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Finanzielle Hilfen: Fonds für sexuelle Gewalt

Vor einiger Zeit wies mich meine Therapeutin noch einmal darauf hin, nun vll doch endlich einmal einen Antrag beim Fonds für sexuelle Gewalt zu stellen. Da ich deshalb also damit konfrontiert war, mich doch endlich mal damit auseinanderzusetzen, möchte ich euch heute erzählen was es da für Hilfsmöglichkeiten gibt und wie ihr das alles am besten anfangt.

Fonds für sexuelle Gewalt

Der Fonds ist eine richtig tolle Sache. Wer sexuelle Gewalt im familiären Bereich oder durch nahestehende Aufsichtspersonen (aus dem familiären Umfeld) erlitten hat, kann daraus bis zu 10.000 € schöpfen. Dazu stehen dem Fonds bundesweit bis zu 62 Mio. Euro zur Verfügung.

Die aktuelle Bearbeitungszeit dauert, nach Angaben des Fonds für sexuelle Gewalt und nach neusten Reglungen nur 3 – 4 Monate. Mein Antrag wurde nach ca. 2 Monaten genehmigt.

Wer kann Gelder aus dem Fonds beantragen?

Alle die zur Tatzeit minderjährig und auf deutschem Boden gemeldet waren. Zudem muss die Tat zwischen dem 23. Mai 1949 (Gründung der BRD) bzw. dem 7. Oktober 1949 (Gründung der DDR) und vor dem 30. Juni 2013 (Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs – StORMG) begangen wurden sein.

Das Opfer muss zudem in irgendeinem nahen Verhältnis zum Täter gestanden haben. Darunter fallen die (Stief-)Eltern, Großeltern, Onkel, Tante, (Stief-)Geschwister, enge Freunde der Familie, Babysitter, Aufsichtspersonen, usw.

Ergänzendes Hilfesystem für Opfer sexueller Gewalt im institutionellen Bereich

Hierrunter fallen alle öffentlichen und privaten Einrichtungen, Träger und Vereinigungen denen Minderjährige, dauerhaft oder vorübergehend, zum Zeitpunkt des Missbrauchs, anvertraut waren (z.B Vereine, Sozialverbände, Kirchen, usw.).

Zu beachten gilt dabei eigentlich nur, dass bei diesem Antrag lediglich eine Empfehlung vom Fonds an die entsprechende Institution geht und die Gelder dann auch von dieser Institution bezahlt werden. Diese kann daher selbstständig, unabhängig der Empfehlung, entscheiden ob sie dem Antrag zustimmt oder nicht.

Welche Leistungen kann man beantragen?

Es sind bis zu 10.000 € in Form von Sachleistungen möglich. Menschen mit Behinderung können zudem einen Mehraufwand von bis zu 5000 € zusätzlich beantragen, sofern dieser notwendig ist (z.B durch Assistenz, erhöhte Mobilitätskosten, usw.). Bargeld wird allerdings nicht ausgezahlt, ebenso lassen sich keine Schulden davon tilgen.

Beantragen kann man dafür aber:

  • Weitere Psychotherapiestunden (die nicht mehr von der Krankenkasse übernommen werden)
  • Komplementär- und Fachtherapien (zum Beispiel Kunsttherapie, Maltherapie, Reittherapie, Tanztherapie, Musiktherapie, Körpertherapie, usw.)
  • Fahrkosten zu den Therapien, zum Ort des Missbrauchs (zur individuellen Aufarbeitung), Beratungsstellen, …
  • Aufarbeitung im Rahmen von Selbsthilfeorganisationen
  • Hilfe bei Heil- und Hilfsmitteln (z.B Physiotherapie, Ergotherapie, Bäder, Massagen, Zahnbehandlung, Rollstuhl, etc.)
  • Individuelle Unterstützung, z.B im Haushalt, Begleitung zu Gerichtsterminen, Betreuung, usw.
  • Unterstützung beim Nachholen eines Schulabschlusses, einer Fachausbildung, der Aufnahme eines Studiums oder was sonst in den Bildungstechnischen Rahmen fällt – Mir wurde z.B die Übernahme der Kosten für den Führerschein genehmigt
  • Individuelle Unterstützungen (im Härtefall), wie z.B einen Assistenzhund, Wohnung und Möbel (bspw. bei Obdachlosigkeit o.ä), Sachen die den Mobilitätsbereich betreffen, usw.

Wichtig ist dabei eigentlich nur, dass die beantragte Leistung in einem Zusammenhang mit den Folgen des Missbrauchs steht. Ich hab z.B Massagen mit angegeben, wegen der dauerhaften Anspannung in meinem Körper. Auch sämtliche anfallende Kosten für einen Sport können da übernommen werden. Bei mir z.B Wing Tsun (ein Selbstverteidigungssport).

Aber auch wenn Hilfeleistungen aus dem bestehenden Sozialrechtssystem unangemessen verzögert werden, kann der Fonds in Vorleistung treten. Voraussetzung ist, dass eine Übernahme der Kosten durch den betroffenen Kostenträger erwartet wird.

Die Antragsstellung

Antrag familiärer / institutioneller Bereich: Link

Die Anträge haben jeweils um die 20 Seiten. Ihr braucht keine Täternamen angeben, müsst keine Anzeige stellen und ihr benötigt auch keine vollständigen Erinnerungen. Das fand ich persönlich unglaublich erleichternd. Ihr müsst dort, soweit es eure Erinnerungen zulassen, nur auf ungefähr 4 Seiten kurz angeben oder ankreuzen was passiert ist. Da bei mir z.B so gut wie gar keine Erinnerungen existieren, habe ich halt auch nur die Bruchstücke aus Flashbacks genommen, die da sind. Zudem Dinge die mich sehr stark triggern, Kameras in einem bestimmten Kontext z.B. Ihr seht das dann auf dem Antrag, wie ich das meine.

Der Großteil des Antrags besteht dann aber eigentlich aus den gewünschten Leistungen. Ihr tragt dort ein, was ihr euch wünscht, legt die entsprechenden Nachweise mit bei und fertig.

Senden könnt ihr den Antrag dann als Scan per Email an kontakt-fsm@bafza.bund.de oder per Post an:

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Referat 505 – Geschäftsstelle FSM
Auguste-Viktoria-Str. 118
14193 Berlin

Falls ihr Fragen habt gibt es auch eine Hotline: 0800 400 10 50

Viele Fragen werden aber auch direkt schon auf der offiziellen Website geklärt unter Fragen & Antworten.

Was braucht ihr für die gewünschten Leistungen?

  • eine Kostenaufstellung (bspw.: Wieviel kostet eine Stunde bei euer/m Therapeutin/en? Beim Führerschein habe ich einen Kostenvoranschlag benötigt oder bei dem Sport z.B die monatlichen Kosten, usw.)
  • evtl. Qualifikationsnachweise der entsprechenden Ärzte oder Therapeutin (z.B für die Kunsttherapie – Ich hab da einfach angerufen und dann haben die mir eigentlich alles notwendige zugeschickt)
  • evtl. einen Nachweis, das die beantragten Leistungen nicht oder nicht mehr von der Krankenkasse, Jobcenter o.ä Trägern übernommen werden (z.B weil euer Therapiestundenkontingent aufgebraucht ist oder die Stunden anderweitig nicht übernommen werden, oder bei einer Wohnungseinrichtung übernimmt ja z.B auch oft das Jobcenter sowas in Form einer Erstausstattung – Am besten fragt ihr bei den Trägern nach und lass euch das kurz schriftlich per Mail o.ä geben)
  • eine kurze Erklärung, inwieweit die beantragte Leistung mit dem Missbrauch in Verbindung steht bzw inwieweit sie den Schaden mindern kann (z.B bei Massagen wegen der Anspannung, Selbstverteidigung für mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, usw.)
  • ein aktueller Bericht eueres Therapeuten oder ein aktueller (bzw. der letzte) Klinikbericht – Ist glaube ich, aber kein Muss

Das hört sich erstmal nach total viel an, war aber letztendlich gar nicht so wild. Ich habe mir im Voraus überlegt, was ich machen möchte. Dann die passende Stelle im Antrag dazu gesucht (da ist alles schön und übersichtlich beschrieben) und dann rausgeschrieben, was ich dazu brauche. Und mit dieser Liste dann die einzelnen Stationen abtelefoniert.

Emotionale Belastung

Da ich ja normalerweise gar nicht so leicht triggerbar bin, habe ich die Auswirkungen etwas unterschätzt, wenn ich ehrlich sein soll. Als ich den Antrag angeklickt und die ersten paar Seiten überflogen habe, musste ich erstmal heulen wie ein Schlosshund🙈, weshalb ich das Ding dann auch beiseite legen musste. Beim nächsten Anlauf ging es dann schon ein bisschen besser, zumindest was das Geheule anging 😅. Körperlich machte mir das Ganze allerdings schon dezent zu schaffen. Die Haut juckte wieder überall, der Kopf tat weh, der Bauch schmerzte. Der Rücken fühlte sich total steif an und machte Ärger, Schwindel usw..

Dazu kam das Emotionale. Zuerst die starke Abneigung überhaupt weiter zu machen. Der Gedanke damit die Familie zu verraten. Etwas falsches zu tun.

Und dann gab es ein paar Probleme mit einer Freundin. Also da waren vorher schon ein paar Punkte die mich sehr störten, ich aber nichts sagte. Es gab dann einen ähnlichen Fall und das war, in diesem ganzen Kontext, einfach zu viel. Mir war aber schon bewusst, dass ich gerade total getriggert bin und ich deshalb so stark reagierte. Ich fühlte mich einfach total benutzt. Also nicht per se von ihr, sondern allgemein. Komplett. Wie ein dreckiger Gegenstand, der nur aus dem Schrank geholt wird, wenn er seinen Zweck für andere erfüllen soll. Die Konstellation von diesem Antrag, bzw. dessen Thema, und dann noch das, war einfach zu viel für mich und das hat einige Tage ganz schön reingehauen. Ich habe mich total eingekapselt und auf nichts und niemanden mehr reagiert.

Hilfe suchen

Unterschätzt das also nicht unbedingt. Holt euch ruhig Hilfe zur Seite, wenn ihr den Antrag ausfüllt. Muss ja nicht jeder so dickköpfig sein, wie ich 😅. Dazu könnt ihr in eine Beratungsstelle vor Ort gehen. Wo überall welche sind, findet ihr in diesem Link.

Meist kennen sich aber solche Stellen wie der Opferhilfe, Opferberatung, Wildwasser, Karo e.V, Beratungsstellen für Frauen (die Gewalt erlitten) oder LARA e.V gut damit aus und können euch weiterhelfen.

Dann könnt ihr euch bei generellen Fragen auch wieder an die oben genannte Nummer wenden oder bei konkreten Fragen erreicht ihr dienstags bis donnerstags von 09:00 bis 15:00 Uhr telefonisch jemand unter:

030 18555-1988

Was gibt’s noch dazu zu sagen?

Wenn euch der Antrag einmal genehmigt wurde, könnt ihr auch später nochmal Leistungen daraus beziehen (bis zu den max. 10.000€ eben). Also wenn ihr jetzt 20 Therapiestunden beantragt und später feststellt: ,,Huch, da könnte ich aber nochmal 10 brauchen.“ ist das kein Problem. Ihr erhaltet ein Zeichen (z.B „HFT64J“) und das gebt ihr bei weiterem Schriftwechsel einfach mit an. Ich hab jetzt auch nirgendwo rauslesen können, dass der Anspruch nach einer bestimmten Zeit verfliegt oder so. Also keine Panik, wer nicht alles innerhalb von einem Jahr verbraucht.

Weiter könnt ihr dann entscheiden, ob der Fonds die jeweils angefallene Rechnung direkt an der Empfänger zahlt (dazu müsst ihr eine Einverständniserklärung abgeben) oder ob ihr in Vorleistung geht und danach das Geld vom Fonds zurückerhaltet. Ich finde es jedoch ganz angenehm, dass z.B meine Therapeutin das direkt mit dem Fonds abrechnen kann und das nicht erst über mich laufen muss.

Letztendlich: 

Hatte ich riesen Bammel davor und fühlte mich im ersten Moment, so vor dem Antrag sitzend, auch mega überfordert. Dazu kam die Angst, dass wieder was abgelehnt oder unnötig in die Länge gezogen oder kompliziert gemacht wird. Aber es gab keine unangenehmen Fragen, kein Hick-Meck oder sonst was nerviges. Ich war wirklich positiv überrascht. Auch wurde mir alles genehmigt, ohne lange Diskussionen o.ä Ich kann von meiner Seite aus, es also nur jedem empfehlen.

Sind alle Anteile destruktiv?

Wir wollten dazu mal was los werden, weil wir gestern ein entsprechendes Video dazu gesehen haben. Es ging um eine Betroffene, die darüber erzählte, wie sie mit allem umgeht und am besten damit fährt…

Um was es ging – Triggerwarnung!

Sie erzählte, dass sie ihren Anteilen keinen Raum mehr gibt. Das sie ihnen mitteilte, dass ihr auftreten nicht mehr erwünscht ist und sie ihnen nicht genehmigt nach Außen hin zu kommunizieren oder gestattet in der physischen Welt irgendwie in Erscheinung zu treten. Sie dürfen aber weiterhin als innere Ratgeber fungieren, sodass sie sich selbst besser verstehen kann. Sie möchte den Tätern dadurch keine Macht mehr geben, da jene die Persönlichkeiten ja programmiert haben und meint sie würde ganz gut damit fahren, da sie z.B auch kaum noch dissoziiert etc. Als sie dann anfing darüber zu reden, dass diese Anteile ja generell eh destruktiv sind, mussten wir leider abschalten. Wir wissen also nicht, was danach noch kam.

Vorweg:

Sie hat von Anfang an gesagt, dass das nur ihre Meinung ist und sie niemand einen Rat etc. geben möchte. Und uns geht es in diesem Beitrag nicht darum, ihre Umgangsweise mit allem zu kritisieren. Einfach weil uns das nicht zusteht. Wir müssen alle unseren eigenen Weg finden, um mit dem Trauma und der heutigen Situation für uns richtig umzugehen. Und wenn es sich für sie so richtig anfühlt, wer sind wir dann darüber den Finger zu erheben?

