeugung?

Weil damals immer gesagt wurde, man wäre ein Lügner? Nichts würde stimmen, was man sagt. Und scheinbar gäbe es nicht mal einen erkennbaren Grund für diese ganzen Lügen (etwas das unsere Mutter stets betonte – ein Kind, das ihr aus reiner Willkür das Leben kaputt zu machen versucht).
Hat sich diese Überzeugung bei einigen deshalb so im Inneren verfestigt??
Ich weiß es nicht.

Ostern

Warum habe ich dieses Bild oben ausgewählt?

Weil es für mich auf den ersten Blick aussah, als hätte jemand diesen dämlichen Osterhasen erhängt.
Jaja, Hasen können nix dafür. Die sind süß, aber Herrgott wie ich Ostern hasse!

Die einzigen Feiertage im Jahr, bei denen mir wirklich richtige Aggressionen hochkommen. Ich weiß nicht warum.
Aber sobald ich diese widerlichen, hässlichen bunten Eier an den Sträuchern sehe (und das ging hier dieses Jahr schon Anfang März los 😩) würde ich am liebsten von Strauch zu Strauch rennen, alle Eier runterreißen und schreiend und gehässig lachend darauf herumtrampeln … Naja, aber stellt euch mal vor, wie irre ich dann erst aussehen würde 😅🙈

Ach ich weiß nicht, was mein Problem mit Ostern ist.
An Ostern geht’s mir nicht direkt schlecht, es kommt stattdessen eine unglaubliche Wut auf.
Ich mag den Frühling generell nicht sonderlich gerne. An sich ist das eine wunderschöne Jahreszeit, wo alles blüht und wächst, aber der Frühling ist hier meistens recht belastend. Die Luft (an manchen Tagen) draußen triggert manchmal dolle, genauso wie so ein blöder Vogel, den ich immer nur im Frühling höre (keine Ahnung welche Art das ist). Alpträume treten verstärkt auf, Depressionen werden im Frühjahr (und Spätherbst) meist schlimmer und das übliche Blabla.

Ich weiß aber nicht genau warum mich Ostern so aufregt.
An die Ostertage früher erinnere ich mich nicht sonderlich gut. Ein paar Szenen. Ehrlich gesagt, könnte ich aber auch nicht mal sagen was ich letztes Jahr getrieben habe 🤔.

An eine Szene aus der Kindheit erinnere ich mich noch. Da waren wir im Urlaub (wie meistens zu Ostern) und meine Eltern versteckten etwas im Hotelzimmer für mich. Ich konnte es jedoch nicht finden, weshalb sie sich die ganze Zeit über mich lustig machten. Aber nicht auf die liebevolle, neckende Art. Mehr feierten sie darüber ab wie dumm ich doch bin. Selbst zum finden eines Osternests sei ich zu dumm.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo es letztendlich war. Ich glaube irgendwann gaben sie es mir oder so 🤔. Weiß nicht mehr.

Und als Erwachsene gab es früher die größten Streite mit meinem Ex-Freund um Ostern herum. Das war meist die Zeit wo ich mich trennen und einfach nur weg wollte. Vllt liegt es ja auch daran. Also das die Erfahrungen um Ostern rum generell nie so prickelnd waren und sich deshalb ein Wutgefühl entwickelte.
Ach keine Ahnung. Was weiß ich

Meist versuche ich mich einfach von allem fernzuhalten was mit Häschen, bunten Eiern und dem andern Schrutz zu tun hat. Ehrlich, was mir für Beleidigungen für diese Tage einfallen 🙈.

Aber mein Rumgeunke soll euch nicht die Feiertage versauen. Sorry😅
Habt schöne Ostern und wenn ihr mir was Gutes tun wollt, beißt den Schokohasen den Kopf für mich mit ab. Das macht mich happy 😁🤫🙋‍♀️

Trauma und Dissoziation

Anfangs wollte ich unbedingt wissen, was genau passiert ist. Mir gingen alle möglichen Sachen durch den Kopf, wie ich an die verschüttenten Erinnerungen ran kommen könnte. Hypnose, schamanische Reisen mit irgendwelchen Pflanzen, usw.
Ich bin da so unglaublich naiv rangegangen, wenn ich daran heute manchmal so zurückdenke.
Ich dachte damals, wenn ich alles wüsste, dann könnte ich das ganz rational bearbeiten und das Hauptproblem wäre einfach nur, dass ich nichts mehr weiß. Klar wird das dann irgendwie erstmal doof sein und kurz schocken, aber … so what?

Letztens las ich einen Kommentar unter einem Video. Dort wurde bemängelt, dass direkt nach dem Thema rituelle Gewalt die Haarfarbe derjenigen thematisiert und zuviel gekichert wurde und das unpassend wäre. Und dabei musste ich so an mich denken.
Wir haben ja nicht nur Traumata in der Kindheit, sondern auch genug aus dem Erwachsenenleben, an die ich auch (teilweise) Erinnerungen habe.
Und ich sprach eigentlich IMMER so darüber.
Vergewaltigungen wurden besprochen und zwischendrin mal eingeworfen ob das Top überhaupt zur Hose passt.
Ernster Blick wechselt sich mich lauten Lachen über irgendeine Absurdität oder die lustige Fliege an der Wand ab.

💁‍♀️ Dissoziation, Baby 💁‍♀️.
Dissoziation machts möglich.

Rational war mir natürlich bewusst, dass das alles nichts Schönes ist und dementsprechend gab es auch ein schlechtes Gefühl dazu. Natürlich. Nur fühle ich generell sehr flach. Ich habe noch nie gefühlt, was wirklich zu den Traumata dazugehört.
Das war immer alles sehr rational. Ich wusste ich wurde vergewaltigt und das Vergewaltigungen schlimm sind. Also muss ich das schlimm finden was mir passiert ist, war meine rationale Verknüpfung. Aber da war und ist nichts. Nicht bei [mir].

Ich muss mich anstrengen ein passendes Gefühl dazu zu zeigen, um anderen Außenstehenden wenigstens irgendwie den ernst der Lage rüberzubringen. Wer glaubt schließlich schon das sowas schlimm ist, wenn man sachlich und ruhig davon erzählt und zwischendrin mal lacht*? Die Ärztin im Krankenhaus wollte mir damals jedenfalls erst nicht glauben. Ich wirkte zu wenig verstört, zu gefasst.

(*lachen ist diesbezgl. übrigens recht weit verbreitet: Es entschärft die Situation, nimmt ihr den Schrecken. Es lässt einen stärker erscheinen, als man eigentlich ist und wirkt sympathischer auf andere. Ich liebe lachen und Humor und erachte diesen auch als wichtige Eigenschaft, aber das viele Lachen in solchen Situationen ist oft eher entweder ein unbewusster Schutzmechanismus oder dem geschuldet, dass die entsprechenden Gefühle dazu so wegdissoziierst sind, dass man übers Trauma genauso wie übers Bügeln spricht)

Und irgendwie dachte ich immer, das wäre normal so. Ich kannte es ja nie anders.
Daher glaubte ich, wenn ich herausfinde was damals passiert ist und was zu der Spaltung geführt hat, würde sich das genauso flach anfühlen. Es würde auftauchen, ich fände es rational schlimm, würde drüber reden und das wars.

Aber dann gab’s einen Schlüsselmoment.
Ich war zuhause und ließ mich aufs Bett fallen. Es war tagsüber und ich wollte eigentlich auch direkt wieder aufstehen.
Plötzlich ging mir intrusiv eine Szene eines alten Disney-Films durch den Kopf. Nur eine kurze. Und auch keine relevante oder besondere. Ich mag den Film noch nicht einmal sonderlich.
Und dann war es, als hätte jemand eine Tür geöffnet. Nur einen winzigen Spalt, durch den etwas hindurchdrang.
Gefühle.
Echte Gefühle.
Unerträgliche.
So unfassbar unerträgliche Gefühle.
Ein so unfassbar furchtbares Gefühl von Angst, Panik und Verzweiflung habe ich noch nie zuvor empfunden. Ich kann es wirklich nicht beschreiben.

Ich wollte nur noch das es aufhört. Das es weg geht und wieder hinter seiner Tür verschwindet. Das war das erste Mal, dass ich ein echtes Gefühl bekam und das ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, ob ich wirklich alles wissen will. Es war nur ein Hauch und wurde mir bereits zuviel. Schändlich oder?
Ich denke, das war vllt auch der Moment wo Innere festgestellt haben, dass ich nicht die Bohne so bereit dafür bin, wie ich ständig behauptet habe. Oder vllt wollten sie mir damit auch nur vor Augen führen, wie lächerlich ich mich benehme und was es bedeutet WIRKLICH eine Ahnung vom Trauma zu haben, sodass ich aufhöre so zu bohren. Ich weiß es nicht.
Seitdem kommt jedenfalls maximal alle paar Monate mal ein winziger Brocken. Aber nie etwas konkretes. Auch keine Gefühle.
Und ich glaube allmählich, ich würde es, so auf einen Schlag, sowieso nicht tragen können.

Mittlerweile bin ich nicht mehr so erpicht darauf, dass ich alles wissen muss. Ich glaube auch nicht mehr, dass es besser wird, wenn man (sofort) alles weiß oder das es überhaupt notwendig ist, das [Ich] alles wissen muss. Mittlerweile hat sich das Ziel geändert.
Ich hoffe das sich die betroffenen Anteile irgendwann mitteilen können, denn ich kann mir nicht im Ansatz vorstellen, wie schrecklich es für sie sein muss, all das allein tragen zu müssen.
Ich möchte nicht ignorant sein und sie, aus Angst, weiter allein damit lassen. Aber ich bohre nicht mehr so unerlässlich. Das hilft weder ihnen noch mir. Das hilft keinem von uns.
Meine Neugierde und den inneren Detektiv kann ich trotzdem nicht abstellen. Aber so allmählich sickert in meinem Hirn ein, dass das alles kein Spaß ist und es auch nicht mit dem (bildlichen/rationalen) Wissen um das was passiert ist, getan ist.

Ein Therapieende

Jo, wir leben tatsächlich noch.

Demnächst lassen wir das wohl einfach direkt stecken mit irgendwelchen Zeitangaben, wann man nach der Pause wieder da ist. Haut ja eh nicht hin.

Die letzten 2 Monate hauten Deressionsmäßig ganz schön rein und mit der Schreibblockade wurde es seit Dezember auch nur minimal besser, weshalb es dann jetzt doch wieder etwas länger als 1-2 Wochen still wurde. Ich mach jetzt einfach mal einen kurzen Abriss, was so der aktuelle Stand ist und dann schauen wir mal, dass es in den nächsten Wochen auf dem Blog wieder weiter geht.

Therapie

Joar, das Thema hat mich heute eigentlich überhaupt erst so wirklich zum Schreiben motiviert. Heute war nämlich wieder Therapie (Freitag) und puh … Ich bin mit seeehr gemischten Gefühlen rausgegangen, sagen wir es so.

Wir haben das ja schon öfter angeschnitten, dass es hier derzeit eine unglaubliche Therapieblockade gibt. Vor allem nach der etwas längeren Pause vor ein paar Monaten. Wir haben uns mit der Thera. heute auch darüber unterhalten, dass von Innen ein starker Drang da ist überhaupt nicht mehr zu kommen. Gleichzeitig sitze ich dann aber ja trotzdem immer wieder in der Stunde, ohne wirkliche Ahnung aktuell weshalb eigentlich. Und deshalb fühle ich mich dann dort auch so ein bisschen wie im Vorbeigehen hingespuckt, nach dem Motto: „Du regelst den Fall schon“ .

Wir (aktuellen ANP’s) haben derzeit allerdings nur zu den „Lass die Therapie abbrechen„-Gedanken und nicht zu den Leuten, die eine Therapie möchten und auch weiterführen wollen, zugang. Die treiben uns zwar weiter motiviert in die Therapie, aber ohne uns oder wenigstens der Thera. mitzuteilen warum. Bei uns ist nur präsent über was man nicht reden darf und auf welche Themen einige einfach generell keinen Bock haben. Mehr können wir nicht beantworten und selbst dazu, warum das mal wieder so ist, können wir nichts sagen. Letztendlich führt diese Diskrepanz zwischen irgendwer will Therapie, denen die überhaupt nicht wollen und uns, die zu gar nichts etwas sagen können (aber sollen), dazu das wir größtenteils nur Smalltalk in der Stunde führen. Wie ein Mittelsmann, den keiner aufklärt.

Der Vorschlag

Ich denke das frustriert auch meine Therapeutin zunehmends. Also sie hat es heute schon relativ deutlich gesagt, soviel muss man da jetzt gar nicht vermuten (sie war aber nicht unfreundlich). Das Nächste ist, und das frustriert mich wiederum extrem: Es funktioniert einfach partout nicht, dass jemand mal einen Namen fallen lässt oder überhaupt nur zu erkennen gibt, dass er gerade nicht Franzi ist.

Das Theater hatten wir auch letztens bei unserer Freundin. Sie hat deutlich erkannt, dass da gerade „fröhlich“ hin und her geswitcht wird und dann auch nachgefragt. „Hä? Nö, ich bin immer noch ich. Kein Plan was du meinst“ – Behaupteten wohl ca. 4-5 hintereinander. Sowas macht mich rasend. So kannste doch nicht vernünftig arbeiten. Wenn jeder die Maske weiter aufrecht hält, bleibt ihnen doch auch keine Möglichkeit mal ehrlich über ihr Zeugs zu reden. Manchmal denke ich, die glauben nur so 2-3 haben paar Probleme, die können ja mal quatschen, aber sie selbst wären völlig gesund und können sich demnach auch aus allem raushalten. Vllt wäre es aber besser, wenn einige mal selbst in ihrem Namen sprechen. So haut das auch alles langsam nicht mehr hin.

In der Therapie stagnieren wir jedenfalls, um mal auf den Punkt zu kommen. Daher meinte die Therapeutin jetzt sie könne entweder bereits heute, also nach der 60h, das Therapieende anmelden oder nach der 64h. Das wäre soweit nicht ungewöhnlich (also das so abzumelden, weil dann die 2-Jahres Pause ab der 64h gilt, statt erst ab der 80ten) und man könnte die restlichen 16h als Notfallprophylaxe behalten. Die kommenden 4h könnten wir dann nochmal einen Block machen, wo wir versuchen etwas intensiver zu arbeiten. Heißt entweder wäre heute vorbei mit der regulären Therapie oder nach den kommenden 4h.

Gemischte Gefühle

Ehrlich gesagt hat mir das heute so ein bisschen den Boden unter den Füßen weggezogen, weil ich damit so gar nicht gerechnet habe. Wir haben ja erst nochmal 20h von der Krankenkasse bewilligt bekommen und auch der Fonds würde zusätzliche Stunden übernehmen. Und eigentlich wollten wir vor der Pause ja doch so einiges angehen bzw hatten uns einiges vorgenommen, was seit der Pause halt nun brach lag. Therapie-Aus von dieser Seite war irgendwo also überhaupt nicht im Kopf.

Tja und jetzt, keine Ahnung. Also auf der einen Seite hat sie absolut Recht, dass es nichts nützt die Gelder für Stunden zu verschwenden, wo wir nur Smalltalk halten. Definitiv. Und ich sehe uns da gerade an einem Punkt, wo ich auch wirklich nicht weiß, ob das so schnell überwunden sein wird und vor allem wie. Zudem ist das ja nicht erst jetzt so. Wir haben ja schon lange mit innerer Therapiesabotage zu kämpfen, weshalb nicht so wirklich viele Methoden klappen und es teilweise nur schleppend vorwärts ging. Und vllt wäre es momentan wirklich gut, sich einmal anderen Projekten (abseits der Therapie) zu widmen. Es ist ja auch nicht so, dass wir ohne Therapie völlig hilflos wären. Das meiste packen wir auch ohne ziemlich gut.

Auf der anderen Seite ist das gerade so ein: „Woha oookay. Was nun?“ . Von den verletzten Teilen, die sich nun verlassen fühlen über angepisste Kommentare wie: „Hab ichs nicht gleich gesagt!?“ zu übereifrigem Suchen wo man den nächsten Therapeuten findet (mit einer neuen Therapierichtung, was hier Psychoanalyse wäre, könnte man wieder von vorn starten ohne 2 Jahres Pause) . Die Meinungen dazu überschlagen sich im Inneren. Das kam einfach doch sehr überraschend.

Der Versuch zu sortieren

Ich persönlich denke sich jetzt jemand Neues zu suchen, wäre quatsch. Nach wie vor ist die Blockade drin und das zaubert auch kein neuer Therapeut weg. Das Einzige wäre höchstens, dass wir wieder viel BlaBla machen könnten bis wir an dem Punkt kommen, wo das Innen mit dazu gezogen werden müsste und dann stehen wir wahrscheinlich wieder am gleichen Punkt.

Ich denke, ich halte den Plan auch für ganz okay noch einen Block anzustreben, wo wir wenigstens versuchen uns nochmal etwas intensiver zu beschäftigen (vllt nochmal sowas wie Innere Kind-Arbeit o.ä). Und dann belassen wir es erst mal so. Innenkommunikation wurde letzte Stunde nochmal als Wunsch von (…) mit eingeworfen, aber was er sich da so ausmalt, dass haut sowieso nicht so hin. Irgendwann werden wir das schon mal gebacken bekommen.

Naja, es wird schon alles eine Gründe haben warum es jetzt so ist wie es ist und warum Inneres immer noch nicht geht. Ich versuchs einfach mal so zu sehen, auch wenns frustrierend ist. Einige Anteile wollten ein Therapieende ja eh schon länger. Und ob das immer so viel nützt, wie bisher, da mit Zwang und Druck gegen zu wirken ist ja auch fraglich. Außerdem haben wir ja dann trotzdem noch die 16 Stunden, wenn irgendwas sein sollte + den Fonds in der Hinterhand, wenn sich widererwarten doch die Chance auftut, wieder intensiver arbeiten zu können.

Sooo. Damit ist hier drin das Wuhling zwar nicht beseitigt, aber ich denke die Lösung ist die wohl sinnvollste. Ein überraschendes, wenn ja aber eigentlich selbst auch schon länger im Kopf durchgekautes Ende.

Kunsttherapie

Die haben wir dafür letzte Woche gestartet und ich empfand sie eigentlich recht positiv. Wir haben erst kurz ein bisschen gequatscht und dann mit 2 Übungen gestartet. Bei der ersten sollte ich etwas Gegenständliches (etwas mit fester „Form“) malen und bei der zweiten einfach wild drauf los. Ohne Strukturen, Muster oder das es irgendein Ergebnis erzielen sollte. Einfach nach Gefühl.

Und ehrlich gesagt gefiel mir die 2 Übung sehr gut. Bei der ersten war ich unheimlich blockiert, da ich den inneren Perfektionismus einfach nicht ausstellen kann. Bzgl des Auswertens waren wir uns recht einig, dass wir das erst nach einigen Sitzungen machen, da ich das für sinnvoller halte. Ich denke, dann erkennt man Gemeinsamkeiten/Auffälligkeiten etc. eher. Ich halte euch da auf dem Laufenden und werde mal schauen, dass ich vllt auch die ein oder andere Übung hier mit einfließen lassen kann.

Zum Thema Depressionen noch

Dazu will ich gar nicht so viel erzählen, da das Thema selbsterklärend ist. Ich wollte euch nur noch kurz erzählen, was mich aus den akut Situationen herausgeholt hat. Also es war schon echt schei*e, um das mal so nett auszudrücken. Gerade in Richtung SVV und SM ging es sehr bergab und ich kann wirklich nicht sagen, warum es jetzt wieder so extrem war.

Aber man kann ja nicht ewig in sowas rumhängen. Also kann man schon, macht halt nur wenig Spaß.