Um was es uns geht

Nein, darum solls nicht gehen. In uns haben diese Worte aber viel ausgelöst. Ganz viel Angst und Panik. Erstens davor, dass ich wieder alle anfange zu verleugnen und wir sind da gerade einen kleinen Schritt vorangekommen. Nämlich spüre ich und habe es auch schon mehrfach deutlich gesagt bekommen, dass ich einige damit (dem Leugnen) sehr verletze und nichts liegt mir ferner, als irgendjemand weh zu tun. Daher habe ich das Versprechen abgegeben, dass ich zumindest ihre Existenz versuche nicht mehr zu leugnen. Natürlich kommen immer wieder Zweifel und ich fange alles an abzustreiten. Aber wir versuchen jetzt im Inneren drüber zu reden und ich werde dann gerne auch wieder, von ein/zwei, an mein Versprechen erinnert.

Logischerweis steigt bei einigen da aber trotzdem wieder Angst auf, dass sie erneut verleugnet und ignoriert werden.

Zum anderen ist da aber auch die Angst, was das jetzt wieder im Außen auslösen könnte. Wir haben recht Glück mit unserer Therapeuten, da sie uns eigentlich immer das Gefühl gibt, dass niemand unerwünscht ist und sich jeder jederzeit gerne zeigen kann. Wir wissen aber, dass nicht alle so ticken und auch andere Therapeuten oder Menschen gern mal mit dem: ,,Wenn du dem Raum gibst, treibst du die Spaltung nur weiter voran“ um die Ecke kommen. Und dieser Gedanke irgendwas verschweigen, unterdrücken und ignorieren zu sollen, triggert hier extrem viel an. Wie gesagt: Es steigt eben Angst und Panik auf.

Uns gehts also jetzt mehr darum, mal unsere Sichtweise darüber darzulegen. Einfach um das vll auch (außenstehenden) Leuten näher bringen zu können. Wir wollen dabei nicht diese Frau oder irgendjemand der ähnlich denkt, fühlt und handelt kritisieren oder bekehren! Und falls das an einer Stelle so rüber kommen sollte, tut uns das aufrichtig leid.

Zu unserer Meinung

Wir haben schon einige Beiträge vorgeschrieben und ab Sonntag soll dann auch der nächste Beitrag zum Thema Anteile und Persönlichkeiten kommen. Dort sagen wir das auch nochmal:

Hier gibt es keine Hauptperson. Klar denke/dachte ich das auch manchmal. Man hat nun mal ein Bewusstsein und erlebt die Welt draußen. Es ist irgendwie schwer sich da vorstellen zu wollen, man wäre kein vollwertiger Mensch und nur irgendein Anteil von was anderem. Deshalb, und das sagen wir im kommenden Beitrag auch, empfinden ich und andere hier das auch nicht so. Wir empfinden keinen Anteil als unwichtig und unrelevanter oder gar unechter als sich selbst. Jeder ist ein vollwertiges Wesen für sich und kein abgebröselter Klumpen von irgendwem. Ich kann da aber natürlich nicht für alle sprechen, weil ich nicht die Meinung nicht von jedem zu diesem Thema kenne.

Aber zu sagen: ,,Ich bin die Hauptperson und sage wo es hier lang geht“ fühlt sich für uns total falsch an. Das tut weh, allein der Gedanke.

Sind alle Anteile destruktiv?

Persönlichkeiten spalten sich aufgrund schwerer Traumata ab. Das nicht alle vor Glück Funken sprühen, dürfte ja irgendwie klar sein. Das Spektrum von welchen die den Körper verletzen, die anderen weh tun möchten oder fleißig Kontakt zu den Tätern halten, kann da riesengroß sein. Ja, ich empfinde das Verhalten einiger durchaus als sehr destruktiv und für heute schädlich.

Jetzt stell dir aber mal vor, alles was du kennst ist vergewaltigt zu werden. Du kennst nur diese Momente. Kein fröhliches Spielen mit Freunden oder tolle Sonntagsausflüge, weil diese Erlebnisse die anderen hatten. Oder alles für was du lebst, ist die Schmerzen für andere zu übernehmen. Das die das nicht fühlen müssen und weiter funktionieren können. Das wenigstens irgendwer sowas wie eine Kindheit hat. Ist das da wirklich so schwer zu verstehen, dass einige die Schnauze voll haben? Das sie wütend sind oder aggressiv oder nicht gut auf die zu sprechen, denen sie all das abgenommen haben???

Sorry, hier steigt da grad echt viel Wut auf.

In unseren Augen geht man nicht durch die Angst, wenn man alle und alles von sich schiebt und unterdrückt. Wir sehen das zwar auch so, dass es nicht sehr praktisch ist immer wieder in ein Trauma einzutauchen. Und gerade dazu neigt ein traumatisierter Mensch, ganz klar. Die anderen Persönlichkeiten sind aber keine leidigen Überbleibsel eines längst vergangenen Traumas, die man jetzt nur ignorieren braucht und dann wird schon alles. Stell dir mal vor Alter, du übernimmst den ganzen Rotz für jemand und zum Dank sperrt der dich in ein dunkels Zimmer und sagt er will nix mit dir am Hut haben. Bloß weil de kein grünes Glücksmariechen in seinen Augen bist. Aber ihn beraten darfste noch. Echt Junge, da könnt ich kotzen

3 Leitsyptome eine (K)PTBS: #3 Intrusion (2) – Wiederholungszwang

Wie angekündigt, soll es heute um die Trauma-Reinszenierung gehen. Eine Form der Intrusion, die sich u.a im Handeln des Menschen ausdrückt…

Was ist der Wiederholungszwang?

Freud prägte den Begriff Wiederholungszwang anfang des 20.Jh. In seiner Arbeit dazu setzte er sich mit den Fragen auseinander, warum so viele neurotische Patienten Verhaltensweisen, die ihnen nachweislich schaden, einfach nicht ablegen können und stattdessen immer wieder erneut reinszenieren. Dieses ganze Szenario der Reinszenierung war aber natürlich schon lange vor Freud bekannt.

Alles im Leben neigt nämlich eigentlich zur Wiederholung: Einatmen – Ausatmen. Leben – Vergehen. Das Pumpen unseres Herzens … Und auch unsere Psyche wiederholt Dinge, vor allem die, die sie nicht versteht. Nicht begreift. Dinge die unbewusst in uns schlummern. Und selbstverständlich haben sich diesem Thema schon viele Menschen gewidmet.

Ich meine, kennt ihr das nicht auch? Immer wieder landen wir in den gleichen Beziehungsmustern: Wir geraten wiederholt an Männer, die Gewalt an uns ausüben oder wir sind schon wieder an eine Frau gekommen, die uns fremdgeht. An Freunde die uns ausnutzen, wir werden immer wieder Opfer von Mobbing oder erleben stets aufs Neue wie wir ausgeschlossen werden. Es gibt Dinge an uns, die wir einfach nicht schaffen abzulegen und Situationen, die sich wie ein Fluch wiederholen und wir verstehen nicht warum das passiert...

Und gerade bei diesen sich wiederholenden Beziehungsmustern und Erlebnissen denke ich mir oft, dass es doch meine Schuld sein muss. Wenn es in alledem immer nur diese eine Konstante – und zwar mich – gibt, welche andere Schlussfolgerung bleibt einen da eigentlich auch noch? Es können ja schließlich nicht immer die anderen sein.

Aber genau dieses Prinzip der Wiederholung erklärt eben, dass wir nicht selbst SCHULD sind. Stattdessen sind wir handelende und agierende Figuren in unserem eigenen Leben. Wir tragen nicht die Schuld für das Verhalten anderer uns gegenüber. NIEMALS! Nein, es zeigt uns eher auf, dass wir nicht ewig Spielball unserer Umgebung bleiben müssen. Das wir selbst auch eine Rolle in unserem Leben spielen dürfen, statt das das nur die Wünsche und Gelüste anderer tun. Um Schuld geht es dabei überhaupt nicht.

Warum kommt es dazu?

,,Was man nicht versteht, lässt einen nicht los.

Finde ich genial und total passend diesen Satz. Guckt mal, ein Trauma ist nicht immer nur eine Vergew*ltigung, ein Überfall oder eine Naturkatastrophe. So viele Dinge wirken traumatisch auf uns ein. Die frühe Trennung von unseren Eltern, Konflikte in der Familie usw. Natürlich sind die Ausmaße anders, aber d.h ja nicht, dass so etwas keine Folgen hat. Solange etwas aber noch unbewusst ist, wir also gar nicht begreifen, dass es da überhaupt etwas gibt, was in uns schlummert. Solange können wir es auch nicht in der Vergangenheit lassen, abschließen damit und nehmen es stattdessen immer wieder mit in unsere Gegenwart.

Bisher geht man davon (und da ist die Forschung noch lange nicht am Ende angelangt), dass diese ständige Reinszenierung stattfindet, weil wir dadurch versuchen können, den Ausgang der Situation, heute anders zu gestalten. Themen die uns damals ohnmächtig machten und verletzt und verständnislos zurückließen, könnten so durch erneutes Erleben umgestaltet werden. Der Kerngedanke ist also neu erleben, ein positives Ende herbeiführen, unsere Macht zurück gewinnen und das Thema so integrieren.

NOCHMAL: Das meiste passiert davon völlig unbewusst! Tipps wie: ,,Nun such die halt einfach mal einen anständigen Mann“ bringen daher nicht viel. Rational ist uns bewusst was besser laufen könnte, aber da wir die Ursache hinter all dessen nicht verstehen, können wir auch nichts verändern.

Formen der Reinszenierung

Beispiel 1: Gefahrvolle Situationen

Zum Beispiel neige ich dazu, mich in durchaus gefährliche Situationen mit fremden Männern zu begeben. Ich stoße in sehr merkwürdige Gruppen dazu und ich provoziere. Extrem. Nie böswillig, aber ich tue es. Alles andere wäre gelogen. Ich merke das, kann es aber nicht stoppen. Oder ich tue sehr unüberlegte Sachen. Meist ging das gut aus (=mehr Glück als Verstand). Allerdings gab es eben auch Fälle, wo es nicht so gut ausging. Wo es zu Übergriffen kam, verschiedenster Art. Gewollt oder bewusst provoziert habe ich davon jedoch nie etwas.

Dennoch, wenn ich das heute versuche zu reflektieren: Wenn ich mich in diese Situationen begeben habe, hoffte ich, dachte ich, dass diese Leute anders sind. Sie nichts mit mir anstellen und mich einfach nur lieb haben. So wie ich bin. Egal wie ich bin. Ich wollte das Gefühl haben okay zu sein. Natürlich war das meistens nicht der Fall, da ich mich in einem sehr toxischen Umfeld befand. Aber mein unbewusster (!) Wunsch, dass ich angenommen und nicht benutzt werde, stand im Vordergrund und der war (ist?) so stark, dass ich alles andere ignorierte.

Beispiel 2: Beziehungsstrukturen (Bindungstrauma)

Meine Mutter war ein sehr narzisstischer Typ Mensch, genau so wie er im Buche steht. Die Welt drehte sich um sie. Als ich ein Baby war, hat mir meine Oma einmal erzählt, war sie unheimlich versessen auf mich. Kaum einer durfte mich überhaupt halten oder gar sehen. Ich war ihr Püppchen. Bis zu ca. 1 Jahr, hielt sie mich quasi „unter Verschluss“. Dann verlor sie die Lust. Sowas war üblich für meine Mutter. Danach empfand sie mich zunehmends als störend. Sie fing an einen richtigen Hass und Ekel auf mich zu richten und ließ mich diesen auch deutlich spüren.

In meinem Erwachsenenleben geriet ich nun immer wieder in Beziehungsmuster zu Menschen, die mich am Anfang unheimlich toll fanden. In den Himmel lobten und, lustigerweise, nach kurzer Zeit das Interesse verloren. Aber nicht nur das, sie fingen an mich abstoßend zu finden. Sie projizierten ihren ganzen Hass auf mich und ich habe noch NIE eine Erklärung bekommen, warum das eigentlich so ist bzw. war. Ich blieb stets lediglich zurück, mit dem schlechten Gefühl das ICH schlecht bin. Unausstehlich. Jemand, der alle anderen vertreibt. Den niemand will.

Das Ding ist, wenn ich das näher und ehrlich betrachte: Ich begebe mich immer wieder in Beziehungen (partnerschaftlich, wie aber auch freundschaftlich) zu Menschen, die ähnlich narzisstisch veranlagt sind. Da mein Selbstwert eigentlich noch nie wirklich weit oben war, stellt die schnelle Belobigung von diesen Menschen, das schnelle ‚geliebt-werden‘ etwas dar, nach dem ich mich regelrecht verzerre. Eine Beziehung ist stabiler wenn sie langsam aufgebaut wird, klar, aber wenn du nie wirklich echte Liebe erfahren hast, bist du wie ein Junkie auf Entzug. Du nimmst alles was dem gleich kommt und dessen Wirkung sofort einsetzt = Schnelle „Liebe“. Auch promiskuitives Verhalten spielt(e) da mit rein (bei mir zumindest früher).

Beispiel 3: Beziehungsstrukturen (benutzt werden)

Dieses Muster durschaute ich erst vor kurzem. Meine Therapeutin riet mir vll einfach mal eine Art „Familienaufstellung“ zu machen. Dabei schrieb ich zu jedem Familienmitglied auf, was mir gerade so dazu durch den Kopf ging. Wie ich die Beziehung empfand. Ohne etwas herunterzuspielen, aus der Sicht des anderen sehen zu wollen o.ä

Meinen Vater habe ich vergöttert. Wir saßen oft lange draußen am Lagerfeuer oder drinnen am Kamin und redeten meist die halbe bis ganze Nacht lang. Wir fuhren mit den Hunden spazieren, gingen gemeinsam einkaufen oder verschworen uns gegen meine Mutter (wenn er und sie Streit hatten). Tolle Erinnerungen, die ich auch heute noch behalten werde. Egal was war (und was vll noch war). Wir sprachen, seit ich winzig klein war, über Gott, Politik und Familiengeschichten. Wir philosophierten oftmals ewig darüber. Nun stelle man sich einen Knirps von 3 Jahren vor, der über Politik mitredet. Ich fand das super toll, als Kind. Ich fühlte mich wichtig. Als wichtigen Teil seines Lebens. Jedoch kann ich mich nicht daran erinnern, dass sich die Gespräche auch einmal ernsthaft um mich drehten. Um meine Gedanken und Wünsche und wenn, dann nur mit viel Spott von seitens meiner Eltern. Es gab auch nichts was ich ihm im Vertrauen hätte erzählen können. Alles wurde meiner Mutter erzählt und ja …

Im Gespräch mit meiner Therapeutin fiel mir dann auf: Mich seinen Gesprächen anzupassen, seinen Themen folgen, war damals als Kind, besser als gar kein Reden. Ein 3-Jähriges Kind interessiert sich aber nicht wirklich für Politik o.ä. Er jedoch hat mich schlicht einfach nur benutzt. Ich war sein Freund- und Partnerersatz.