Kennt ihr diese Momente: Dir gehts so richtig dreckig usw. und dann gibts da diesen winzigen Moment, wo es gerade mal geht? Genau den Schwung von so einem Moment habe ich mitgenommen und gesehen das wir besonders auch räumlich mal rauskommen. Also ich meine damit, dass wenn man in der Akutdepression steckt, man es ja meist nicht mal hinbekommt überhaupt aus dem Bett zu kriechen. Aber bei uns zumindest ist es so, dass es zwischendrin auch mal andere Tage oder zumindest Momente gibt. Und in einem dieser Momente habe ich z.B Kontakt zu 2 früheren Bekannten aufgenommen (kann man sich jetzt noch streiten, ob das so schlau war, aber das wird die Zeit zeigen). Irgendeinen Schritt mussten wir jetzt machen um etwas aus der Isolation rauszukommen. Einsamkeit und zu viel Zeit zum Grübeln, machen Depressionen ja bekanntlich auch nicht gerade besser.

Und ich habe auch das erste Mal bei jemand wortwörtlich gesagt, dass ich jetzt wirklich Hilfe brauche. Es war eine extreme Überwindung. Das ist ein absolutes Unding hier. Sowas sagt man nicht. Darf man nicht. Ihr habt keine Ahnung (Naja, einige bestimmt) was es da von Innen für Vorwürfe und Probleme gab. Um Hilfe bitten bedeutet Schwäche zeigen und Schwäche zeigen ist ein NoGo, zumindest für einige. Aber so gings nicht weiter. Außerdem gesagt war ja nun mal bereits gesagt (was wollten sie noch tun?) und dann sind wir dorthin auch direkt für ein Wochenende weggefahren. Raus kommen. Abstand gewinnen.

Und das Wochenende darauf auch nochmal für 4 Tage zu einer Freundin. Normalerweise ist sowas eigentlich Hochstress. Also Zug, Menschen, in so kurzen Abständen reisen. War es auch. Aber in dieser Situation, also wo die Depression ungeschönt wirklich lebensbedrohlich wurde, war es genau das Richtige. Raus. Dinge tun. Vor allem unter Menschen kommen. Unter äußerlichen Stress (nicht Druck) stehen.

Auch wenn man sonst ständig versucht aus dem Funktionsmodus rauskommen, ist der gerade in diesem Moment lebensrettend. Funktionieren. Nicht nachdenken. Nicht anhalten. Und wenn dann die Akutsituation nachlässt (also die schwere depressive Phase), hat man ja auch wieder Raum zum runterzufahren und reflektieren. Das war aber auf jeden Fall alles die richtige Entscheidung (was am Anfang nicht wirklich klar war). Und es hat auch wirklich etwas Besserung gebracht. Naja, und jetzt schauen wir mal. Wird schon.

Kindheit und Familienleben (Q&A – Teil 3)

[Ich hab das gestern leider etwas verschwitzt, aber ist ja auch Wurst ob Sonntag oder Montag. Ich bin übrigens auch nur so mittelprächtig zufrieden mit dem Beitrag, aber generell darüber zu schreiben ist irgendwie anstrengender als gedacht, daher bekommt ihr den jetzt so wie er ist. Desweitern verabschieden wir uns jetzt doch wieder in die Pause. Geplant sind 1-2 Wochen, aber vllt wird es auch länger. Ich kann das gerade noch nicht so gut abschätzen.]

Vor kurzen kam noch etwas herein, dem ich gerne einen eigenen Beitrag widmen möchte, da es um mehrere Fragen ging. Ich kann leider nicht alles beantworten aus mehreren Gründen. 1. ist unser Hintergrund nicht vollends geklärt, weshalb ich mich hüten werde womögliche Falsch-Informationen in die Welt zu setzen. 2. Fehlen uns sowieso generell die Erinnerungen an das allermeiste. Und 3. drehten letztens einige im Inneren schon am Rad, nur weil wir unser Gesicht gezeigt und in dem Zusammenhang über die Dis gesprochen haben. Das wird durch solche Beiträge natürlich nicht besser (allerdings will ich das ja und mache es deshalb auch). Informationen über das Familienleben werde ich also mal lieber nur sehr dosiert abgeben. So viel Neues werde ich euch also auch heute nicht erzählen.

Dennoch finde ich es schon gut einiges einfach mal anzusprechen. Ich denke viele Menschen stellen es sich nämlich oft so vor, dass missbrauchte Kinder ausschließlich mit irgendeinem komischen Onkel in einem verdreckten Van, weit ab vom Schuss zusammenleben. Und da das selten vorkommt, erscheint Missbrauch auch nur als quasi Randerscheinung. In sehr vielen missbräuchlichen Familien gibt es aber, im Gegenteil, sogar eher ein sehr sauberes Bild nach Außen.

Ich stelle die Frage(n) einmal kurz als Übersicht rein und gehe dann näher darauf ein: ,,Mich würde einfach interessieren wie man sich den Alltag, das Familienleben, soziale Kontakte nach Außen (also entweder öffentl. Zusammenkünfte des (…) außerhalb (…) Treffen oder auch (…)-unabhängige Kontakte), die Schul- und Teenie-Zeit mit Freund:innen und der Familie vorstellen muss…„. (Entschuldigt die Zensiererei heute mal wieder 🙈).

Das Familienleben

Habe ich ewig als völlig normal angesehen. Es gab Familienfeste, es wurde zusammen gegessen, ich hab mit meiner (…) viel gespielt, usw. Und klar gibt’s intern immer Probleme (welche Familie ist schon wirklich so super, wie sie ausschaut), aber als schädlich oder gar missbräuchlich habe ich das nicht angesehen. Kann man auch einfach nicht, weil das was du ständig um dich herum hast, IMMER normal für dich ist. Normal ist schließlich nur eine Definitionssache.

Und so nach Außenhin wirkten auch meine Eltern recht cool. Mir wurde zumindest mehrfach gesagt, dass man mich beneiden würde. Sie holten mich z.B oft von der Schule ab oder wir fuhren ständig in Urlaub. Und sie waren in manchem recht locker aufgelegt. Mein Vater zumindest. Ich war sehr oft von der Schule zuhause, wofür ich eigentlich fast immer eine Entschuldigung von ihm bekam. Und ich durfte im Prinzip machen, was ich wollte. Früh ausgehen, Alkohol trinken, anziehen was ich will (sprich halbnackt), usw.

Privat war das Familienleben und die Stimmung allerdings eher sehr unterkühlt und feindselig. Bei meinen Eltern vorallem mir gegenüber. Es gab auch keine Umarmungen in der gesamten Familie oder normales Kuscheln, so wie ich das z.B mit meinem Sohn mache.
Die meiste Zeit verbrachte ich als Kind zudem allein. Eigentlich kam ich mir immer vor (oft bis heute), als wäre schon meine alleinige Existenz auf dieser Welt etwas ganz schreckliches. Bei meiner Oma war ich oft und an sie habe ich auch so mit die schönsten Erinnerungen, obwohl meine Oma selbst ein Kapitel für sich ist. Man könnte sie als typisch histrionisch beschreiben. Aber sie kümmerte sich fast hauptsächlich darum, dass ich überhaupt etwas aß. Machte mir Essen für die Pausen oder wenn ich von der Schule kam. Das interessierte meine Mutter eigentlich weniger. Und beim Rest der Familie gab es einerseits einen sehr aggressiven und beim anderen Teil einen sehr narzisstisch, kontrollierenden Ton.

Meine Eltern

Mit meinem Vater verbrachte ich viel Zeit und er war auch sowas wie meine Bezugspersonen als Kind. Ich habe ihn als witzigen, sympathischen, eloquenten und klugen Mann in Erinnerung. Umso überraschter war ich, als wir in der Familie (abseits meiner Eltern) später mal auf das Thema kamen, dass mein Vater der wäre, der von allen Männern der Familie am cholerischsten war. Und das will was heißen – Ihr kennt den Rest nicht 😂. Ich habe anfangs darauf geschworen, dass die Märchen erzählen.
Aber irgendwie wusste ich innerlich schon immer ganz genau, wann es Zeit ist die Beine in die Hand zu nehmen und so schnell wie es geht abzuhauhen. Welche Art er dann an den Tag legte und wann es gefährlich wurde.
Und ich habe tatsächlich auch eine Szene in Erinnerung, wo er mich einmal total wütend in einen Sessel wirft und drückt. Und eine Tür im Haus war völlig verbogen und kaputt, weil sich hinter dieser meine Mutter versteckte und er dagegen trat und hämmerte. Ich erinnere mich aber sonst nicht an ihn als wütend und aggressiv, also so gar nicht. Aber so mit der Zeit denke ich, dass mein Bild über ihn, nicht immer ganz der Wahrheit entsprach. Ich habe aber in sehr vielen Bereichen familiär eine themenbezogene Amnesie. An ein Familienmitglied erinnere ich mich z.B auch überhaupt nicht, obwohl ich als Kind ständig dort war.

Meine Mutter wiederum war sehr kühl und abweisend. Bei ihr wusste man eigentlich nie wie man gerade dran ist. Es konnte sich innerhalb von Sekunden ändern, ob sie nett war oder einen abfällige Bemerkungen entgegenbrachte, etc. Und die meiste Zeit wollte sie mich eigentlich nicht in ihrer Gegenwart haben und schickte mich daher meist auf mein Zimmer. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit ihr mal Gespräche hätte führen können, wie das vll für Mutter und Tochter normal wäre. Über meine Periode, über Jungs oder sonst etwas. Im Gegenteil verwickelte mich eigentlich eher mein Vater in sehr, sehr intime Sexgesprache über ihn und meine Mutter. Sie brachte mir auch kein Kochen, nähen oder sonst was bei 😅.
Was mich allerdings sehr geprägt hat an deren Verhältnis mir gegenüber war das dauernde Auslachen. Was ich an Mobbing in der Schule erlebte, hörte eigentlich zuhause nicht wirklich auf. Auslachen, nachäffen, nicht ernst nehmen, Unterstellungen, usw. Und vor allem bekam ich immer wieder unter die Nase gerieben WIE intelligent mein Vater doch war/ist und das ich niemals so intelligent sein würde.

Übrigens vermute ich, dass meine Eltern ebenfalls dissoziativ waren. Auf jeden Fall meine Mutter. Und von mindestens 2 weiteren Familienmitgliedern (der älteren Generation) glaube ich das auch.

Strafen

Ich würde meine Eltern eigentlich eher in die Sparte ‚antiautoritärer Erziehungsstil‘ schieben. Ich erinne mich, dass sie mal zu mir sagten sie würden mich gar nicht als ihr Kind sehen, sondern mehr als jemand gleichaltriges. Es gab keine wirklichen Regeln oder Strafen. Ich erinnere mich an keine einzige. Und wirklich interessiert hat sie meistens auch nicht, was ich so getrieben habe.
Dennoch hatte ich furchtbare Angst eine Strafe von ihnen zu bekommen. Bis heute steckt mir die Angst vor einer schlimmen Bestrafung, wenn ich etwas falsch mache, tief in den Knochen. Wenn ich etwas angestellt habe, habe ich z.B auch manchmal versucht mir vorher schon Strafen für mich auszudenken und ihnen diese vorzuschlagen. Quasi um Schlimmeres damit zu vermeiden.

Dann habe ich auch eine Erinnerung, wo ich irgendwas zwischen 2-4 Jahre alt gewesen sein muss. Ich saß in meinem Zimmer an meiner Kinderfrisierkommode und zog die Schublade davon auf. Darin waren ganz viele kleingerupfte Papierstückchen und in meiner Hand hatte ich noch mehr Papier, was ich gerade zerriss. Ich freute mich total, weil ich dachte meinen Eltern so ein Schnippchen geschlagen zu haben. Es gab irgendeinen Streit vorher und ich dachte, wenn ich jetzt nichts mehr zu essen bekäme (also wirklich nichts mehr zu essen, nicht nur mal kein Abendbrot), wäre das nicht so schlimm. Schließlich könnte ich ja das Papier essen. Im Kontakt zu anderen habe ich mittlerweile rausgefunden, dass es doch nicht ganz so normal ist, wenn man als kleines Kind Angst davor hat zu verhungern 😅🤷‍♀️.

Kontakt zu Außenpersonen

Im Prinzip würde ein Wort reichen, um unser generelles Familienleben zu beschreiben: Isolation.
Als ich klein war, gab es noch 2 Freunde meines Vaters die ab und an und einige Angestellte der familieneigenen Firma, die viel da waren. Ich kann mich an diese ganzen Männer allerdings kaum erinnern.
Familienfeste gab es öfters, aber mit Außenstehenden gab es fast keinerlei Kontakte. Also sowas wie ein Freundeskreis o.ä gab es nicht. Die anderen Familienmitglieder (außer meinen Eltern) hatten oberflächliche Kontakte. Also wenn sie z.B jemand auf der Straße sahen/sehen, dann wird freundlich gegrüßt und Belangloses geplaudert. Aber ansonsten spielte soziale Isolation schon immer eine entscheidende Rolle bei uns. Als meine (…) damals einheiratete traf sie sich z.B auch nicht mehr mit ihrer Freundin, verschob immer öfter Treffen usw. Und meine (…) lebt bis heute allein. Also komplett allein. Ohne Partner, ohne Freunde, ohne das jemals gehabt zu haben. Es wird auch überhaupt nicht sehr gern gesehen, wenn sie mit Außenstehenden z.B über familiäre Probleme sprechen möchte.

Ich hatte früher natürlich schon Schulfreundinnen (sie ⬆️ auch). Die besuchte ich auch mal oder sie mich, aber das passierte nicht so sehr oft. Unangemeldete Besuche waren gar nicht gern gesehen. Einmal brachte ich z.B eine Schulfreundin nach der Schule mit und meine Mutter sperrte einfach die Tür zu, sodass wir draußen bleiben mussten. Glaube das war das erste und letzte Mal das die mich besucht hat😅. Interessant finde ich heute, dass es auch Eltern gab die nicht wollten, dass ihre Kinder mit mir spielen. Warum weiß ich bis heute nicht. Aber da ich eh nicht so zu den allerbeliebtesten Kindern gehörte, war zu viel Kontakt nach Außen eh nie wirklich ein großes Problem.

Die Kindheit und Schulzeit

Wie gesagt, spielte ich unheimlich viel alleine. Auch im Kindergarten war ich nur einmal für einen Monat, dann nahmen mich meine Eltern wieder heraus. Generell war das für mich kaum nachzuvollziehen, dass andere Kinder Freunde und Bekanntschaften außerhalb der Schule hatten. Ich verstand nie, wie die die kennenlernten und wie sowas gehen kann 🙈.
Aber so nach Außenhin wirkte die Kindheit bestimmt ganz harmonisch. Ich bekam immer unheimlich viele Spielsachen geschenkt (was allerdings nicht hieß, daß ich notwendige Sachen wie Schuhe o.ä auch von meinen Eltern bekam). Geld hatte meine Familie mehr als genug. Und wir fuhren auch ständig in Urlaub. Also mit ständig, meine ich wirklich STÄNDIG. 4-6x im Jahr war völlig normal, worum ich natürlich oft beneidet wurde. Überall hin ins Ausland, aber auch viel in Deutschland. Und das waren auch keine billig Urlaube. Hotels wie das 4 Jahreszeiten, das Adlon, Kempinski, Dorint und andere 5-Sterne Hotels waren eher die Regel, als die Ausnahme. Manchmal fuhren wir nur für einige Tage (dafür dann öfter), manchmal für 2-3 Wochen oder länger. Dementsprechend verpasste ich auch sehr viele Schultage.

Also generell war ich kaum in der Schule. Seit Beginn der 1.Klasse. 30 Fehltage im Halbjahr waren normaler Durchschnitt, oft waren es mehr. Auch den Sport- oder Schwimmunterricht machte ich nur sehr, sehr selten mit und dafür hatte ich natürlich auch immer tausend Ausreden. Auch war ich im Unterricht teilweise nur sehr begrenzt aufnahmefähig. Und generell war ich in der Schule unheimlich zurückgezogen und sprach kaum mit anderen Kindern. Teilweise sah ich manchmal auch sehr ungepflegt aus. Ich duschte oft tagelang nicht und hatte dementsprechend auch fettige Haare, was natürlich ein Grund mehr war mich zu mobben. (Und wenn ich wieder duschte, dann, erinnere ich mich, duschte ich oft über 2h unter brühend heißem Wasser.)

Teenagerzeit

Mit 14 hatte ich mein „erstes“ Mal mit einem 27-Jährigen. Ich traf mich nur mit solchen alten Männern und verhielt mich generell sehr promiskuitiv. Wie ich mich teilweise anzog, da schüttelt es mich heute noch 😶😖. In die Disco ging ich angezogen, als hätte man mich gerade vom Straßenstrich abgeholt. Und logischerweise war das das Nächste, weshalb ich gemobbt wurde. Schlampe, Nutte, billige Hu** und was es da alles für Namen gab. Aber am beliebtesten war eigentlich Schlampe.
Tja und das ist auch so ein Grund, warum ich mich für so einen Blog entschied: Die Kinder wissen es nicht besser, aber es liegt an den Eltern ihnen beizubringen das nicht immer alles so ist, wie es aussieht. Zu hinterfragen warum jemand so ist, wie er ist. Ich denke, dass Hilfe angebrachter gewesen wäre, als mir auch noch vorzuwerfen WAS für eine Schlampe ich doch bin.

2-3x rannte ich auch von zuhause weg und blieb einige Tage bei meiner Freundin. Lustigerweise kam ich immer wieder von selbst nach Hause (warum auch immer – Irgendwann war ich einfach wieder zuhaue). Meine Eltern riefen nie die Polizei, suchten nach mir oder machten sich anderweitig Sorgen wo ich stecken könnte. Im Gegenteil machten sie sich, wie üblich, eher lustig über mich, wenn ich dann wieder nach Hause kam.

Ich fing als Teenager an sehr viel zu trinken und oft auszugehen und dann hörte ich von heute auf morgen damit auf. Brach Kontakte ab und war wieder nur noch zuhause (auch ein bekanntes Muster übrigens). Bis ich dann mit meinen Eltern mit 17 wegzog.
Aber an viel mehr erinnere ich mich nicht und das wurmt mich wahnsinnig 😒.

Ach, aber es gab viele kleine Dinge die einem, hätte man es sehen wollen, auffallen hätten können.
Unter anderem wäre es z.B sinnvoller gewesen, hätten die Lehrer mal hinterfragt warum ich mich so in der Schule verhalte, wie ich es tat, als mir auch noch das Gefühl zu geben, dass sie keinen Bock auf mich haben.

Gesundheit als Kind

Als ich sehr klein war (denke das ging so mit 2 Jahren los) bekam ich sehr schlimme und sehr starke Kopfschmerzen. Die hatte ich bis zu 3 Wochen am Stück, 24/7. Hinzukam eine Augenlähmung auf der rechten Seite. Solche Anfälle hatte ich 2-4x im Jahr. Und das war echt nicht witzig, ließ aber so mit 11/12 irgendwann nach. Eine richtige Diagnose gibt es bis heute nicht. Ich war deshalb als Kind aber 2x im Krankenhaus. Und 2x verließen meine Eltern mit mir auch überstürzt die Klinik, als die Ärzte noch weitere Untersuchungen machen wollten.

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Das ist aus 2 Klinikberichten. Beim ersten war ich mit 3,5 Jahren sogar in einer Fachklinik. Mein Opa kannte dort einen Arzt und vereinbarte einem Termin. Meine Eltern fuhren mit mir noch am selben Tag wieder zurück, obwohl der Weg ungefähr 4h Autofahrt war und Borreliose oder sogar ein Tumor in Betracht gezogen wurde. Das sie behaupteten ich würde ich eine Kinderklinik aufgenommen, war eine Lüge. Sie hatten sich nie um eine andere Klinik gekümmert. Beim 2. war ich 5 Jahre alt und wurde nur dort eingewiesen, weil ich darauf bei der Kinderärztin bestand. Daran erinnere ich mich nämlich noch. Ich wollte unbedingt in die Klinik, während meine Mutter versuchte das mir und der Ärztin auszureden.