Und dieses Muster verfolgte ich vor allem in meinen freundschaftlichen Beziehungen. Menschen, bei denen es ausschließlich um sie ging. Ich hatte da zu sein. Ihrer Befriedigung zu dienen. Sicher erhob ich auch mal das Wort, über mich. Nach spätestens 10min bekam ich jedoch meist gesagt, nun sei aber auch mal gut. Die Welt drehe sich nicht nur um mich. Oder für mich wichtige Themen wurden ganz fallen gelassen. Es wird einfach darüber geschwiegen oder nicht ernst genommen.

Reinszenierung im Kinderspiel

Ganz deutlich wird die Trauma-Reinszenierung bereits im kindlichen Spiel. Das normale kindliche Spielen ist flüssig, es ist leicht und unbeschwert und ja, auch traumatisierte Kinder spielen ganz viel, ganz normale Spiele! Die Trauma-Reinszenierung findet nicht permanent statt!

Wenn sie aber einsetzt, dann wird das kindliche Spiel sehr düster. Verhaltensweisen wiederholen sich zwanghaft und lassen sich kaum unterbrechen. Gerade wenn Kinder sexuelle Handlungen immer wieder nachspielen wird das sehr deutlich oder ein anders…

Beispiel: Eine alte Schulfreundin erzählte mir von einem Spiel bei ihr, zwischen uns. Wir spielten mit Stofftieren. Als ich dran war, starb meine Figur, was sie jetzt nicht so super fand [Generell sterben IMMER die Figuren, mit denen ich spiele. Zugegeben ist das bis heute oft so. Im Spiel mit der 4-Jährigen Tochter meiner Freundin musste ich mich letztens z.B extrem zusammenreißen, ihre süßen Bauernhof-Kühe und Pferde nicht qualvoll abnippeln zu lassen 🙈]. Sie fand das damals nicht so toll und wollte das Stofftier reanimieren. Tod war halt irgendwie ein doofes Spiel für Kinder in unserem Alter. Meine Stimmung änderte sich aber abrupt ins Düstere und Kalte: ,,Was tot ist, kann man nicht wiederbeleben! Das bleibt tot!„.

Etwas anderes ist z.B das ich fast schon manisch eine Hand oder Fuß von meinen Puppen und Spielfiguren entfernt habe. Blut spielte zudem eine extrem große Rolle. Ich malte immerzu alles rot an. Bei meinen Stofftieren (die ich liebte, schließlich passten sie nachts auf mich auf) war es jedoch so, dass ich sie dadurch versuchte immer wieder zu verarzten und zu retten. Ein sehr anderes düsteres Spiel war einmal, als wir noch ein Häuschen im Wald hatten. Ich zog meinen Puppen sämtliche Kleider aus, band sie so mit dem Kopf nach unten an die Bäume, rings ums Haus, und ließ sie da „als Strafe“ hängen. Oder meine Schwester hatte z.B einen großen Teddy in ihrem Spielzeit, den sie regelmäßig vergewaltigte. Wortwörtlich. Meine Eltern tauften ihn „liebevoll“ ihren „Fic*bär“.

Nein, sowas sind keine normalen Kinderspiele. Das Trauma muss darin nicht automatisch 1:1 wiedergegeben werden, aber irgendetwas stimmt da ganz sicher nicht zuhause.

Die Übertragung

Zum Beispiel denken wir unwillkommen zu sein oder das uns jemand nicht mag. Wir machen das an allerhand Dinge aus. Der Reaktion des anderen. Seinen Blicken. Einer zu langen Pause, bis die Antwort des Gegenüber kommt, usw. Dieses eigene Gefühl übertragen wir jetzt auf den anderen. Wir halten unsere Vermutung für die Realität. Nehmen wir z.B an, wir wären unwillkommen, dann verhalten wir uns distanziert, kühl, deprimiert, vll sogar ablehnend (nach dem Motto: ,,Angriff ist die beste Verteidigung„). Unser Gegenüber sieht die Situation jedoch ganz anders: Vll war er gestresst. Oder wegen etwas genervt, das ihm vorher durch den Kopf ging oder was er eben erlebt hat (einen Streit z.B). Nichts, was mit uns zu tun hat. Durch unsere Reaktion, hervorgehend aus unsere Angst/Befürchtung, provozieren wir jedoch nun genau die Reaktion, vor der wir ja eigentlich Angst haben und die wir vermeiden wollen.

Beispiel wieder: Ich reagiere unheimlich auf die Stimmungen anderer. Wird die Luft dick, warum auch immer, ist mein erster Gedanke: ,,DU hast etwas falsch gemacht! Du musst irgendetwas tun, um das wieder gerade zu biegen!“. Dann gibt es aber in mir diesen Teil, der darauf wirklich keine Lust mehr hat, es anderen Recht machen. Der nicht kapiert, warum er länger für die Launen anderer herhalten sollte. Also reagiert dieser Teil teilweise wirklich schon sehr pissig. Bevor sich dieser Teil erniedrigt (indem er sich anpasst), geht er lieber auf Abstand oder bricht den Kontakt ganz ab. Mein Gegenüber ist dadurch natürlich vor den Kopf gestoßen und denkt sich das gleiche, was ständig in mir rum geht: ,,Warum darf ich nicht auch mal schlecht drauf sein? Was soll das jetzt?! Gut, dann lass es halt!“

Ergo = Derjenige geht selbst auch auf Abstand. Was meine innere Überzeugung nicht richtig zu sein, etwas falsch gemacht zu haben, abgelehnt zu werden, wieder bestärkt: ,,Da, schon wieder! Siehste, alle hassen dich!“.

Der Crux bei allem

Die Frage, die ich mir dabei immer wieder stelle: ,,Wie schaffe ich es nur mir, aus der Fülle der Menschen und möglichen Situationen, immer wieder toxische herauszusuchen?“ Es ist ja nicht so, als würden sie ein klar sichtbares Schild vor sich her tragen, oder? Als würde ich aus 99 super Leuten, die eine giftige Schlange heraussuchen. Absichtlich…

Gehen wir nochmal auf das mit der schnellen Liebe ein: Auch Narzissten fehlt es chronisch an erlebter, erhaltener Liebe. An innerer Fülle. Das wonach ich mich sehne, geben sie sofort, weil sie ebenfalls das gleiche wollen. Man ergänzt sich also, auch wenn letztendlich die Ausprägungen unterschiedlich sind. Was dann wieder zu einer Menge gegenseitigem Leid führt (ja auch Narzissten leiden).

Es gibt sie also, diese Anzeichen. Anzeichen, die wir bewusst ignorieren oder sogar herunterspielen. Meist weil unser unbewusster Wunsch der Traumaauflösung, der Wunsch nach einem glücklichen Ende, uns alles andere ausblenden lässt. Umso mehr wir uns danach sehnen, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit in toxische Umstände zu geraten. Nach einer Studie von Diana Russel wurden z.B 60% der vergewaltigten Frauen, bereits im Kindesalter vom Vater oder anderen nahestehenden Personen missbraucht. Das Risiko wiederholt missbraucht zu werden, steigt bei bereits misshandelten Frauen (oder auch Männern, obwohl diese auch oft, nicht alle!, eher mit Aggression nach Außen reagieren) um mehr als das Doppelte!

Wir kennen diese (gefährlichen) Situationen ja bereits. Sie sind uns bekannt. Wir haben nie gelernt, dass wir auch Grenzen haben dürfen. Es existiert so gut wie kein Selbstschutz. Nein sagen? Du sagst nicht Nein als Kind! Das darfst du dir gar nicht erlauben. Dein physisches und psychisches Überleben hängt davon ab, zu gehorchen. Mitzuspielen.

Was können wir also heute tun? Wie das verändern?

Wir können es uns bewusst machen. Unsere Verhaltensweisen und Muster durchschauen. Sie erkenn- und erlebbar machen.

Je weniger uns etwas in uns bewusst ist, desto eher wird es auf die äußere Umgebung, auf Situationen und Personen übertragen. Wir können unsere Muster nicht verändern, wenn wir nicht wissen, warum sie so sind, wie sie sind.

,,Es ist, als würden wir versuchen uns von unserem eigenen Schatten zu lösen, indem wir immerzu nach vorn springen.“

So wahr und so treffend, dieses Zitat. Erst wenn uns unser Verhalten bewusst wird und es nicht mehr nur wie ein Automatismus im Hintergrund abläuft, können wir beginnen neue Strukturen aufzubauen.

Das Verstehen dieser Strukturen löst nicht unser Problem jetzt, sofort und auf der Stelle. Das ist, nach dem Erkennen, ein langer Weg. Aber nur wenn wir sie eben erstmal verstehen können, können wir auch sehen, welcher Schmerz, welches Thema dahinter liegt. Welcher Schmerz aufgelöst werden möchte. Dadurch erforschen wir auch unsere eigenen Grenzen näher und lernen sie so, langsam, auch für uns zu vertreten. Das Erkennen unserer eigenen Innenwelt hilft uns also, neue Muster aufzubauen und selbst-bewusster zu handeln. Nicht mehr nur Opfer zu sein.

Helfergewalt (+Seelennetzwerk)

Niklas vom Seelennetzwerk ( ⬅ schaut unbedingt mal vorbei!) und ich hatten letztens einen kleinen Plausch und da ich das Thema Helfergewalt unbedingt hier einmal mit aufgreifen wollte, habe ich ihn mal ein bisschen ausgequetscht, wie das bei ihm so war.

Im Prinzip bin ich ja sehr froh, dass wir in der heutigen Zeit leben. Noch vor 2 Jahrzehnten war die Therapie im Bereich Trauma … nun, wie drücke ich es nett aus 🤔 … etwas zurückgeblieben. Und gehen wir noch einmal ein paar Jahrzehnte zurück, dann gelangen wir bei Geschichten an, wie die meines Opa´s, wo schwer depressive Menschen mit Elektroschocks behandelt und in 10-Bett Zimmer gesteckt wurden. In der heutigen Zeit hat sich vieles zum positiven gewandelt und das Bewusstsein für die (empfindliche) Psyche wächst immer mehr.

Dennoch, und hier kommen wir beim berüchtigten Aber an, gestaltet sich die Hilfesuche für psychisch labile Menschen noch immer als sehr schwierig. Meiner Meinung nach sollte man starke Nerven besitzen, ist man auf der Suche nach Hilfe. Etwas widersprüchlich, ich weiß…

Was ist Helfergewalt?

Unter Helfergewalt definiere ich psychische (in manchen Fällen auch physische) Gewalt von eigentlich helfenden Kräften, gegenüber ihren hilfesuchenden Patienten. Das muss nicht immer mit einer Böswilligkeit oder narzisstischen Verhalten begründet werden, sondern kann auch oft an der Einstellung, dem Wissenstand, der Überfoderung etc. der Behandler liegen. Wie es z.B zu einer Falschdiagnose und demnach einer Falschbehandlung kommen kann, habe ich Hier schon einmal näher beschrieben.

Es soll hier demnach auch nicht pauschal um Vorwürfe gegen Behandler gehen, sondern nur einmal die Sicht und Erfahrungen der Betroffenen wider gespiegelt werden. Denn wenn wir nicht darüber sprechen, kann sich ja auch schlecht etwas ändern, oder?

Der Weg zum Arzt

,,Gut irgendwas ist bei mir anders. Mir gehts nicht so gut, ich such mir mal besser Hilfe.“

Let the drama begin 😂.

Meistens gibts vom Hausarzt erstmal eine Überweisung zum Psychiater, sobald man schildert, dass man das Leben vllt ein bisschen doof findet. Gut. Beim Psychiater angelangt, gibts meist recht schnell Tabletten. Ja Tabletten, die sind das Allheilmittel. Früher, glaube ich, waren Ärzte mal dafür da, die Ursache der Erkrankung zu finden und sich darum zu kümmern. Heute haben wir dafür ganz viele Pharmaverträge. Es wird nicht mehr nach der Ursache geschaut, sondern nur, wie man die Symptome der Ursache wegbekommt. Für jedes Wehwechen gibt’s ein Pillchen. Eine sehr produktive (*hust*profitable*hust) Sache🤞. Und manche Ärzte kennen gar nichts anderes mehr, als ihren Rezeptzettel, so scheint es mir. Ja, manchmal befürchte ich, die Menschheit degeneriert langsam, aber gut. Ich schweife schon wieder ab, ne?

Wo waren wir? Achja, Kompetenz ins Weiß.

Ich erhielt damals sofort Tabletten gegen die Depression, gegen Schlafstörungen, gegen Panikattacken und die Suizidalität sollte auch gebessert werden.

Jaaa, so wirklich klappte das nur nicht. Die meisten Tabletten schlugen nicht an, also so gar nicht und an meinem Zustand veränderte sich nix. Im Gegenteil ging es mir immer schlechter, was mich dann in eine Klinik führte. Ungefähr 3 Jahre später gelangte ich bei einem anderen Psychiater an. Ich schilderte ihm kurz die Symptomatik. Ich erzählte ihm von der Retraumatisierung durch sex. Gewalt und anderen Vorkommnissen, sagte aber auch klar und deutlich das ich keine Medikamente mehr möchte (warum beschrieb ich schon mal Hier). Er schrieb mich für 4 Wochen krank und meinte beim nächsten Termin, dass die Behandlung nun auch abgeschlossen wäre.