Wegen der Kopfschmerzen erhielt ich auch sehr starke Medikamente. Zumindest wurde mir immer gesagt, dass sei wegen der Kopfschmerzen gewesen. Tilidin (also ein starkes Opiat) ist aber z.B weder sinnvoll bei Kopfschmerzen, noch das richtige Medikament für ein kleines Mädchen. Aber gut. Mehr sag ich dazu mal nicht.

Aussehen

Und ich hatte definitiv eine Essstörung. Teilweise war ich wirklich extrem abgemagert und sah alles andere als gesund aus.
Ich selbst habe leider nicht mehr als ein Fotoalbum, was mir meine Mutter mal gemacht hat. Darin strahlen wir alle gegenseitig um die Wette und sind überall auf der Welt im Urlaub zu sehen.
Diese 2 Fotos hier hat meine Oma mal bei sich gefunden:

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[Ich habe absolut keine Ahnung wo dieses Bild aufgenommen wurde. Wahrscheinlich in irgendeins der tausend Hotelzimmer. Und ja, ich bin da nur sehr spärlich bekleidet.]

Fassen wir nochmal zusammen

Auch wenn es definitiv Auffälligkeiten gab, wie z.B mein Äußeres, mein Verhalten in der Schule, mein Defizit im sozialen Umgang oder mein Spielverhalten (darüber schrieb ich bereits etwas in „Wiederholungszwang„). Und ich war als Kind auch teilweise sehr schnell, sehr aggressiv (habe z.B Möbel kaputt geschlagen), habe sehr viel geklaut, war sexuell sehr frühreif, usw. – Wir waren trotzdem eine relativ normale Familie. Wir haben zusammen zu Abend gegessen. TV-Shows geguckt, waren mit den Hunden spazieren, sind einkaufen gefahren oder schick essen gegangen. Und nach Außen waren weder meine Eltern noch der Rest der Familie niemals wirklich garstig oder anderweitig bösartig zu Lehren, Eltern anderer Kinder, usw. Im Gegenteil waren alle eher immer sehr nett. Meine Eltern waren höchstens vllt desinteressiert. In dem Punkt haben sie sich ein bisschen „dumm“ angestellt. Aber ansonsten…

Definitiv, finde ich heute, gab es genug Momente wo z.B ein Lehrer hätte stutzig werden können. Allerdings denke ich mir auch, wenn man nichts schlimmes vermutet, dann schaut/sucht man ja auch nicht danach 🤷‍♀️. Und auch wenn ich heute oft Rufe höre wie: ,,Man dürfe ja bald nicht einmal mehr sein Kind knuddeln“ , bin ich sehr froh über Menschen die 2x hinschauen. Nein, blinde Hysterie und pauschale Vorwürfe sind absolut unagebracht und kontraproduktiv, aber etwas genauer hinsehen würde vllt trotzdem vielen Kindern helfen.

Mal wieder ein kleines Update

Ihr bekommt das nicht so mit, weil wir, seit der Pause, fast regelmäßig posten. Aber wir haben seit November gerade mal einen Beitrag wieder schreiben können. Wir schreiben, wenn die Muse gerade da ist, oft vor und diese vorgeschriebenen Beiträge teilen wir aktuell auch gerade nur.

Aber so aktuell gibt es doch wieder ein paar Dinge über die sich schreiben ließe und ich bin total froh, dass das gerade auch geht … Mal schauen wie lange (denn sehr bald gehen uns wirklich die vorgeschriebenen Beiträge aus😅). Daher gibts diesen Beitrag heute auch außer der Reihe (Sonntag kommt trotzdem was). Aber ich habe irgendwie Angst, dass, wenn wir das nicht direkt teilen, wir es wieder zurück halten werden. Wir haben das mit dem „Update“ schon mehrfach versucht anzugehen und naja … Diese Beiträge schimmeln so vor sich hin😅.

Das übliche Spiel…

Es wunderte mich schon, dass wir Dezember/Januar so gut überstanden haben. Dezember waren wir ja eh in der: „Boar geht’s uns gut. Meine Fresse. Uns fehlt ja wirklich gaaaar nichts (höchstens Simulitis)“ – Phase und Januar hat sich durch Besuch, Kontakte usw. ganz gut überspielen lassen.

Was aber schon auffällig war, dass waren die Träume, die Mitte Januar wieder einsetzten. Fast pünktlich. Obwohl die dieses Jahr weniger flashbackartig waren. Seit Sommer führe ich kein Traumtagebuch mehr, was daher die Traumdeutung etwas schwieriger macht, als letztes Jahr. Daher gabs auch schon so lange keinen Traum mehr, den ich mit euch geteilt habe. Ich wache auf, bin KO … so den halben Tag lang😅 … und weiß aber eigentlich kurz nach dem Aufwachen schon kaum mehr etwas vom Traum. Bin ich aber auch nicht böse drum, denn die, an die ich mich erinnere, auf diese Erinnerung würde ich auch sehr gerne verzichten.

Es ist einfach als würdest du dir so einen richtig ekelhaften Horrorfilm ab 18 ansehen, der auf den Index gesetzt wurde. Irgendwie ist gefühlt jeder fucking erinnerbare Traum derzeit von Tod und Blut umgeben. Von so richtig ekelhaften Toden. Ey und ich hab einfach keinen Bock mehr. Ich hab keinen Bock mehr sowas zu sehen oder zu hören und das zerrt richtig an meinen Nerven.

Therapie

Die ist aktuell ein richtig rotes Tuch.
Dir geht’s gut! Sowas von gut! Du brauchst keine Therapie und überhaupt, die versteht dich sowieso nicht. Sei einfach ruhig. Es wird dir bald von selbst besser gehen.“ . Das läuft derzeit so in Dauerschleife.
Also, wir haben ja Ende November um eine Therapiepause gebeten und waren seitdem 2x da. Jedes Mal bin ich eher gegangen 😅. „Über was wollen Sie denn heute sprechen? “ – „Ja nix. Mir geht es ja gut.“ Ich brauche keine Therapie, keine Klinik und um Himmels Willen: „Was fragt mich jeder, was denn los sei?! MIR-GEHT-ES-GUT!

Bullshit. Natürlich ist das Bullshit. Absoluter. Das weiß ich auch. Aber ich kann nicht reden. Es gäbe genug Themen In der Therapie, die sich anzusprechen lohnen würden, aber es geht nicht. Den Termin für heute haben wir auch abgesagt, mit der Begründung: „Dir gehts nicht so gut, da solltest du nicht zur Therapie gehen.“ – Merkst’e selbst, ne?

Was tut man denn da?? Die Sache aussitzen?

Gerade bin ich total auf dem Level die Therapie abzubrechen. Ja aber was wäre das denn für ein Rotz? Gerade wurden weitere Stunden bewilligt, ganz zu Schweigen davon, dass der Fonds ebenfalls noch mehr Stunden übernimmt. Die Therapie geht weiter – Das müsste doch ein Grund zur Freunde sein. Ein Grund jetzt richtig los zu legen…

Obwohl…

Das mit dem loslegen … Das hätte man auch schon vorher tun können. Warum nur kommt es mir so vor, als wäre da gerade eine gewaltige Blockade bzgl Therapie drin? Also fairerweise muss man sagen, hab ich schon letztes Jahr geäußert, dass ich glaube das „ich“ die Therapie sabotiere. Warum? Weil wir nur (rational) reden. Und jaja. Reden ist super. Also echt und das bringt uns auch was. Aber sobald es an „richtige“ Therapiearbeit geht, blockiere „ich“.

Wir gingen letztes Mal in der Stunde durch, was wir uns eigentlich vor der Pause vorgenommen hatten: „Innere-Kind Arbeit“ – Hmm, ja. „Arbeit mit den anderen.“ – Puh, heißes Eisen (wortwörtlich: „Ich will von diesem Scheiß nichts hören!“ – Wer, in Gottes Namen, MUSS sich bitteschön SO äußern? Was soll der Mist? Lass uns doch die Therapeutin auch noch verkraulen 🤦‍♀️). Und dann war doch da noch was… Zu Halloween wurde ein Video aufgenommen, also von jemand anders. Das habe ich transkribiert (mittlerweile wurde das Original-Video auch gelöscht) und wollte das in der Therapie besprechen. Jo, da war was. Das war die Stunde, wo ich es besprechen wollte, wo die Rufe/die Forderung nach einer Pause laut wurden. Wo „herumgeheult“ wurde: „Ich brauche eine Pause! Jetzt! Sofort!“ .

Aha. Hatten wir jetzt. Und was ist jetzt mit dem Video? Ach gelöscht? Und das Transkript?: „Wir brauchen noch mehr Pause! Und überhaupt! Hast du mal gemerkt, wie kacke die zu uns ist? Die ist scheiße! Wir sollten uns eine andere Therapeutin suchen!“ .

Bilde ich mir das jetzt nur wieder ein?

Oder liegt es vllt doch an dem Transkript, das nicht vorgelesen werden soll? Ich hab es auch für den Blog in Beitragsform abgefasst und vllt, viellllleicht teilen wir es irgendwann mit euch und dann könnt ihr das ja mal beurteilen. Wisst ihr, es wird NICHTS direkt angesprochen, aber es ist so fucking offensichtlich, um was es geht. Und die ganze Zeit kommen seitdem von Innen tausend Relativierungsversuche und „Erklärungen“ . Ich komm mir vor, als hielten die mich für einen Vollhonk. Als wäre ich total beschränkt. Und jedes Mal wenn ich nachfrage, komme ich mir vor wie früher in der Schule. Kennt ihr diese Situation, wenn du zu den „coolen Kids“ hingehst und irgendwas sagst und sie dich nur so aus dem Augenwinkel abfällig betrachten, wie: „Warum redet die überhaupt mit uns?“ – GENAUSO fühle ich mich aktuell!

Oder vllt liegt es auch daran, dass wir das mit der Innenkommunikation in Angriff nehmen wollten? Ist eine bessere Innenkommunikation überhaupt gewünscht? Von einigen 100pro, aber …
Aber definitiv bilde ich mir das nur ein. Ich überinterpretiere wieder. Sagen zumindest die Stimmen im Inneren. Hey und wenn du jemand trauen kannst, dann denen 👍.

Ach fuck. Hört ihr die Frustration heraus?
Mal wieder?

Mich fuckt das alles auf so vielen Ebenen ab. Es haut mit der Kommunikation einfach nicht hin. Es existiert derzeit Kontakt zu, ich würde sagen, zwei’n? Das war vor der Pause definitiv eeeeetwas🤏 besser.

Selbstverletzung

Wer uns schon ein bisschen länger verfolgt, der weiß: Das mit dem Ritzen hatten wir seit einigen Jahren (glaube 4) ganz gut im Griff. Und so seit letztem Jahr wird es immer schwieriger den Drang zu unterdrücken. Year und jetzt hats nicht mehr geklappt🥳. Also man muss halt dazu sagen, es spielen aktuell mehrere Faktoren mit rein. Wir sind durch die Träume usw. gerade eh sehr instabil. Dazu kam etwas, was ich versuche gleich nochmal zu schildern. Und dann kam noch etwas, das checkte ich erst vorgestern.

Also ich entschied mich dazu, das Level bzgl sich zeigen mal zu erhöhen. Das wurde im Kopf vorher mehrfach durchgekaut und „unsere“ „Endaussage“ dazu war: „Wenn du das machst, geht die Familie richtig an die Decke. Die laufen die Wände hoch und (…) bekommt wahrscheinlich einen Herzanfall.“ . Also es war klar und einkalkuliert. Ihr erfahrt sicherlich demnächst, was ich meine. Und erst so über ne Woche später habe ich gemerkt: „Ach fuck, dass war der Abend (nachdem wir das gemacht haben), an dem du dich das erste Mal seit Jahren wieder geritzt hast.“ . Und das Wochenende darauf, also genau genommen so insgesamt 4-5 Tage sind total im Nebel. Ich hatte keinerlei Zeitrelation mehr. Ich wusste nicht mehr welcher Tag war. Was überhaupt passiert ist und wo oben und unten ist. Wortwörtlich. Hab ich im Nachhinein immer noch nicht.

Und es existierten nur noch die Gedanken im Kopf: „Fuck! WIESO gibt es hier keine einzige SCHARFE Klinge in der Wohnung?! Es muss tiefer gehen. Mehr bluten!“ . Und auch SM-Gedanken wurden richtig stark. Also RICHTIG stark. Aber dazu mache ich, glaube, nochmal einen extra Beitrag. Iiiirgendwann…😅

Bindungsstörung

Das ist das andere Thema, was derzeit mit rein spielt. Ich habe einen richtig lieben Kontakt in letzter Zeit gewonnen und ich glaube, das hat richtig getriggert. Das ist auf der einen Seite mega der Abfuck, auf der anderen mega das Geschenk. Weil jetzt einfach eine Wunde aufgerissen wurde, die ich so lange übergangen habe. Und ich denke mir halt: Nur wenn du spürst und siehst was los ist, kann die Wunde auch irgendwann heilen.

Dieser Kontakt hat mich erstmals andere Beziehungsmuster hinterfragen lassen. Ich habe 2 Freundinnen, die ich wirklich liebe. Wir sind seit der Schulzeit befreundet, hatten teilweise lange keinen Kontakt, aber jetzt wieder. Und ich liebe beide wirklich inständig. Aber ich halte sie auf einer bestimmten Art und Weise auf Abstand. Ich glaube, so im direkten Kontakt mit mir checkt man das nicht wirklich, weil ich Nähe wirklich suche und auch versuche zu geben. Aber es geht ja auch nicht darum was andere merken, sondern darum, was ich selbst bemerke und das ist definitiv ein gestörtes Verhältnis. Für mich. Rational kann ich halt rückwirkend mega viel erklären und auch darüber sprechen. Kein Ding. Bleibt ja auf der rationalen Ebene.

Aber wenn es um das geht, was AKTUELL gerade los ist: Ich rede nicht (War ich schon immer so? – schräge Frage, ich weiß, aber das beschäftigt mich echt). Und wenn ich mich dazu hinreißen lasse, doch einen winzigen Brocken preiszugeben, gehe ich innerlich richtig krass auf Abstand. Mehr erzähle ich vllt irgendwann mal dazu. Gerade reicht es aber, dass ICH das gemerkt habe und ich mir auch recht sicher bin, dass das einen sehr großen Teil zu meiner derzeitigen inneren Einsamkeit (weil man ja einfach nicht reden kann) beiträgt.

Jetzt gerade…

… ist es schwer ein richtiges Update zu geben. Also zu sagen: „Mir gehts besser oder nicht.“ . Ich habe mich ja beschwert, dass mich die Träume so abfucken. Naja und wahrscheinlich sollte ich einfach meinen Mund halten, denn aktuell schlafen wir gar nicht. Wir liegen die GESAMTE Nacht wach und schlafen erst ein, wenn es bereits hell wird und dann auch nur für 2-3 Stunden. Aber joar, irgendwie macht mich Schlafmangel manchmal entweder ziemlich schlecht gelaunt ODER dumm im Kopf 😅. Also gestern ging uns so im Kopf rum: „Wow, vllt solltest du einfach öfter eine Nacht nicht schlafen. Denn krass, wo ist die Depression hin?!“ . Die ist aber natürlich trotzdem noch da und so langsam macht sich der Schlafmangel auch bemerkbar. Ich weiß auch nicht wirklich aktuell, warum wir nicht schlafen. Antworten bekomme ich von Innen nicht und Angst fühle ich selbst (wie sonst manchmal, wo dann ein Nachtlicht hilft) auch nicht direkt.

Außerdem essen wir schon lange nicht mehr richtig. Abends wird sich irgendwas hinter gezwängt, weil ja rational schon klar ist das man irgendwie mal essen sollte.

Ja, es ist schwierig.

Also unser aktueller Stand ist so lala.

Wie ich es aber empfinde

Also es ist aktuell wirklich schwierig. Es ist schwierig das Thema SVV und auch SM in den Griff zu bekommen. Und dadurch das wir echt getriggert sind, haben wir auch mal wieder mega viele Selbstzweifel und Probleme diesbezgl. Aber so aus der rationalen Sicht. Von der Meta-Ebene gesehen: Bin ich dankbar für die Trigger. Hört sich mega schräg an, aber wie schon erwähnt glaube ich, dass wir nur heilen können, wenn uns unsere Wunden vor Augen geführt werden.

Wir sind ein Charakter, der total im Erstarrungs- und Fluchtmodus abläuft. Ist was (gefühlt) scheiße: Dann wird eben alles dafür getan, die Gefühle zu verdrängen. Letztes hatten wir dazu auf jeden Fall Tramadol, Alkohol und das Cannabis, was wir hier seit 1,5 Jahren lagern. So der richtige Verdrängungsmodus eben. Und das läuft so auch mit allen positiven Emotionen ab. Es fühlt sich an, als müsste jede dieser Emotionen von Grund auf verdrängt werden. Nur der Funktionsmodus hat hier wirklich Relevanz. Bekommt wirklich eine Daseinsberechtigung.

Aber ich hoffe, wenn wir den ganzen SVV und Selbstmord Kack wieder in den Griff bekommen (und das werden wir), dass wir daran wachsen können. Sind wir bisher auch und diese Version von uns (also das, was bisher aus dem ganzen Kack und der Selbstreflektion dahingehend gewachsen ist) mag ich eigentlich sehr gerne. Uns gehts aktuell richtig scheiße, aber ich bin sehr guter Dinge, dass sich daraus positive Dinge entwickeln werden.

Täterkontakt

[Das schrieb ich im November, nur der letzte Absatz ist aktuell]

,,Sie wissen, Täterkontakt behindert die Therapie und den Heilungsprozess“ . Darauf wies mich meine Therapeutin letztens nochmal ganz vorsichtig hin …

Joar, würde ich so bestätigen. Also jeder der mir erzählen würde, dass er noch mit den Tätern Kontakt hat, den würde ich genau das Gleiche sagen. Is ja auch irgendwo naheliegend und logisch.

,,Du kannst nicht in der selben Umgebung heilen, wie du krank wurdest“ ist doch da so ein berühmter Spruch.

,,Und warum machst du’s dann?“ .

Ja, keine Ahnung. Warum nicht? Man gönnt sich doch sonst nichts im Leben 🤷‍♀️.

Sorry, mein zweifelhafter Humor ist heute mal wieder mit anwesend.

Kontaktabbruch

Naja, also zum Großteil hab ich ja schon den Kontakt abgebrochen, z.B zu meinen Eltern. Ich bin ja nicht ganz behämmert. Und auch zu einem anderen Teil habe ich vor Jahren strikt den Kontakt unterbunden.

Jaaha und ich mach dann so lustige Sachen wie denen meine Andresse nicht verraten. Was richtig mega schlau und produktiv ist, da ich ja vor wenigen Jahren erst zurück in meine alte Heimat gezogen bin 👍. Es ist absolut uuunvorstellbar, dass irgendjemand, den ich es nicht wissen lassen möchte, meine Adresse herausfinden könnte, wenn ich im Nachbarort wohne. Unvorstellbar. Echt. Total.

Och und auch so ne super Sache: Ich versuche in den sozialen Netzwerken irgendwie „unter dem Radar“ zu laufen. Ich habe mich bei vielen (wo ich damals mal angemeldet war) abgemeldet, überall meine Bilder rausgenommen und agiere dort nirgens mehr unter meinem richtigen Namen. Ich blockiere alle verdächtigen Personen und habe sogar die Funktion ausgestellt, dass man mich bei Facebook suchen kann (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich klappt🤔). Also damit hab ich erst angefangen, nachdem ich gecheckt habe, dass mich meine Eltern dort suchen und stalken, aber immerhin. Und mein Gott, es ist kaum zu glauben wie gut das funktioniert!