Ehrlich, ich saß da, mit dem Mund offen und wusste erstmal nicht, was ich antworten sollte. Ich fragte ob er meine Unterlagen von meiner ehemaligen Psychiaterin angefordert und angesehen hätte und was er damit meine. Er: Ja nö, hat er noch nicht, aber das wären ja auch mehr zwischenmenschliche Probleme bei mir und da könne er nix machen. Dafür wäre er ja auch nicht zuständig … Ähm … ja. 👍. Erst viel später checkte ich, dass dieser „Rauswurf“ daran lag, weil ich die Einnahme von Medikamenten ablehnte. No profit 🤷‍♀️

Das Seelennetzwerk in der Kur

Nun kommt mein Lieblingsthema: Die Kliniken.

Wie schon erwähnt, bekommst du nach suizidalen Gedanken oft recht schnell Antidepressiva verschrieben und die sind für viele Menschen bestimmt eine tolle Sache, solange die Einnahme (höchstens) begleitend neben einer Therapie her stattfindet. Die Geschichte des lieben Niklas zeigt das ganze Dilemma, der modernen Medizin, jedoch noch einmal mehr als eindrücklich. Auch Niklas erhielt sehr schnell und vor allem in sehr jungen Jahren bereits, eine gute, regelmäßige Dosis Happiness pills.

Nach einer, über Jahren, schon recht ausgeprägten Abhängigkeit, setzte er die Medikamente selbstständig nach und nach ab. Ich persönlich finde selbstständiges Denken eine unheimlich wertvolle Sache, dazu zählt in meinen Augen auch zu erkennen was einem gut tut, was man will und was nicht. Nun ging es nach einigen Jahren weiter in eine Kur.

Ja, Kur. Das hört sich so wundervoll erholsam an.

Komplett freiwillig und auf der Basis, dass man selbst tatsächlich auch berücksichtigt und ernstgenommen wird, auf jeden Fall. Der Hinweis seinerseits, dass man die Medikamente bei ihm besser weglässt, wurde allerdings strikt ignoriert. Es gab die volle Dosis und Niklas war am Ende eigentlich einfach nur wieder voll drauf. Mir wurde mal am Anfang der Therapie gesagt, dass eine Therapie nicht möglich wäre, solange der Patient von einer Substanz abhängig ist. Körperlich oder/und psychisch. Ich lass das mal so stehen, ne?

Rollen wir das Ganze mal von hinten auf

Auch bei akuter Suizidalität oder schweren, depressiven Phasen gestaltet sich eine Therapie oft schwierig, weshalb verschiedene Medikamente gerne zur Unterstützung gereicht werden. Das ist tatsächlich meist der normale Ablauf und auch nicht pauschal verwerflich.

Was sich hier aber abgespielt hat, ist etwas, was mir immer wieder in solchen Behandlungskontexten auffällt. Die Meinung und Gedanken des Patienten werden schlicht übergangen und gar nicht erst ernst genommen. Immer wieder kommt es zu Fällen, wo die Selbsteinschätzung, die Bedürfnisse oder sogar ganze bestehende Diagnosen völlig ignoriert und untergraben werden. Und das geht gar nicht. Gerade Traumabetroffene erlebten dieses Muster in ihrer Vergangenheit immer wieder und so kann erneutes, ähnliches Verhalten von eigentlichen Autoritätspersonen fast unmöglich zu einer Besserung beitragen.

Mir wurde z.B mal wortwörtlich vom einem Arzt gesagt, dass er der Profi wäre und ich doch die bin, die Hilfe will. Nach dem Motto: Friss oder stirb. Ich versuchte dem Arzt damals nämlich zu erklären, dass ich keine Beschäftigungstherapien brauche, da ich bereits eine Struktur im Alltag habe und dringend eher Gespräche u.ä Therapien benötige, da ich Vogelhäuschen auch zuhause bauen könne.

Die Klinik – Eine Massenabfertigung

Die Kur, welche Niklas besuchte, war breit aufgestellt. So wurden dort sowohl Depressive, wie aber auch Drogensüchtige, Fettleibige, Sexsüchtige usw. behandelt und zusammen in Gruppentherapien gesteckt. Auch das ist leider ein Muster, welches sich durch die meisten psychosomatischen Kliniken zieht.

Ich glaube, es ist sehr wertvoll, sich mit Menschen auszutauschen denen es ähnlich wie einem selbst geht. Man fühlt sich verstanden und nicht mehr ganz so alleine auf dieser Welt. Viele psychisch kranke Menschen auf einem Haufen, welche sich höchstwahrscheinlich fast alle gerade in einer Krise befinden, können aber nun mal auch genau das Gegenteil auslösen. Vor allem wenn viele unterschiedliche Erkrankungen zusammenkommen.

Ein Mensch mit einem sex. Trauma wird es sehr schwer haben, gemeinsam mit Sexsüchtigen in einem Raum zu sitzen. Ebenso ist eine Psychose etwas komplett anderes als eine Dis/pDis. Eigentlich erkennt diese Diskrepanz ein Blinder, zumindest ein blinder mit Empathie und Verstand 🤷‍♀️.

Manchmal frage ich mich wirklich wo und wann und ob überhaupt es um die echte Gesundheit des Einzelnen geht oder rein nur darum, uns wieder funktionstüchtig für den beruflichen und sozialen Alltag zu machen. Viele Traumapatienten sind aber bereits in der Lage, im normalen Alltag zu funktionieren. Das ist ja das Prinzip: Das Trauma abzuspalten, um normal weiter zu „leben“. Aber das ist kein echtes Leben, sondern du läufst nur wie ein Roboter, nicht mehr. Aber wir wollen doch mehr sein. Wir wollen doch nicht nur wieder oberflächlich laufen, sondern irgendwann auch einmal aus unserem tiefsten Herzen glücklich sein können.

Therapiegespräche

Niklas erzählte von einer 1/2 h Einzel- wie Gruppentherapie pro Woche. Gehen wir von 6 Wochen durchschnittlicher Behandlungszeit aus, dann wären das genau 3h Einzelgespräch insgesamt, während des ganzen Aufenthaltes. Mir ist es zwar ein Rätsel wie das jemanden großartig weiterhelfen kann, aber gut. Ich bin ja auch nicht der Profi, oder wie war das? 😂

Die Gruppentherapien wiederum drehten sich hautsächlich um Geschehnisse während des Kuraufenthaltes. Der Sinn dahinter soll sein, meistens zumindest, dass im Kliniksetting der Mitpatienten die gleichen Verhaltensweisen, wie außerhalb der Klinik auftreten, diese aber während des Aufenthalts besser und direkt besprochen werden können.

An sich ne tolle Sache, ist aber (30min/wl.) neben ein bisschen malen, basteln, Sport machen und dumm in die Gegend gucken, einfach nicht ausreichend.

Ich persönlich kann von keinem Klinikaufenthalt berichten, wovon ich behaupten könnte danach hätte sich zumindest um 0,05% etwas gebessert. Es gibt gute Kliniken. Auf jeden Fall! Nur gehören sie eben leider nicht zum Regelfall.

Das Verhalten des Personals

Es gab mal eine Situation, vor vielen Jahren, wo ich wegen einer Überdosis Medikamente (man kann sich ja vll denken, warum manche sowas machen) in einer Klinik landete. Ich verweigerte, trotz Medikamentendelir, jegliche körperliche Untersuchung und mein Ex-Freund berichtete den Ärzten über Stimmen, die ich höre. Während des Delirs bildete ich mir ein, ich wäre im Zimmer eingesperrt und mein Ex-Freund, der da war, wäre ein Vergewaltiger. Meiner Meinung nach, müsste selbst einen Laien auffallen, dass da mit mir etwas nicht stimmte.

Dennoch wurde ich vom Arzt sehr abweisend und mehr wie ein Junkie (obwohl ich zu dieser Zeit nichts in dieser Richtung nahm) behandelt und auch die Pfleger waren damals mega ekelhaft. Ich erinnere mich an eine Szene, wo ich aus dem Zimmer rannte und Panik hatte, mein Ex wäre jemand und würde gleich … mit mir anstellen und sie lachten. Sie lachten einfach. Ich rannte in ihre Arme und sie lachten einfach.

Ein anderes Mal wurde mir in einer Klinik deutlich gemacht das der Arzt jetzt Feierabend habe und sich nicht um meine „Befindlichkeiten“ (welche ein ausgewachsener Nervenzusammenbruch waren) kümmern kann. ,,Der hat ja auch noch besseres vor“ – Ich verbrachte dann stundenlang draußen und überlegte ob ich mich nun endlich vor den Bus werfe oder nicht. Als ich endlich wieder zurück ging, wurde ich von der Schwester rund gemacht, weil ich ja nicht einfach gehen dürfe 👍.

Mein Fazit

Wer zu Ärzten gelangt, welche wiederholt nicht zuhören (und vll sogar noch das Gegenteil von eurem Gesagten reininterpretieren), wer euch nur mit Medikamente zupumpt, ohne mehr tun zu wollen oder euch Alternativen anzubieten, der wird euch auch keine Hilfe sein.

Die Suche nach Hilfe kann sehr schwierig sein, ich weiß. Und mir zumindest gehts so, dass ich dann gerne dazu neige, das erstbeste zu nehmen. Aber ich habe festgestellt, dass dich das kein Stück weiter bringen wird. Am Ende sind es die eigenen Selbstheilungskräfte die aktiv werden müssen und wir können nur jemand finden, der uns darin unterstützt, diese wieder zu aktivieren.

Wenn ihr an Menschen gelangt, die euch ihre eigene Meinung aufdrücken wollen, die ignorieren was ihr selbst sagt und wollt, dann seid ihr einfach an der falschen Adresse. Diese Leute mögen bei anderen und vll auf einem bestimmten Gebiet sehr gut sein, aber euch werden sie einfach nicht helfen können.

Eine richtige Therapie (und der Weg zur Heilung) beruht auf gegenseitigen Vertrauen, auf Empathie, auf Verständnis und Zuhören. Alles andere wird nur das Gegenteil zur Folge haben. Ich weiß der Weg ist lang, bis man jemand findet, der einem zuhört und versteht, aber jeder andere wird nur noch mehr Unruhe und Chaos in euch auslösen.

Mind Control

Mind Control heißt übersetzt Gedankenkontrolle, d.h nicht du steuerst oder entscheidest über deine Gedanken, Wünsche, Gefühle und Handlungen, sondern jemand anderes. Wie genau das angestellt wird und aus welchen Gründen, schauen wir uns heute einmal näher an.

Wer verwendet Mind Control?

Mind Control (MC) wird von unterschiedlichsten Tätern und Gruppen/Gruppierungen verwendet.

Im Prinzip war jeder dissoziative Mensch in irgendeiner Form einmal einer Art von Gedankenkontrolle ausgesetzt. Wenn der Vater z.B immer wieder gesagt hat, dass man niemand erzählen darf was passiert ist, dass sonst die Familie auseinanderbricht, Papa ins Gefängnis kommt usw., dann war auch das in einer bestimmten Form Gedankenkontrolle. Die Kinder wurden dazu konditioniert, dass sie niemand etwas sagen dürfen, selbst wenn sie es wollen. Es kann dabei (bei der inneren Aufspaltung) dazu kommen, dass innere Bestrafer entstehen, die dieses Schweigegebot versuchen umzusetzen. Dies ist jedoch unfreiwillig angewandtes MC (kein Mind Control im Sinne organisierter Gewalt) .

Gezieltes, traumabasiertes Mind Control wiederum wird von verschiedenen Gruppen ausgeübt. Das können satanisch/luziferianische Gruppen sein, welche Satan/Lucifer anbeten. Aber auch christliche Gruppen sind möglich. Gruppen die eine ägyptische Gottheit (z.B Isis) in den Mittelpunkt stellen, usw. Bei all diesen ,,religiös“ geprägten Gruppen spricht man auch von ritueller Gewalt.

Aber es gibt auch Gruppen die z.B Hitler in ihr Zentrum stellen, rassistische weitere Gruppen wie den Ku Klux Klan (die ebenfalls die weiße Vorherrschaft im Mittelpunkt haben), aber auch politische und militärische Gruppen gibt es (für Spionage, politische Attentate usw.).

Auch solche, die keiner dieser Ideologien folgen, sind möglich. Darunter fallen dann z.B auch Gruppen, denen es hauptsächlich „nur“ um (Kinder)Pornografie und (Kinder)Prostitution geht.

Warum wird Mind Control eingesetzt?

Ich habs eben schon angeschnitten: Prostitution, Pornografie, Drogenschmuggel, politische Spionage (wie z.B während des kalten Krieges), politische Attentate, usw. sind Gründe dafür.

Der Kernpunkt all dessen ist die gezielte Persönlichkeitsaufspaltung. Es werden innere Persönlichkeiten erschaffen, die auf die Ausübung der ihnen gegebenen Aufträge/Befehle konditioniert werden. Diese Innenpersönlichkeiten sind abgespalten von der Person, die im normalen Alltag anwesend ist, weshalb sich diese dann auch nicht an die Ausführung dieser Taten erinnern kann.

Dies ist ein Grund, warum Mind Control hauptsächlich bereits im sehr frühen Kindheitsalter beginnt. Erwachsene Menschen können zwar ebenfalls MC ausgesetzt und dadurch programmiert/beeinflusst werden, jedoch ist keine Persönlichkeitsspaltung (und dadurch auch keine solch feste Programmierung) möglich.

Nehmen wir den Bereich der politischen Spionage z.B einmal. Im Kalten Krieg wurden gezielt solche Spione erschaffen, die sich im Fall einer Festnahme nicht erinnern konnten, weshalb sie überhaupt in diesem Land sind und was ihr Ziel ist. Wer nicht weiß was er tut (weil eben eine andere Innenperson aktiv war), der kann auch niemand davon erzählen. Nicht einmal unter Folter. Was heißt, dass die Auftragsgeber unentdeckt agieren können.

Wenn Kinder z.B zur Kinderprostitution/-pornografie eingesetzt werden sollen, ist es sinnvoll, wenn diese Ausübung eine der Innenpersonen übernimmt. Kinder erleiden während dieser Taten schreckliche Schmerzen. Oft haben sie viele Kunden hintereinander, welche teilweise furchtbare Bedürfnisse/Wünsche haben. Dennoch müssen die Kinder am nächsten Tag wieder in die Schule gehen. Sie müssen für die Außenwelt funktionieren und nichts darf auffallen. Und das setzt man eben am besten um, indem man die Kinder aufspaltet.