Vor allem, wenn man andere Familienmitglieder noch in der „Freundesliste“ hat und die trotzdem jeden Scheiß von dir lesen können. Jap. War mir bewusst, hab ich aber trotzdem konsequent ausgeblendet, dass das genauso kacke ist, als würden meine Eltern mitlesen. Dass das im Prinzip Jacke wie Hose ist.

Und direkte Kontakte

Gibt’s auch noch. Ich schlaf ab und an sogar da 😂👍. Also wir blenden jetzt mal völlig aus in welcher Form Täter (ausblenden kann ich nämlich super). Es reicht vollkommen aus, dass es sich um höchst dysfunktionale und toxische Familienstrukturen handelt.

,,Warum gehen Sie da noch hin?“ fragte mich meine Therapeutin letztens. Doofe Fragen, oder? Deshalb ist meine Familie wahrscheinlich auch so unbegeistert von einer Therapie. Immer diese komischen Fragen. Naja, warum gehe ich da denn nun eigentlich noch hin? … Puh, kann man die Frage schieben? Ich weiß die Antwort nämlich nicht. Naja, okay. Es ist ja immerhin auch meine Familie. Und nicht alles ist kacke. Also manchmal. Manchmal sind die auch ganz nett. In guten Momenten. Und sie sind hilfsbereit. Cholerisch, aggressiv, nie für etwas verantwortlich, rechthaberisch, hetzerisch, emotionale Krüppel, aber hilfsbereit. Nicht unbedingt, weil sie einen so sehr mögen. Mehr weil sie nicht Nein sagen können. Aber wer ist schon perfekt?

Und meine (…) hat wiederum Kontakt zu meinen Eltern. Aber die erzählt nichts über mich. Ganz bestimmt nicht. Ich hab sie ja schließlich drum gebeten und meine Wünsche wurden bisher immer respektiert🤞. … Ich weiß auch nicht, vll hat man mir auch einfach irgendwann mal ins Hirn gekackt. Wäre jedenfalls ne Erklärung🤷‍♀️.

,,Was hält sie denn hier?

Noch so eine Frage, die mir meine Therapeutin mal gestellt hat. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Also warum ich jetzt hier bleibe schon. Denke ich. Ich fühle mich endlich mal wohl. Klar, hätte meine Kindheit hier schöner sein können, aber es fühlt sich trotzdem endlich nach einem Zuhause an. Ich mag meine Wohnung. Meinen Ort. Die Gegend. Ich bin 10 Jahre lang durch Deutschland gereist. Von einer Wohnung in die Nächste. Von einem Ort in den Nächsten. Und ich hab so die Nase voll davon. Außerdem wohnt meine alte Schulfreundin auch hier. Siehste, ein Haufen Gründe.

Aber warum ich überhaupt hier her zurück gezogen bin: 🤷‍♀️. Vor mehreren Jahren wollte eins der Familienmitglieder (zu denen jetzt kein Kontakt mehr besteht), dass ich her komme. Sie hat mir die Wohnung bei ihr schmackhaft gemacht und mir erzählt, dass es doch auch für den Kleinen besser wäre, wenn Familie in der Nähe ist, usw. Hatte se ja auch recht. Also so grundsätzlich. Gleichzeitig starte sie „Verkupplungsversuche“, weil ich wieder mit meinem Ex zusammenkommen sollte.

Ging nur irgendwie alles mächtig schief. Ich bin immerhin aus einem guten Grund von dem weg. Und bei ihr? Dort hatte ich ständig Blackouts, sodass ich dachte die Wohnung wäre voll mit Geistern oder Dämonen und ich wäre ständig besessen 😂. Fand ich irgendwie gruselig. Damals konnte ich das ja nicht mal im Ansatz zuordnen. Aber der Hauptgrund war eigentlich, dass es für mich unmöglich war neben der zu wohnen. Was für ein furchtbar verlogener und herrschsüchtiger Mensch…

Naja, und dann bin ich halt abgehauen. Wiedermal. Ich mach ständig so nen Rotz. Hat ihr schon nicht gepasst, dass ich meinen Ex verlassen habe und „durchgebrannt“ bin und nun das schon wieder. Und als Strafe, denn böse Kinder müssen bestraft werden, haben sie dem Jugendamt und später Gericht eine Lüge nach der anderen aufgetischt. Ich wurde als Mutter einfach komplett entmündigt. Geht leichter als man denkt. Das Jugendamt hat mir gar nicht mehr zugehört. Eigentlich hätten nur noch so Pompoms in deren Händen und ein Anfeuerungstanz für meinen Ex gefehlt. Gesetze am Arsch… Ich las meiner Thera. mal eine E-Mail vor, die die für das Gericht geschrieben hatten und sie war entsetzt (puh, doch nicht nur alles überbewertet). Tja, wie gesagt, böse Kinder müssen bestraft werden und ihre Spielsachen weggenommen bekommen… Zumindest haben die mein Kind scheinbar als eine Art Spielzeug angesehen.

Ich bin vom Thema abgekommen

Ja, ups. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja:

Ich hatte danach jedenfalls meinen Drogenabsturz und die Umgebung wo ich saß war keinen Deut besser. Und dann kam ich, vor wenigen Jahren, eigentlich nur zu Besuch zu meinen (…). Und da blieb ich irgendwie. Das war gar nicht geplant. Ich weiß auch nicht so recht. Es war schön dort, irgendwie. Und irgendwann später suchte ich mir dann eine eigene Wohnung in der Nähe. Naja, spontan sein kann ich jedenfalls😅.

Ja und seitdem besteht auch wieder regelmäßiger Kontakt. Also nur zu dem einen Teil. Wie gesagt: Ich bin ja nicht ganz behämmert.

Ich hatte mich vor 2 Jahren schon mal in einer Klinik angemeldet (was ja dann wegen Maskentzeugs nix wurde) und da habe ich auf die Frage ob noch Täterkontakt herrscht, mit Nein geantwortet. … Ich lache immer noch 😂.

Na und wie ist das jetzt? Lest ihr nur auf Facebook mit oder auch auf dem Blog hier? Nur mal so für mich zur Info.

Dank Corona …

… hatte sich der Kontakt stark minimiert und im Sommer hatte ich den Kontakt sogar ganz abgebrochen. Und dann hab ich den Antrag für den Fonds ausgefüllt. Das war auch ein komisches Gefühl. Dieses Gefühl die Familie zu verraten. Das Ding auszufüllen war echt anstrengender, also auch so emotional, als gedacht. Naja und dann tauchte einen Tag später mein (…) bei mir zuhause auf. Etwas was er nie macht … Ich bin schon wieder paranoid. Ich weiß. Veeerrüüücckkt 🙄. Komisch war’s trotzdem, also der Zufall 🤷‍♀️.

Aber er war total nett. Das er wieder Kontakt will und so ein Bla und seitdem herrscht eben auch wieder Kontakt. Ich versuche Telefonate und Besuche schon zu beschränken, aber letztendlich schlafe ich dann doch wieder da. Und wundere mich über meine Panikzustände 😂. Ich musste das meiner Thera. letztens erzählen, weil ich den Zusammenhang nicht verstehe: Das ist keine Panikattacke im herkömmlichen Sinne. Das ist irgendwie anders und tritt spätenstens dann auf, wenn ich gehen will. Es ist als würde dir jemand deine ganze Lebensenergie mit einem großen Staubsauger nach unten hin aussaugen. Ich kann mich dann kaum auf den Beinen halten und will mich eigentlich nur noch irgendwo im Bett zusammenrollen. Und dann kommt diese Panik auf, dass gleich irgendwas schlimmes passiert, wenn ich es nicht tue. Das passierte die ganzen letzten Male, ausnahmslos, kurz bevor ich gehen wollte.

Und heute?

Ich hab das, wie gesagt, im November geschrieben. Hat sich seitdem was verändert?

Naja, ich ändere auf der einen Seite, total paranoid, ständig meinen Namen auf Facebook und mach dann gleichzeitig so Sachen wie ein Bild von mir reinzustellen. Hatte ich bestimmt über ne Woche drin 😅. Ja nö, die Logik dahinter versteh ich auch nicht 🤷‍♀️. Oder erzähl (…) Sachen die ich gar nicht erzählen sollte. Aber so aktuell geht auch in meinem Kopf rum: Warum sollten sie es nicht lesen? Egal wer von denen. Warum sollten dich die Menschen, denen du ursprünglich aus dem Weg gehen wolltest, nicht finden und lesen? Ist es nicht eh Wurst? Von der familiären Seite hab ich mitbekommen, dass es nicht so positiv ankommt, dass ich private Dinge öffentlich teile. Und das ist sooo lächerlich, sorry Leute. Ich rede über, ja Kram, nix weiter und das ohne Identität. Kackt euch nicht ein.

Und das Nächste ist: Es ist und war wirklich nicht alles schlecht und irgendwie geht mir meine Paranoia dermassen selbst auf den Keks. Irgendwo existiert da schließlich auch noch dieser kleine, heile Teil der Vergangenheit und vll ist es der, von dem ich mich nicht trennen will. Who knows 🤷‍♀️. Aktuell, bzw mehr seit der Pause, bin ich jedenfalls irgendwie auf dem Stand, dass ich auf dieses Versteckspiel und diese dramaturgische Sche*** keine Lust mehr habe. Kennt ihr diese Stelle aus nem Lied: 🎶“Is mir egal, is mir egal“ 🎶… Passt voll zu meinen derzeitigen Gedanken. Naiv? Vll. Kontraproduktiv? Höchstwahrscheinlich. Aber ich hab keine Lust mich für Sachen zu verstecken, die einfach nicht mein Fehler waren. Punkt. Lest doch mit. Macht was ihr wollt. Is mir egal.

Aber hey, wahrscheinlich erzähl ich euch in 2 Wochen wieder was ganz anderes. That’s life 🤷‍♀️

Ich bin wieder da 🥳

Frohes Neues erstmal

…wünsche ich allen! Ich hoffe ihr hab die Feiertage relativ gut überstehen können.

Hier verlief das alles recht gut. Heiligabend und an den Feiertagen waren wir zu viert. Meine Freundin kam mit Tochter vorbei, mein Sohn war da und es war eigentlich ein recht entspanntes und schönes Weihnachtsfest. Nach den Feiertagen war ich einige Tage innerlich sehr angespannt und gereizt und jedes kleinste Ding hat mich auf die Palme gebracht. Ich glaube das waren bisher allerdings die einzigen Auswirkungen. Auch die schlechten Träume hielten sich ganz gut in Grenzen.

Wie verlief die Pause und wie geht’s mir aktuell?

Die Pause war wirklich hilfreich und wahrscheinlich werde ich auch häufiger mal so einen freien Monat einschieben. Nach vorheriger Ankündigung natürlich, nicht das ihr noch denkt ein Bär hat mich gefressen, wenn ich einfach weg bin 😅.

Nein, es tat wirklich gut. Ich hatte die Social Media Apps vom Handy gelöscht und hab auch die aktuellen Nachrichten komplett ignoriert. Ich schaltete das Radio aus, sobald die Nachrichten dran kamen und hab auch meinen Google NewsFeed dementsprechend verändert. Und wie ich sehe, hab ich auch absolut nichts verpasst. Es scheint alles beim Alten zu sein. Und auch die Fachliteratur, die ich eigentlich eher und auch sehr gerne lese, hab ich jetzt schon recht lange nicht mehr angefasst. So übel bin ich gar nicht darin meine Gefühle zu erkennen, aber wenn’s darum geht zu merken, dass ich mich gerade selbst total überlaste, diese Grenze zu spüren, dann merke ich das leider oft erst 5 vor 12. Aber ☝, ich denke ich werde besser darin .

Vor allem habe ich aber auch nicht nur Dinge weggelassen, sondern ich habe endlich mal wieder etwas für mich gemacht. Ich hab das vorher irgendwie gar nicht so gecheckt, aber ich war so fokussiert auf Therapie und „Was hast du?“ und „Was kann ich tun?“ und das dadurch aufgewühlte irgendwie zu händeln, dass das echt flöten ging. Mir fällt das immer schwer, wenn ich in einem Thema drin bin und daran und damit arbeiten möchte, es dann zwischendurch auch einfach mal „auszustellen“. Aber diese Pausen sind halt doch echt wichtig.

Naja, ich hatte auf jeden Fall eine überwiegend entspannte und schöne Pause, die unglaublich geholfen hat Ressourcen wieder aufzufüllen. Ich hab jetzt keine Spontanheilung erfahren😅, aber es geht mir auf jeden Fall wieder recht gut.

Apropos Therapie…

Joar, kann ja nicht alles supi sein😅🙈.

Ne, eigentlich ist auch mit der Therapie alles wie vorher. Naja, keine Ahnung. Ich hab ja für Dezember die Termine abgesagt und wir sehen uns auch erst Ende Januar wieder, auf meinen Wunsch hin. Allerdings … Naja, ich, keine Ahnung. Ich würd am liebsten gar nicht mehr gehen, aber das ist auch irgendwie doof. Es wurden ja jetzt extra nochmal Stunden vom Fonds bewilligt und von der Krankenkasse wurden auch nochmal 20 bewilligt. Ach aber irgendwie will ich in diesen ganzen Strudel nicht wieder eintauchen. Ich muss da irgendwie noch nen Mittelweg finden. Mal gucken.

Uuund, vllt fällts auf, aber ich spreche mal wieder ganz begeistert im Singular. Ich bekomme derzeit Pestbeulen bei dem Wort „Wir„, allein nur bei dem Gedanken daran. Es ist noch Kontakt da, zwar mau, aber er liegt immerhin nicht wieder komplett brach. Es ist echt immer 1 Schritt vor und gefühlt 4 zurück. Das ist derzeit mal wieder soooo unreal alles, dass es einfach nicht wahr sein kann. Das einzige was sich in der Pause leider eher zum Negativen hin verändert hat. Vllt ist das auch einer der Gründe warum ich mich derzeit so vor der Therapie scheue. Aber naja, ich versuch das so zu akzeptieren wie es derzeit ist. Wird schon seine Gründe haben 🤷‍♀️.

Was gibt’s noch?

Ich denk mal, dass es jetzt wieder recht normal mit Sonntagsbeiträgen weiter feht. So richtig von der Muse geküsst bin ich allerdings noch nicht, weshalb ich nicht versprechen kann was kommt. Ich hab nämlich im letzten Monat den Blog auch nicht angerührt😅. Ein paar Artikel hab ich allerdings noch vom November, wahrscheinlich werde ich die erstmal veröffentlichen und dann mal schauen. Ideen hab ich auf jeden Fall en masse. Die müssen jetzt nur noch verschriftlicht werden.

Was ich allerdings definitiv demnächst gerne machen möchte, ist eine bestimmte Traumreihe niederschreiben. Ich finde diese Träume total interessant, weil man sie auf so vielen verschiedenen Ebenen deuten kann, aber ich denke da werde ich immer mal so zwischendurch einen veröffentlichen. Ob ich die auf Instagram allerdings auch veröffentliche, weiß ich noch nicht 🤔.

Apropos Instagram. Die alten Beiträge von der Website, die ich auf Instagram noch nicht oder nur teilweise habe, werde ich weiter unter dem „repost“ Stempel veröffentlichen. Das geht dann in ein paar Tagen auch direkt wieder damit los. Allerdings werde ich mich weiterhin eingrenzen, was das lesen anderer Beiträge betrifft. Bevor ich mich wieder selbst ins nächste Loch triggere, lass ich es vorerst besser einfach. Diesbezüglich bleibt’s also weiter ruhig.

Und für die, die mir auf Facebook folgen: Dort geht’s auch wieder weiter. Mal schauen ob täglich, aber es passiert auf jeden Fall wieder was. Falls ihr Lust habt auf der jeweiligen Plattform vorbeizuschauen, hab ich euch den Link zu meinem Profil verlinkt. Ihr braucht nur auf das grüne Instagram oder Facebook oben klicken.

Achso und vielen Dank an die neuen Abonnenten! Ich hab mich sehr gefreut, als ich wieder reingeschaut habe😘

Beitragspause, Depressionen, Hetze, usw

Wir werden in eine 1-monatige Postpause gehen. Die nächsten Beiträge werden also voraussichtlich erst wieder Anfang Januar 2022 erscheinen.

Eigentlich habe ich ganz viele Themen schon ausgearbeitet und vorbereitet und hatte ganz viele Ideen, was ich angehen will, aber es muss dringend eine Pause her. Nicht nur andere Sachen nicht lesen usw, sondern so komplett muss eine Pause her.

Ich habe auch bei der Therapeutin um eine Therapiepause gebeten. Leider geht auch hier das ganze Thema Corona, Impfung usw nicht mehr so gut an einem vorbei, wie es vorher irgendwie noch möglich war. Gerade der aktuell aufkommende Zwang und die regelrechte Hetze (,,Grenzt Impfgegner aus!“ ) belastet uns stark und macht uns extrem zu schaffen. Sowas z.B zu sehen, lässt sich emotional nicht mehr wirklich abschütteln:

Wie wir zu dem ganzen Thema stehen und warum uns das so belastet, hatten wir letztens in einem Instagram-Post angeschnitten (siehe Slider rechts auf dem Blog – Dort findet ihr das Bild und wenn ihr es anklickt auch unseren Text darunter, müsste auch ohne Instagram-Profil gehen🤔). Letzte Woche führte das zu einem regelrechten Systemkollaps (vermehrt Blackouts und Aktionen, die mir überhaupt nicht passen) und nem richtigen Hammer extra Depressionen obendrein. Dazu kommt sowieso die aktuelle Zeit November-Januar, wo die Nerven eh generell etwas freier liegen. Nett ausgedrückt😅.

Wir haben beschlossen jetzt einfach mal einen Monat lang so zu tun, als wäre alles gut. Ob das hinhaut, weiß ich auch noch nicht, aber der Plan sieht so Sachen vor wie: Videospiele spielen, Romane lesen, wieder mehr rausgehen (heute hat es geschneit, Yieppe 🥳) und an Räucherkerzchen schnuppern. Vll gebrannte Mandeln selbst machen und Kekse backen natürlich😊. Einfach mal Dinge tun, die nichts mit Psyche, Problemen oder dem politischen Wahnsinn da draußen zu tun haben. Das versuchen wir natürlich sonst auch irgendwie, sind kürzer getreten usw., aber letztendlich wird das alles eben doch wieder von Therapiethemen oder anderen ähnlichen Sachen unterbrochen. Deshalb wird’s auch erstmal kein Social-Media geben, YouTube, Nachrichten u.ä. Die Welt geht schließlich auch ohne uns glücklich und erfreut weiter unter 🤷‍♀️😅.

Kurz gesagt: Wir wollen versuchen, einfach mal einen Monat lang den Affen zu spielen, der sich Augen, Ohren und Mund zuhält. Einfach mal wieder den Alltag mit ein paar angenehmen Dingen füllen. Inwieweit das hinhaut, wird sich dann natürlich noch zeigen.

Mails könnt ihr natürlich trotzdem weiterhin schicken, nur das ihr euch nicht wundert, wenn erstmal keine Reaktion kommt. Im neuen Jahr geht’s dafür dann aber mit Sachen weiter, wie: Innere Kommunikation; Was man bei Verdacht auf (p)Dis tun kann; Wie es bei uns zur Diagnose kam; neue Imaginationsübungen; Essstörungen, usw.

Wir wünschen allen jetzt schon mal hoffentlich ruhige und schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 🥳.