Die Kinder (Alltagspersönlichkeiten) können so ganz „normal“ im Alltag agieren und wissen nichts von der Parallelwelt, in der sie nebenher leben und was sie (bzw. ihre Innenpersonen) dort tun müssen. Weder bei Verwandten, noch in der Schule können sie darüber also berichten (außer eine Innenperson wechselt aus Versehen raus und verplappert sich).

Weitere Gründe

  • Täter geilt es auf, die Macht über Leben und Tod zu haben
  • Sie haben Lust an der sadistischen Folter/dem Quälen der Kinder
  • Geld verdienen hatten wir schon (siehe Prostitution, Drogenschmuggel, usw.)
  • Die Täter wollen absolute Hörigkeit, Gehorsam und Loyalität der Opfer ihnen gegenüber herstellen
  • Sie wollen alles tun können, was sie wollen und damit ungestraft durchkommen

Alles Sachen, die man sich bei Menschen so gaaaaar nicht vorstellen kann, oder 😉? Dann kann das ja nur eine Verschwörungstheorie sein, ne?

Wie funktioniert Mind Control?

Traumabasiertes Mind Control ist eine Form der Gehirnwäsche, welche durch eine Kombination aus hypnotischer Suggestion, Drogen , Folter, Verwirrung, Bedrohungen und maligner Double-Binds (bösartige widersprüchliche Botschaften/Aufträge – d.h du hast nur die Wahl zwischen etwas was dir sehr schadet und etwas anderen, das dir schadet), umgesetzt wird.

Beispiel (Triggerwarnung!)

Kleine Kinder (zwischen 3-5 Jahren) werden unter Drogen gesetzt, sodass sie stark berauscht sind. Man inszeniert eine Bühnenshow, die das Kind glauben lässt es wäre z.B in der Hölle. Feuer projiziert man auf eine Leinwand, Rauch kann durch Trockeneis gestellt werden. Marionetten oder kostümierte Kultmitglieder stellen Dämonen dar, usw. Nun werden die Kinder vergewaltigt und gefoltert, solange bis neue Innenpersonen entstehen. Die Kinder werden danach selbst kostümiert, geschminkt und zurecht gemacht. Die neu entstandenen Innenpersonen werden nun vor einen Spiegel gestellt und ihnen wird gezeigt/gesagt, sie seien selbst Dämonen, Teufel, ect.

Auch eine Aufgabe wird ihnen zugeteilt. Erfüllen sie diese nicht, foltern und vergewaltigen die Täter sie solange oder fügen von ihnen geliebten Wesen Schaden zu, bis eine Zuwiderhandlung nicht mehr in Frage kommt . All das festigt die Konditionierung, auf die Ausführung der ihnen gegebenen Aufgaben.

Innere Täter erschaffen

Kultmitglieder legen sehr viel Wert darauf, dass die Opfer dazu erzogen werden selbst Gewalt auszuüben. Zum einen soll dadurch das Schweigegebot aufrecht erhalten werden (,,Wenn du zur Polizei gehst, sagen/zeigen wir denen was DU gemacht hast, dann kommst du ins Gefängnis, wo man dir noch mehr Gewalt antun wird.“). Die Kinder, und später Erwachsenen, sollen das Gefühl haben selbst böse und schuldig zu sein und dadurch glauben, dass sie nur für den Kult gut genug wären und nur dieser sie akzeptiere.

Des weiteren sollen sie aber vor allem die erfahrene Gewalt später auch an die nächste Generation weitergeben. Viele werden selbst zu Programmierern programmiert.

Kinder werden dazu gezwungen andere Kinder, Haustiere, usw. zu töten. Sollte sie sich weigern, werden sie solange vergewaltigt, gefoltert und gequält bis eine entsprechende Innenperson entstanden ist, die diesen Auftrag ausführt. Die Kinder haben also keine Wahl. Man macht sie zu Tätern. Sie wollen keine Täter sein!

Manchmal lässt man ihnen auch die ,,Wahl“, zwischen selbst gefoltert werden oder andere zu foltern.

Gehorsam und Loyalität

Gehorsam wird durch militärischen Drill antrainiert. Bei jeglichen Regelverstoß folgen schwere Strafen (so auch beim zufälligen rauswechseln, was nicht erwünscht ist). Ebenfalls müssen die Kinder dabei aufpassen, wie andere ,,Verräter“ (oft sind das vorgetäuschte Verräter, nur um die Kinder abzuschrecken) gefoltert oder sogar getötet werden. Ihnen wird gesagt, sollten sie jemals etwas verraten oder sich gegen den Kult stellen, wird man sie, ihre Freunde oder Familie foltern und töten.

Weiter werden Innenpersonen erschaffen, die als Berichterstatter fungieren sollen. Diese halten die Täter stets auf dem Laufenden, über alles was die Alltagsperson macht. Therapie, mögliche Regelverstöße (wie z.B sich erinnern, reden über den Kult,…) usw.

Diesen Innenpersonen wurde dazu früher eingeredet, dass die Täter sowieso alles wüssten was geschieht und sie mit schweren Strafen rechnen müssten, sollten sie nicht ihren Job machen. Den Kindern wird dazu eingeredet, dass die Täter z.B immer ihre Gedanken kennen würden, das ihnen Sonden ins Gehirn eingepflanzt wurden, die die Täter alles wissen lassen. Das die Täter überall wären und alles sehen und hören würden. Aus Angst vor der Strafe, wenn sie nicht berichten, halten diese Innenpersonen die Täter also regelmäßig auf dem Laufenden. Das Gleiche gilt für Innenpersonen, die dafür sorgen das der Körper regelmäßig an Ritualen teilnimmt, etc. Diese Innenpersonen sind also nicht böse! Sie tun alles um den Körper vor dem drohenden Tod zu bewahren! Zudem trainiert man sie auf bestimmte Ideologien. Was sollst du anderes glauben, wenn du von Anfang an diesen Ideologien ausgesetzt warst?

Formen der Gewalt (Triggerwarnung!)

1. Sexueller Missbrauch und physiche, wie psychische Folter

2. Einsperren in Kisten, Käfigen, Särgen usw. oder lebendiges Beerdigen (häufig mit einer Öffnung oder einem Luftschlauch für Sauerstoff)

3. Fesseln mit Seilen, Ketten, usw.

4. Fast ertrinken lassen

5. Extreme Hitze und Kälte, einschließlich Eintauchen in Eiswasser

6. Häuten (bei überlebenden Opfern werden nur die obersten Hautschichten entfernt)

7. Blendendes Licht

8. Elektroschocks

9. Erzwungene Einnahme von anstößigen Körperflüssigkeiten und Stoffen wie Blut, Urin, Kot, Fleisch usw. (=Ekeltraining)

10. In schmerzhaften Positionen oder kopfüber aufgehängt werden

11. Hunger und Durst

12. Schlafentzug

13. Kompression mit Gewichten und Geräten

14. Sinnesentzug (einsperren im dunklen Keller, ohne Geräusche usw. z.B)

15. Medikamente, die Illusionen, Verwirrung und Amnesie hervorrufen, oft durch Injektion oder intravenös verabreicht

16. Verschlucken oder intravenöse toxische Chemikalien, um Schmerzen oder Krankheiten zu verursachen, einschließlich Chemotherapeutika (selektive Zerstörung von Körperzellen)

17. Gliedmaßen werden gezogen oder ausgerenkt

18. Anwendung von Schlangen, Spinnen, Maden, Ratten und anderen Tieren, um Angst und Ekel hervorzurufen

19. Nahtoderfahrungen; häufig Erstickung durch Erwürgen oder Ertrinken mit sofortiger Wiederbelebung

20. Zwang zu Missbrauch, Folter und Opferungen von Menschen und Tieren, normalerweise mit Messern, durchzuführen oder mitzuerleben

21. Zwangsbeteiligung an Kinderpornografie und Prostitution

22. Vergewaltigungen, um schwanger zu werden; Der Fötus wird dann für rituelle Zwecke früher (aber schon allein überlebensfähig) herausgeholt und später geopfert oder sexuell versklavt

23. Spiritueller Missbrauch, um das Opfer dazu zu bringen, sich von Geistern oder Dämonen besessen, belästigt und intern kontrolliert zu fühlen

24. Entweihung und Pervertierung jüdisch-christlicher Überzeugungen und Formen der Anbetung; Widmung an Satan oder andere Gottheiten

25. Missbrauch und Illusion, um die Opfer davon zu überzeugen, dass Gott böse ist, wie zum Beispiel ein Kind davon zu überzeugen, dass Gott es vergewaltigt hat

26. Chirurgische Eingriffe zum Foltern, Experimentieren oder verändern der Wahrnehmung; glauben machen physische oder spirituelle Bomben, Implantaten, usw. wären eingepflanzt worden

27. Schaden oder Androhung von Schaden für Familie, Freunde, Angehörige, Haustiere und andere Opfer, um die Einhaltung der Vorschriften zu erzwingen

28. Nutzung von Illusion und virtueller Realität, um nicht glaubwürdige Offenlegung zu schaffen (z.B werden Alienentführungen und Folter, Experimentieren, Vergewaltigungen durch Aliens vorgetäuscht, sodass, tauchen diese Erinnerungen später auf, den Opfern nicht mehr geglaubt wird und sie für verrückt gehalten werden)

Diskriminierung – Teil 1

Ich setz hier direkt eine Triggerwarnung! Das wird von meiner Seite aus ein Rundumschlag, was heißt das ich hier weder homophoben Spinnern noch Hardcore-Feministen ect. Honig ums Maul schmieren werde.

Langsam frage ich mich nämlich wirklich, ob die eigentlich allesamt ihre Heuchelei überhaupt noch checken und genau darüber reden wir hier heute auch. Ich spreche hier keine ganzen Gruppen an, sondern nur die Radikalen und wenn du dir den Schuh anziehen willst, dann ist das deine Entscheidung. Wenn ihr in diesem Thema irgendwie vorbelastet seid, dann passt bitte gut auf euch auf.

Was ist Diskriminierung?

In meinen Augen fängt Diskriminierung dort an, wo ich jemand aufgrund einer Tatsache ausschließe, beleidige und in seinem Wesen als Mensch abwerte, für die er nichts kann.

Wenn jemand extrem aggressiv ist, sich dreckig verhält und einfach asozial ist, dann darf ich denjenigen aufgrund seines Verhaltens Scheiße finden. Ich kann sagen, aufgrund seines Verhaltens, halte ich ihn für keinen guten Menschen, mit welchem ich auch nichts zu tun haben will. Das ist mein Recht, mir das nicht zu geben, da er sich für dieses Verhalten bewusst entschieden hat. Und jetzt komm mir keiner mit Kindheit bla bla bla. Wie wir uns anderen gegenüber verhalten entscheiden WIR, spätestens sobald wir erwachsen sind.

Wenn ich aber das gleiche behaupte, nicht aufgrund seines Verhaltens, sondern weil derjenige schwarz, weiß, männlich, weiblich, christlich, muslimisch, klein, dick oder what ever ist, dann werte ich ihn für etwas ab, wofür er nicht mal etwas kann. Gleichzeitig werte ich mich dadurch auf für etwas, wofür ich ebenfalls nichts kann. Warum soll ich mich als Weißer besser fühlen als ein Schwarzer? Ich kann doch nix dafür das ich weiß bin, dafür habe ich nichts geleistet und genauso umgedreht.

Dick, dünn, groß, klein, ….

Und nun kommt dann oft dieses tolle Argument: ,,Ja aber ein Dicker kann doch was dafür, wie er aussieht

Also erstens Mal, kann er das nicht immer. Nicht jeder übergewichtige Mensch frisst rund um die Uhr und die, die es vll tun, werden wohl auch ihre Gründe haben. Psychische Probleme können durch vieles kompensiert werden, u.a eben auch durch essen. Und selbst wenn derjenige sich dick und fett und kugelrund gefressen hat, ohne irgendeine Vorbelastung zu haben. Einfach nur so, weil es ihm gefällt:

Schadet es dir, wenn derjenige dick ist? Ist das sowas wie ein ansteckender Virus und wir werden jetzt auch alle dick, nur weil derjenige es ist? Erleidest du irgendwelchen Schaden durch das Aussehen anderer Menschen? Was geht dich deren Äußeres an? Mit welchem Recht darfst über sie urteilen?

Und das ist für mich der 2. Punkt bzgl Diskriminierung: Wenn dir oder anderen, jemand nicht aktiv schadet, mit einer willentlich ausgeführten Tat, dann geht es dich einfach einen Scheiß an was der macht und was nicht. Punkt.

Was ich trotzdem darf

Und trotzdem☝ darf ich dicke oder dünne oder krumme Menschen unattraktiv finden. Wenn ich keinen Partner von 120 kg möchte, möchte ich das nicht. Und wenn jemand nicht auf schlanke Menschen steht oder Blondinen oder Brünette oder sonst was, dann tut er das eben nicht. Das darf man! Nur hört auf, das direkt als Diskriminierung abzustempeln. Also mal ohne Scheiß, ich würde nicht wollen, dass mich jemand nimmt, obwohl ich ihm so null gefalle, nur damit ich mich nicht diskriminiert fühle. Das würde genau das Gegenteil in mir auslösen.

Und ich darf auch jemand anderes in meinen Gedanken bewerten. Solange wir uns selbst bewerten, bekommen wir das bei anderen sowieso nicht ausgeschaltet. Ich darf den Kleidungsstil oder das Aussehen eines Menschen komisch finden. Wenn mich jemand so sehr stört, dass ich mich gedanklich über ihn aufregen muss, dann ist das aber mein Problem. Ich habe da etwas, was mich stört. Was geht denjenigen das an? Ist mir oder dem geholfen, wenn ich ihm meine ungefragte Meinung vor den Latz knalle? Soll derjenige sich jetzt ändern oder sich schlecht fühlen, nur weil MICH etwas stört? Hört auf ständig eure eigene Meinung und Bedürfnisse, über die eines anderen zu stellen!

Die Hautfarbe

Wie kann man denn jemanden aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft als intelligenter, dümmer, besser, schlechter usw. bewerten? Kann mir diesen Sinn bitte mal jemand erklären? ,,Oh year, ich bin Weiß und in meinen Adern fließt arisches Blut und deshalb bin ich viel besser als du“ – Wisst ihr eigentlich woher die Arier kamen? Ist euch bewusst das sich das arische Volk vom hohen Norden, über die slawischen Länder, bis weit rein ins persische Reich zog? Ihr wisst schon, diese „dreckig aussehenden Terroristen„. Die Iraner, Afghanen ect – Ja, die gehören alle zu den Ariern. Tut mir leid, da hat euch der kleine, schwarzhaarige, krumme Adilein wohl belogen über die großen, blonde Herrenrasse 🤷‍♀️ Ups, Weltbild zerstört, ich weiß 🤷‍♀️.

Aber wir wissen, dass Rassismus schon viel, viel länger existiert hat. Im Laufe der menschlichen Geschichte wurden (und werden) immer wieder Völker ausgerottet, weil sich ein anderes Volk einfach über sie erhob. ,,Nänä, wir sind besser als du. Ätschibätsch!“ – Dieses Verhalten finden wir überall. Schaut doch mal in die Schulklassen rein. Wer eine Klasse findet, in der es nicht mindestens ein Mobbingopfer gibt oder gab, der bekommt ein Eis von mir spendiert. Und warum passiert das? Weil sich Menschen zusammenrotten und sich gegen einen Einzelnen oder eine Gruppe verschwören. Damit erheben sie sich und fühlen sich besser. Ständig suchen sich Menschen einen gemeinsamen Feind. In einer Schulklasse führt das schweren, psychischen Schäden des Einzelnen, auf der globalen Ebene wiederum eben zu Krieg und Vernichtung.

Rassismus gegen Weiße gibt es nicht

,,Du bist so ein richtiger Alman“ – ,,White Cracker“ – oder ich sehe Videos wo sich Schwarze weiß anmalen, eine Lederhose überziehen und weiße Menschen nachäffen, um zu zeigen wie schrecklich oder lächerlich diese sind. Also das ist okay? Sehe ich das richtig? Umgedreht wäre es aber Rassismus gegen Schwarze, stimmts? Ich kannte damals jemanden der seine gesamte Mittelschulzeit gemobbt wurde. Warum? Weil er der einzige Deutsche, noch dazu noch mit blonden Haaren, in seiner Klasse war. DAS ist also kein Rassismus? DAS ist okay? Riecht ihr eure Doppelmoral eigentlich selbst?

Was richtig ist, ist das die meisten Völkermorde (aber bei weiten nicht alle☝ ) von Weißen begangen wurden. Europäer, welche vom Ego gesteuert wurden und werden, haben immer wieder schlimme Taten begangen, vor allem gegenüber Völkern die mit der Natur im Einklang lebten. Es geht bei diesem Mist stets um solchen Dreck wie Macht, Ressourcen und Sklaverei. Das ist Ego gesteuertes Verhalten und hat nichts mit der Farbe weiß, schwarz oder grün zu tun!

Im Umkehrschluss dürfen deshalb jetzt nämlich alle Weißen diskriminiert werden und sollen sich schämen, einfach nur weil sie weiß sind? Egal ob sie etwas gemacht haben oder nicht? Wenn ihr so denkt, dann müsstet ihr doch mit Afd-Wählern komplett konform gehen. Die meisten haben nämlich Angst vor allen Ausländern, weil einige davon schlimme Straftaten begehen, u.a Vergewaltigungen (und das sind eben keine Einzelfälle mehr).

Diskriminierung und Gewalt wird von Arschl*chern ausgeübt und die sind überall! In jeder Rasse, in jeder Bevölkerungsschicht, in jedem Land. Hört auf von wenigen auf alle zu schließen, denn dann seid ihr keinen Deut besser!

Wenn dich was triggert….

Dann sag das. Wenn dich ein Wort, eine Wortlaut oder ein Satz triggert, dann darfst du mir das sagen und das gehört sich dann respektiert. Und wer das nicht respektiert, den kannst du getrost in die Wüste schicken. Aber hör auf mir wegen eines ganz normalen Satzes oder einer neutralen Handlung, Rassismus unterstellen zu wollen.

Wenn bei dir etwas so ankommt, kommuniziere das und man kann es aus der Welt schaffen. Man kann doch aber nicht durch die Weltgeschichte ziehen und anderen, wegen jedem persönlichen Trigger den man hat, pauschal Rassismus unterstellen und diejenigen für die eigene Paranoia, zu Kreuze kriechen lassen. Stellt euch mal vor, ich würde das mit jedem Trigger tun, den ich habe. Es gibt völlig neutrale Sätze die mich tagelang aus der Bahn werfen können. Es kann sein, dass jemand so etwas absichtlich gesagt oder getan hat. Aber das erfahre ich nur, wenn ich mit demjenigen darüber spreche. Ich kann und darf ihm diese Böswilligkeit nicht einfach unterstellen.

Sollen sich jetzt pauschal 83 Millionen in Deutschland lebende Menschen an meine Trigger anpassen? Laufen wir jetzt alle nur noch auf rohen Eierschalen, damit ich mich nicht mit meinen Triggern auseinandersetzen muss? Natürlich gehören solche Sachen wie das N-Wort oder auch Betitelungen wie Zige*ner ect. nicht gesagt. Hinter solchen Sachen stecken schlimme Geschichten und man darf fordern, dass darauf acht gegeben wird.

Aber wenn ein Schwarzer sein Restaurant umbenennen soll, weil es ,,Zum Mohrenkopf“ heißt, wirds langsam wirklich lächerlich. Soll der schwarzen Person dort etwa Rassismus gegen Schwarze unterstellt werden? Kommt mal wieder ein bisschen runter.

Oder wenn mir rassistisches Verhalten unterstellt wird, obwohl ich genau für das Gegenteil einstehe, nur weil ich weiß bin, dann empfinde ICH das diskriminierend. Aber wenn ich mich diskriminiert fühle, dann ist das nicht so wild, denn ich bin ja weiß. Bei dir jedoch ist das etwas ganz schlimmes, verstehe ich das so richtig? Wenn ihr solche Doppelmoral ernst meint, dann kann ich euch dafür leider nicht mehr ernst nehmen.

Was wir wirklich tun sollten

Aufklären! Nicht nur darüber was im Holocaust oder wo anderes geschehen ist, denn das ist nur kognitives auswendig lernen in der Schule.

Fördert endlich die Empathie! Hört auf weg zu schauen wenn Kinder psychische und physische Gewalt zuhause oder auch in der Schule erfahren. Menschen die Gewalt jeglicher Art ausüben, haben in fast allen Fällen selbst welche erfahren. Mobbing, auslachen, die Kinder bloß stellen oder unter Leistungsdruck setzen usw, das ist auch alles psychische Gewalt. Unterbindet diese Gewalt, hört auf sie klein zureden, zu ignorieren und wir werden in naher Zukunft keine Erwachsenen mehr haben, die sich genötigt fühlen, ihren eigenen Selbstwert auf Kosten anderer auszubessern.

Aber hört bitte auf jeden nur noch als Nazi und Rassist zu beschimpfen. Langsam geht das zu weit.

Keine Angst, damit bin ich aber noch lange nicht fertig. Damit das nicht zu lange wird, habe ich den Beitrag aber aufgeteilt. Nächstes Mal gehts dann weiter…

Meine KO-Tropfen Erfahrung…

Ausdrückliche Triggerwarnung! (Ich rede hier zwar nur ansatzweise von einem sex. Übergriff, auch ohne Details, dafür aber viel von Verrat – Das wird eine Selbstverarbeitungsarbeit bzgl dieses Themas, also seid vorsichtig)

*

*

Ich möchte heute mal über ein Ereignis schreiben, welches in der nahen Vergangenheit vorgefallen ist. Meine Therapeutin meinte mal, wir sollten mit der Traumaaufarbeitung möglichst mit noch nicht ganz so fernen Ereignissen beginnen und ja, das ergibt irgendwo auch Sinn.

Auf das Erlebnis selbst kann ich gar nicht so wirklich eingehen, da ich wirklich null Emotionen damit verbinde. Da in der meisten Zeit die Depersonalisation eh so krass greift, fühlt sich, für mich, dieser Körper eigentlich nur wie der Körper an, den ich bewege (und den ich auch echt richtig Klasse finde, natürlich), aber den ich eben nicht mit mir in Verbindung setzen kann. Wenn es zu solchen und ähnlichen Übergriffen früher kam, dann kann ich, heute, so wie ich hier sitze, eigentlich nur auf der rationalen Ebene darüber berichten. Es wurde halt „nur“ der Körper berührt.

Und auf dieser Ebene kann ich nur sagen, dass sowas gar nicht geht. Ich meine, was geht in den Köpfen einiger vor? Gucken die morgens in den Spiegel und denken sich erstmal so: ,,Yo ey, wem betäube und vergewaltige ich denn heute mal so?“ ?? Ehrlich? Weil sie sonst keine ranlässt, oder was? 🤷‍♀️

Naja, was für mich aber eigentlich viel schlimmer war, war die Geschichte drum herum und da steigen wir jetzt auch einfach mal ein….

Die Vorgeschichte

Vor einigen Jahren kam vieles zusammen. Erinnerungen kamen hoch, ich beendete eine (missbräuchliche) Beziehung und mein Ex entdeckte plötzlich sein „Interesse“ an unserem Kind (nachdem er eine 6jährige „NurErZählt“-Zeit pflegte) und tat alles ihm in der Macht stehende (inkl. krasser Lügen vorm JA, Gericht usw.) das es nun bei ihm leben sollte. Und wie es zu erwarten war, wurde unser Kind dann zum Spielball seiner Launen. Boar ich rede da jetzt aber nicht weiter drüber. Dieses Thema triggert mich jedes mal richtig hart 😒

Jedenfalls rutschte ich in ein immer tieferes Loch ab und zog dann irgendwann mit einem Freund, in einer WG, zusammen.

Es gab immer wieder Streit mit ihm, was auch oft darin mündete, dass er mich packte und in irgendwelche Zimmerecken schmiss usw. Das fühlte sich extrem demütigend für mich an. Also zog ich zwischendrin zu einer Freundin.

Bei meiner Freundin

Und ich will jetzt wirklich betonen, dass ich niemand schlecht reden will. Jeder hat seine Erlebnisse und jeder handelt so, wie es sich für ihn gerade richtig anfühlt. Ich glaube nicht, dass da eine böse Absicht dahinter steckte, weder von ihm, noch von meiner Freundin. Mir gehts hier wirklich nur um meine Sichtweise und Wahrnehmung:

Als ich bei ihr war, kamen mir zu dieser Zeit grobe Erinnerungen und Gefühle auf, dass mein Vater vll mal mehr gemacht hat, als es ein Vater tun sollte. Ich erzählte ihr davon und ungelogen war ihre Antwort darauf: ,,Ja, aber ich glaube, mein Leid wiegt gerade schlimmer, als deins“ – Bämm Alter. Wie ein Schlag in die Fres*e.

Sie glitt zu dieser Zeit immer stärker in eine Psychose ab und sprach mit mir darüber, dass sie vermutete, dass man ihr mal Ketamin verabreichte und man … mit ihr gemacht hat. Völlig logische Aussagen wechselten sich mit totaler Paranoia ab. Und viele wandten sich deshalb von ihr ab oder lachten über sie. Ich nicht. Ich versuchte ihr weiter zuzuhören und ihr eine Stütze zu bieten, während ich meinen Schei* runterschluckte (weil „ihr Leid wiegte ja auch schlimmer“). Und das hört sich gerade so richtig ekelhaft an für mich, wenn ich das so sage. Als würde ich mich als heldenhaftes Opfer und sie als bösen Buhmann darstellen. So ist das aber nicht gemeint.

Mir gings zu dieser Zeit einfach selbst echt schei*e. Und dann sowas zu hören … Das signalisiert, dass du gerade überhaupt keine Rolle spielst und das du auch nicht wichtig bist. Nur sie. Ihre Probleme waren wichtig. So kam das zumindest bei mir an.

Zu dieser Zeit gab es noch einen Mann, den ich schon einige Jahre kannte. Wir saßen eines Abends zusammen und ich sagte zu ihm, dass er der Einzige wäre, den ich überhaupt noch als Freund bezeichne.

Besagter Freund

Eines Abends, kurz vor Weihnachten, schrieb er mir und wollte wissen ob meine Freundin da wäre und ich sagte ihm, sie würde schlafen. Er ging dann gar nicht mehr weiter auf sie ein und schrieb mir stattdessen, ob wir uns treffen könnten.

Ich schlug vor, dass wir uns auf dem Weihnachtsmarkt treffen , was auch wirklich schön war. Also wirklich schön.

Er erzählte mir dort, dass wir unbedingt zu einem Haus und den Leuten da müssten, weil da jemand wäre, der ihm bei etwas helfen könnte. Begeistert davon war ich nicht gerade, weil ich diese Leute nicht wirklich kannte und das Klientel auch nicht wirklich mochte. Aber hey, wenn er sich da Hilfe (bei was auch immer) verspricht…

Wir hielten, vor dem Haus, auf einem Spielplatz an. Und ich schwöre, es war wirklich ein toller Abend bis dahin. Keine Ahnung wann ich überhaupt mal so ausgelassen war. Es war einfach total witzig und schön. Dann gab es diesen Moment, wo er plötzlich nicht mehr zu dem Haus wollte. Ich war etwas irritiert und insistierte sogar noch. Irgendwann meinte er dann, dass wir doch da hingehen. Vll fand er den Abend auch schön und schwankte deshalb kurz? Keine Ahnung.

Der Übergriff

In der Wohnung angekommen, hätte mir eigentlich schon auffallen müssen, dass da irgendwas nicht stimmt. 4 Männer saßen im Wohnzimmer, wie aufgereiht. Es gab keine Musik und auch sonst wirkte es eigentlich eher, als hätten sie auf irgendwas gewartet.

Erst als wir uns dann dazu setzten, bot man mir Wein an und Musik wurde angemacht. Die Gespräche waren eigentlich auch ganz locker.

Ein Mann saß neben mir, welcher mich die ganze Zeit anbaggerte, zu dem ich aber mehrmals sagte, dass er es gerne probieren kann, aber definitiv nie etwas laufen wird. NIE. Im Laufe des Abends bekam ich die Situation zunehmends nur noch Bruchstückhaft mit. Der, dem die Wohnung gehörte (und dessen 2 Kinder *suprise* im Nebenzimmer saßen) wurde irgendwann plötzlich total wütend auf mich und wollte unbedingt das ich gehe. Ich weiß noch, dass ich überhaupt nicht verstand was ich ihm denn getan hatte.

Dann hab ich eine Szene in Erinnerung, wo ich auf dem Sofa, in der Ecke saß und mich überhaupt nicht mehr rühren konnte. Der, der mich die ganze Zeit anbaggerte biss mir in den Oberschenkel und ich wollte das er das ließ, konnte mich aber eben nicht mehr bewegen. Besagter Freund saß übrigens die ganze Zeit daneben.

Der Morgen danach

Ich wachte in der gegenüberliegenden Wohnung, irgendwann gegen 8.00 Uhr morgens, auf dem Boden auf. Die Polizei war in der Wohnung und eine Frau und auch besagter Freund, von welchem sie die Personalien aufnahmen und ihn sogar wegen eines offenen Haftbefehls mitnahmen. Die Polizei fragte besagten Freund was mit mir los sei und dieser erwiderte, dass ich nur betrunken wäre. Ich wollte protestieren, da ich für meine Verhältnisse überhaupt nicht viel getrunken hatte, allerdings stand ich völlig neben mir.

Erst später erfuhr ich (durch die Aussage der Frau bei der Polizei), dass ich irgendwann sehr frühen Morgen vor ihrer Tür stand, aber nicht ansprechbar war. Kurze Zeit später trat besagter Freund wohl die Tür ein und wurde ziemlich laut (fand er wohl nicht so gut, dass ich einfach abhauen wollte), weshalb Nachbarn die Polizei riefen, wegen Ruhestörung.

Ehrlich gesagt, war diese Frau dort aber auch keine sehr große Hilfe. Ich kann mich erinnern, dass ich sie fragte warum die Polizei da war und was los sei usw und sie hat gar keine Auskunft gegeben und mich stattdessen versucht zu küssen, was ich in diesem Zustand mal so gar nicht wollte (nur Gestörte auf dieser Welt, ohne Schei*). Ziemlich desolat bin ich dann irgendwie nach Hause bzw. zu meiner Freundin gekommen. An den Weg nach Hause, habe ich allerdings keinerlei Erinnerung.

Beim Umziehen stellte ich dann fest, dass ich von oben bis unten mit blauen Flecken übersät war und auch einen riesigen Knutschfleck auf meinem Oberschenkel hatte. Aber wisst ihr was? 😂

Ich hab mir dabei trotzdem nix gedacht😂. Gar nichts. Nicht mal ne Vermutung. Keinen Plan. Blaue Flecken hatte ich ja sowieso ständig, dachte ich mir. Einen Tag später fiel mir dann auf, dass mir auch sämtliches Geld aus dem Portmonee gestohlen wurde. 1 Cent war noch drin. Der Glückscent wahrscheinlich 😂.

Wie ich darauf kam, was los war

Einige Tage später erzählte mir eine andere Freundin (die sich in dem Haus der Männer öfter aufhielt) ich wäre total betrunken gewesen und hätte dort mit jemand etwas gehabt und falls mir da Erinnerungen kommen würden, dann läge es daran. Aber, wie gesagt, war ich zu 100% sicher, dass ich dort mit niemand Sex hatte und auch nicht so betrunken war. Meinen letzten Alkohol-Blackout hatte ich mit 18 oder so. Erst im Nachhinein wurde mir klar, dass die wohl Schiss hatten, ich würde mich an etwas erinnern (da ich ja immerhin abgehauen bin) und wollten es damit wohl aus der Welt schaffen. Von wegen, ich wollte das doch.

Erst Tage später las ich, durch Zufall (und das war wirklich ein extrem dummer Zufall) über KO-Tropfen und wie die wirken und ich fand mich bzw. die Situation da total drin wieder. Und dann ergab auch plötzlich alles Sinn. Wissen welche Substanz genau das war, tue ich aber natürlich bis heute nicht genau.

Ich erzählte einem guten Bekannten davon, der mir sagte, das wäre zwar blöd, aber ich solle nicht weiter darüber reden. Dann berichtete ich meiner Freundin davon (der ja wahrscheinlich mit den gleichen Typen, ähnliches passiert war und man vll auch gemeinsam hätte etwas dagegen erreichen können), welche mich darauf noch am gleichen Tag vor die Tür setze. Sie bräuchte ihre Ruhe und ihr würde das alles zu viel…

Das war Ende Dezember. Es war arschkalt und sie wusste eigentlich, dass ich nirgends hinkonnte. Witzig ne 😅

Die Reaktion der anderen

Ich kam wieder bei meinen vorherigen Mitbewohner unter, obwohl ich da eigentlich nicht mehr wirklich hin wollte. Zugegeben war er bis heute aber der Einzige, der die Sache wirklich ernst nahm. Er begleitete mich zur Polizei und ich machte eine Anzeige, die irgendwann aber wieder fallen gelassen wurde, weil keiner der Beschuldigten aussagte.

Nach und nach wurde uns klar, dass ich nicht die Einzige war, der das dort passierte. Scheinbar machten die solche Aktionen zum Wochenndvergnügen oder keinen Plan. Und noch viel witziger war: Die meisten aus unserem „Freundes“kreis wussten davon. Was da passierte, war/ist ein offenes Geheimnis.

Ich versuchte die anderen Mädels, von denen wir wussten (und wovon auch welche erst mit mir darüber sprachen), ins Boot zu holen und zu einer Aussage zu überreden. Jede einzelne weigerte sich und am Ende wurde ich beschimpft als Lügnerin. Ich wurde als Schlam*e hingestellt (vor der sogar gewarnt wurde) und wurde lächerlich gemacht. Der gesamte „Freundes“kreis (die diese Leute fast alle kannten) wandte sich von mir (und auch meinem Mitbewohner) ab.

Da ich auch eine Anzeige bzgl der Dealerei dort machte (welche sich ja nicht nur im kleinen Kreis abspielte), gab es durchaus auch Tage wo wir einiges an Schiss hatten, da würde vll doch mal jemand vorbei kommen und Sachen machen, die Dealer halt so machen, wenn man sie verpfeift😅. Aber da passierte, Gott sei Dank, nichts in dieser Richtung.

Weitere Reaktionen

Als mein Ex davon erfuhr, verwehrte er mir sogar mit meinem Kind zu telefonieren, weil ich ja ,,schlechter Umgang“ für es sei. Ich wäre so widerlich, dass er es gar nicht mehr in Worte fassen könnte und verdient hätte ich es sowieso 👍. (Heute sehen mein Kind und ich uns übrigens wieder regelmäßig – Kämpfen lohnt sich also!)

Einem Nachbar, bei dem ich vorher öfter war, erzählte ich relativ am Anfang auch davon und während ich das erzählte und dabei auch echt nahe am Wasser gebaut war, begrapschte er mich und war dann sauer, weil nix lief. Deshalb beschallte uns der Nachbar dann auch rund um die Uhr mit lauter Technomusik. Schließlich war er sauer auf mich (durfte ja nicht ran) und wieso sollte er dann leise sein (hat er wirklich so gesagt 😂). Ohne Mist ey, das kann man sich doch nicht ausdenken 😂.

Und mein Mitbewohner?

So dankbar ich ihn für so vieles auch bin, so weh hat aber auch er mir getan. Ich bat ihn mehrmals um Hilfe bzgl weiterer Schritte. Ich hab mich echt um so vieles allein gekümmert, aber irgendwann war bei mir der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr konnte. Vor allem weil ich mich so geschämt habe. Ich hatte kaum noch Energie um irgendetwas zu unternehmen. Und er hat immer wieder angekündigt, was er alles tun wird, aber hat es am Ende nie getan. Das löste in mir immer wieder die Hoffnung nach Hilfe aus, welche dann eben doch wieder nicht kam. Und manchmal wurde er auch richtig wütend, weil ich ihn fragte. Auch heute noch kann ich mit diesem Verhalten, wo was angekündigt aber nicht eingehalten wird, nur schwer umgehen.

Am krassesten fand ich, als er mir erzählte, dass er den Typ (welchen die Wohnung gehörte, wo das passierte) reinließ. Der kam angeblich im Schlepptau mit jemand anderen und er „musste“ ihn deshalb ja reinlassen. Ich wohnte da zwar nicht mehr dort, aber er hat mit dem Kerl erst mal nen Abend gechillt. Er hat null kapiert, was das in mir auslöst.

Am Ende hat er dafür sogar noch eine richtige Ego-Nummer aus dem gemacht, was ICH erlebt habe. Er hat überall rumerzählt wem ER alles angezeigt hat und was ER alles tolles gemacht hat. ER war der Ritter in der goldenen Rüstung, obwohl er weder irgendetwas davon getan (das womit er sich preiste, habe nämlich ICH gemacht), noch mir mit diesem Geschwätz geholfen hat. Durch sein Verhalten gegenüber der Öffentlichkeit, hat er mich nur noch mehr der Lächerlichkeit preisgegeben. Hat er aber irgendwie nie wirklich verstehen wollen.

Und finanziell sah es zu dieser Zeit auch mega kacke aus. Da ich nicht mehr arbeiten konnte, musste ich mich ja beim Amt melden, welches meinen Antrag damals (der vollständig war und die auch nix mehr brauchten), ungelogen, 5 Monate hin und her schob. Das passierte alles im Dezember und das 1.Mal wieder Geld bekam ich im Mai.

Ohne Schei* Alter, so richtig ist diese Zeit bis heute nicht in meinem Kopf angekommen.

Und heute?

Keine Ahnung, umso mehr das unter den Teppich gekehrt und beschwichtigt wurde, umso mehr kam in mir die Fassungslosigkeit auf.

Bisher habe ich, ehrlich gesagt, von meiner Umgebung nur die Rückmeldung bekommen: ,,Ja ist doof, aber das Leben geht ja weiter, hätte ja schlimmer kommen können usw“. So als ginge es um einen eingerissenen Zehnagel. Natürlich lösen solche Reaktionen in meinem Kopf dann das Gefühl aus, dass ja auch wirklich alles gar nicht so schlimm war. Ne Lappalie quasi. Aber mal ehrlich: Ich weiß, dass das da weitergeht. Die machen noch immer das Gleiche. Ich weiß von erneuten Vorfällen und alle so: ,,Na was solls 🤷‍♀️

Da wurde mir die Ignoranz der Leute das erste Mal echt erst so richtig bewusst. Ich mein, das war das erste Mal das ich „öffentlich“ über etwas gesprochen habe, was man eigentlich als traumatisch einstufen könnte und alle taten so, als wäre ich einfach nur mit dem falschen Fuß aufgestanden. Nach dem Motto: ,,Die beruhigt sich schon gleich wieder. Da müssen die Mädls halt durch. Ist halt so 🤷‍♀️.“ Es gibt ja immerhin auch wirklich wichtige Probleme, um die wir uns kümmern müssen, stimmts? Wer das nächste Topmodel wird z.B oder warum XY beim Dschungelcamp rausgeflogen ist, nich?

Gehirnwäsche

Das Thema Gehirnwäsche kennen wir alle aus Filmen oder aus dem Bereich, wo Soldaten vom feindlichen Lager umprogrammiert werden.

Ich werde euch heute einmal erklären wie so eine Umprogrammierung überhaupt abläuft und wie man den Willen so gut wie jedes Menschen damit brechen kann.

Vll sieht der ein oder andere ja sogar Parallelen, nicht nur zur Politik (man erinnere sich welche Methoden z.B von Diktatoren eingesetzt wurden) und Werbeindustrie (hat sie das gerade wirklich gesagt 🙊), sondern vll sogar zu seinem näheren Umfeld. Denn wie ich bereits in anderen Beiträgen erwähnte, bedarf es zur Umsetzung solcher Praktiken bestimmte Grundcharakteristika – kein empathischer und mitfühlender Mensch würde morgens aufstehen und sich überlegen: „Hach, wessen Geist zerstöre ich denn heute mal so 🤔“ – Nein, dass wird wohl nicht vorkommen…


Was verstehen wir unter Gehirnwäsche?

Es geht darum jemanden durch Zwang zu anderen Glaubensmustern, Ansichten und Wünschen zu bringen.
Das Opfer soll keinen eigenen Willen mehr besitzen, es soll unmündig und gefügig sein und komplett, die ihm vorgegebenen Informationen übernehmen, ohne Fragen zu stellen oder Kritik auszuüben.


Wie wird das bewerkstelligt?

Indem dein Selbstwert, deine Wahrnehmung (sowohl zu dir selbst, wie auch zur Realität deiner Umgebung) und deine Entscheidungsfähigkeit komplett zerstört wird. Wir sprechen jetzt erst einmal darüber wie dies auf der psychologischen Ebene von statten gehen kann. Selbstverständlich konnten und können solche Ziele aber auch mit physischer Gewalt/Folter durchgesetzt werden, das schauen wir uns aber ein ander Mal an, sonst sprengt das hier den Rahmen.

Also, wie klappt das nun?


1.) Falsches Spiel mit dem Vertrauen

Das Opfer wird zuallererst einmal im Unklaren gelassen, … was heißt das du keinerlei Ahnung hast was dein Gegenüber vor hat. Ganz im Gegenteil zeigt er sich sogar extrem freundlich, nett, er spricht deine tiefsten Sehnsüchte an – wir denken an das Schauspiel der Narzissten, die dir genau das zu geben scheinen was du dir so sehnsüchtig wünscht, bis sie dich am Haken haben….

Und Schauspiel trifft es recht gut, denn der 1.Schritt ist es eine passende Illusion aufzubauen, die Vertrauen und eine Bindung schafft.
Wenn wir da z.B an Sekten denken, dann wird dort oft die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit angesprochen oder bei anderen wieder das Gefühl geliebt und verstanden zu werden. Dann gibt es die Gurus, die spirituelle Erleuchtung oder Reichtum versprechen usw.

Zuerst muss also Vertrauen geschaffen werden, sonst gibt’s keine Chance auf Erfolg und das ist das perfide daran – Vertrauen so dermaßen auszunutzen, dass alleine zerstört Menschen schon dauerhaft.


2.) Isolation durch Kontrolle

Ist eine vertrauensvolle Bindung geschaffen, fängt die Isolation durch Kontrolle an. Umso weniger Input von Außen kommt, umso besser, leichter und schneller funktioniert die Praktik.

Kontrolle wird also angefangen auszuüben über das was du tust, über die Menschen die du siehst, über die Plätze wo du hingehst, über die Informationen die du bekommst (man denke an die Medienkontrolle in Diktaturen), über deine Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle (,,Das willst du doch gar nicht wirklich“ ; ,,Wieso heulst du überhaupt? Du fühlst dich doch gar nicht schlecht“ ; ,,Das brauchst du nicht“ ; ,,Die sind nicht gut für dich“ ….) – Kurz: über alles was du tust.


3.) Zuckerbrot und Peitsche

Ab nun geht das richtig perverse Spiel los. Das Opfer ist bereits an einem Punkt wo es den Ausstieg kaum noch allein schafft.

Um die Bindung nun weiter zu verfestigen und das Opfer fixiert und fokussiert auf den Täter zu machen (eine Abhängigkeit wird geschaffen), wird nun das berühmte ‚Zuckerbrot und Peitsche‚-Spiel gespielt.

Der Täter gibt dir etwas, nur um es dir direkt danach wieder wegzunehmen, z.B wirst du gelobt oder „geliebt“ um im Anschluss darauf wieder herabgewürdigt, ignoriert, diffamiert oder anderweitig gequält zu werden (vll kennt auch jemand diese „Anmachtipps“ für Männer, in denen geraten wird, der Frau erst ein Kompliment zu machen und sie direkt im Anschluss mit irgendetwas zu demütigen/herabzuwürdigen => da geht es auch darum, sie fixiert auf den Mann zu machen, abhängig davon das er sie wieder lobt).

Diese Praktik lässt dich stets im Ungewissen, denn du weißt nie, wann passiert etwas Positives, wann passiert etwas Negatives.
Die Angst vor der Peitsche ist steht’s präsent, was dich in einen Dauerstresszustand versetzt.
Du wirst psychisch Abhängig vom Täter. Erst löst er Glücksgefühle in dir aus, macht diese dann aber wieder zunichte, weil DU falsch und schuld bist – das ist die Message.

4.) Gaslighting

Er könnte dich lieben, er könnte dich toll finden, er könnte dir helfen, er könnte dir die Welt zu Füssen legen. Nur bist DU eben das Problem. Also versucht DU alles, damit DU richtig wirst.

❗❗Und genau das ist das berühmte ‚Wahrnehmung verdrehen‘ – Eigentlich weißt du, das du doch gar nichts falsch machst, das dein Gegenüber es ist, der sich falsch verhält, aber wir sind soziale Menschen (ob wir es wahrhaben wollen oder nicht) und sind immer wieder auf irgendeine Rückmeldung von unserer Außenwelt angewiesen – Wenn deine Außenwelt dir aber dauerhaft zu verstehen gibt das DU es bist, der etwas falsch macht und nicht dein Gegenüber, dann glaubst du es auch. Irgendwann. Meine Anwältin erzählte mir z.b mal von einer Mandantin deren Mann heimlich, über lange Zeit hinweg, alles so präparierte, sodass es so aussah als wäre sie gespalten (während sie kerngesund war), nur um an das gemeinsame Kind, nach der bereits (von ihm) geplanten Trennung, heranzukommen. Die arme Frau wusste am Ende selbst nicht mehr ob sie wirklich gespalten war oder nicht.
Und sowas macht man doch nicht als normaler Mensch, jetzt mal ernsthaft!


Gut, aber weiter – wir sind noch nicht am Ende:

5.) Zusätzliches Angsterzeugen und veränderbare Grundüberzeugungen

Nachdem du deiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen kannst und durch dieses ständige ‚Zuckerbrot und Peitsche‚ in einem Dauerstresszustand verweilst (zudem wird dieser Zustand gefördert indem zusätzliche Angst erzeugt wird – irgendwelche künstlich erschaffenen Krisen z.B oder eben andere Sachen…), bist du komplett offen für jegliche Informationen, welche quasi ungefiltert und nicht hinterfragt in dein Unterbewusstsein vordringen.

Stellt euch das Ganze noch einmal am Beispiel des Soldaten vor, der in einer Zelle sitzt – Schlafentzug, Hunger, Kälte, Schmerz usw. und nun kommen immer wieder die eigentlich feindlichen Soldaten rein und bieten ihm Essen, eine Decke oder sogar ein Gespräch mit seinen Liebsten an, wenn er denn nur kooperiert.
Die ganze Zeit wird er beschallt mit immer und immer den gleichen Informationen und wenn er diese übernimmt, dann lässt auch diese schreckliche Situation mit dem Hunger, dem frieren, der Angst usw. nach – wird ihm zumindest versprochen….

Jetzt stellt euch mal das perfide dabei vor, das nun genau eben jener Täter, zum „Retter“ des Opfers wird. Er ist der, der dir die Decke gibt, der dir das Essen reicht, der die schlimme Situation erträglich macht oder vll sogar beendet (obwohl er ja erst daran Schuld ist, das du leidest – nur leider weißt du das eben selten) und naja, so falsch können seine Ansichten doch dann gar nicht sein, oder?

Dein Selbstwert ist bis dahin komplett verschwunden, du bist dauerhaft erschöpft und hast das Gefühl völlig machtlos (ohnmächtig) zu sein, was dazu führt das du nun gefügig wirst.

Wenn wir uns in einem Dauerstress befinden (also keine Erholungspause haben) und Dinge immer und immer wieder wiederholt werden, dann glaubst du am Ende auch das du ein Delfin bist, der in einem Vulkan wohnt🤷‍♀️. Ich glaub meine Eltern hätten mir erzählen können das der Himmel rosa und die Wolken grün sind und ich hätte es sehr wahrscheinlich geglaubt. Klar hätte ich mal verwundert hoch geschaut, aber hey? Wenn die das sagen 😒 – Ich habe jetzt seit fast 10 Jahren keinen Kontakt mehr und noch immer brösle ich ihre Lügen aus meinem Hirn…

Und willst du es bis dahin trotzdem noch immer nicht zu 100% glauben, dann gibt es immer noch die Möglichkeit deine Scham mit einzubeziehen

–> ,,Alle anderen sehen das genauso, nur du nicht. Wie kannst du mir das nur antun?“ – ,,So viele können doch gar nicht im Unrecht sein, also kann nur das was du sagst, denkst und fühlst falsch sein“ – ,,Guck dich nur an was du für einen Schwachsinn glaubst! Alle lachen bereits über dich. Du bist ja gar nicht mehr zurechnungsfähig“- „Du solltest dich was schämen, du bist doch selbst daran schuld.“ – „Wenn du anders wärst, könnte man dich auch ganz anders behandeln.“ usw.


❗Dein Wille wird gebrochen ❗


Da ist keinerlei Autonomie mehr und keine Chance selbst zu entscheiden, dass du da nicht mehr mitmachen willst.

Und wer nun glaubt: „Ne, so schwach wäre ich niemals. Bei mir würde das nicht klappen“ – Viele wollten herausfinden ob das wirklich so ist oder ob man JEDEN dazu bekommt

Und was soll ich sagen?

Die Nazis, die Russen, die Amerikaner und noch viele mehr widmeten fast ein halbes Jahrhundert diesen Studien und das Ergebnis?

JA, der Wille eines jeden Menschen lässt sich früher oder später brechen (mit der richtigen Methode) 😏😉


[Übrigens ist mir bewusst, das so etwas quasi eine Anleitung für diese feigen Taten sein kann (man sollte lieber mit Kompetenz, Wissen und Führung überzeugen, nicht jedoch durch Zwang!), allerdings denke ich auch, wer weiß wie so etwas funktioniert, der kann sich leichter davor schützen]

Rituelle/Organisierte Gewalt (Triggerwarnung!)

Was ist rituelle/organisierte Gewalt?

Wenn sich Menschen zusammenschließen haben sie (fast) immer eine bestimmte Ideologie, derer sie folgen.

Wenn wir von ritueller Gewalt sprechen, sprechen wir also immer auch von organisierter Gewalt, d.h Menschen die geplant und gezielt körperliche, emotionale und/oder sexuelle Gewalt an Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen anwenden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Die Opfer werden vornehmlich durch die emotionale Gewalt (dazu zählt übrigens auch der Zwang zum sogenannten ‚Ekeltraining‘, also das Trinken von fremden Urin, das Essen von eigenen, sowie fremden Fäkalien und Erbrochenen usw.) in ihren psychischen Grundfesten gebrochen.

Durch physische, wie sexuelle Gewalt wird dies nicht nur unterstützt, sondern gezielt schwere Traumata hervorgerufen, oft sogar mit dem Ziel einer Dissoziative Identitätsstörung (1. können die Opfer dadurch kaum etwas verraten, weil sie einfach nichts davon wissen und 2. lassen sich so frei ,,programmierbare“ Persönlichkeiten, ganz nach dem Wunsch der Täter „herstellen“ –> siehe Prostitution, Drogenschmuggel, usw.)

Zu ritueller/organisierter Gewalt gehört ein striktes Schweigegebot, meist unter Androhung von Mord und Folter. Ebenso wird das Opfer gezwungen selbst Straftaten (z.B Mord, sexualisierte Gewalt, ect.) zu verüben, um so das Schweigegebot zu unterstützen, indem das Opfer erpressbar wird – Ginge es an die Öffentlichkeit würde es sich selbst strafbar machen (wird ihnen zumindest erzählt), zudem wird auch gezielt mit Schuldgefühlen gespielt (Kinder werden oft gezwungen anderen Kindern oder auch Tieren schwere Gewalt anzutun, bis hin diese zu töten).

Diese Gruppierungen handeln oft im Rahmen eines bestimmten „Glaubenssystems“ – Satanisten glauben aber höchst selten an einen tatsächlichen Satan mit Satansgabel, bitte behaltet das im Kopf!

Der rituelle Charakter dieser Taten (vor allem die physische Qual) hat selbstverständlich einen enormen Eindruck auf die Psyche der Kinder, spielt aber auch noch eine andere, wichtige Rolle.
Weiter möchte ich aber auf das Thema Rituale nicht eingehen. Wer mehr dazu sucht, findet ganz viel im Internet.

Welche Ziele verfolgen diese Gruppen?

Das ist recht komplex und lässt sich so pauschal kaum sagen. Abgesehen von der Machtausübung, sprechen wir jetzt aber erst einmal von der gezielten Persönlichkeitsspaltung.

Wie im Beitrag zur ,Dis‘ erwähnt, spaltet sich die Persönlichkeit der jungen Kinder bei langanhaltender, schwerer Traumatisierung.

Diese neuen Persönlichkeiten entstehen zum Schutz der Kinder. Nun ist es aber so das bestimmten Gruppierungen psychologische Phänomene eben auch nicht ganz unbekannt sind und sie diese auch gezielt einzusetzen wissen.

Wenn eine neue Innenperson entsteht, so ist diese erst einmal ein neuer Mensch auf dieser Erde, ohne Erinnerung, ohne Meinung, ohne Prägung. Ich vergleiche das immer gerne mit einem CD-Rohling, welcher nun völlig neu beschrieben werden kann.

Wir erinnern uns wie Kinder komplett das Weltbild ihrer Eltern bzw. ihrer Bezugspersonen übernehmen, da diese ja die einzigen sind, die ihnen die Welt zeigen können. Diese Rolle übernehmen jetzt die Täter, bei den neu entstandenen Innenpersonen.

So können nun z.B Persönlichkeiten entstehen die speziell darauf „abgerichtet“ (konditioniert) sind Drogen zu schmuggeln, sexuelle Dienste zu verrichten oder eben im Extremfall sogar Schlimmeres zu tun. Um Himmels Willen soll das jetzt aber nicht heißen das Multiple Persönlichkeiten alle bösartige Killer sind.

D-E-F-I-N-I-T-I-V N-I-C-H-T!!! (Eine Dis entsteht zum Selbstschutz und jede Persönlichkeit die zu etwas Destruktiven programmiert wurde, besitzt trotzdem ein eigenes Denken und kann sich, mit viel Hilfe, Unterstützung und Empathie, von ihrer Programmierung lösen)

Es geht nur darum zu veranschaulichen, dass es diesen Gruppierungen, in diesem Fall, darum geht „willige“ Sklaven zu erschaffen, welchen man dieses aber natürlich nicht ansieht.

Diese Innenpersonen werden zudem oft mit Programmen „bespielt“ die z.B schwere körperliche Reaktionen (wie u.a auch stumm werden) auslösen, sobald sie über die Geschehnisse sprechen wollen. Selbstmordprogramme sobald sie mit der Polizei in Kontakt kommen, Programme die schwere Krankheiten auslösen, Programme die Halluzinationen hervorrufen können, die einen keine Nahrung mehr zu sich nehmen lassen, usw.

Mehr zum Thema Programmierung Hier

Ein anderes Beispiel für organisierte Gewalt:

Auf dem Schwarzmarkt gibt es viele Videos, worauf schlafende Frauen vergewaltigt werden. Auch das gehört zu einem Industriezweig – Eine ganz einfache Möglichkeit an solche Videos zu gelangen, ohne weitere Strafverfolgung, ist z.b. einer bestimmten Personengruppe für diese Videos etwas zu bieten.

Stellt euch vor ihr seid ein Geschäftsmann und nun bietet ihr einem Haufen von Junkies (nur ein Beispiel) hochwertige und günstige oder vll sogar kostenlose Drogen dafür an, dass sie hin und wieder mal ein paar Frauen und junge Mädels (11/13/15/…) betäuben, ihren Spaß damit haben und all dies dann auf Video aufnehmen. Getauscht werden diese Aufnahmen dann gegen Drogen. Die Typen hatten ihren Spaß, die Mädels wissen nichts (konkretes) davon und der Geschäftsmann hat sein Produkt. Einfach, „schmerzlos“ und das Geschäft boomt.

Auch das ist organisierte Gewalt.

Das Stockholmsyndrom (Täteranbindung)

Was verstehen wir darunter?

Beim Stockholm Syndrom entwickeln die Opfer einer Gewalttat Sympathien und Verständnis für die Täter und verklären diese dann oft sogar selbst zum Opfer (,,Er musste das ja tun, man ließ ihn keine Wahl, …“ usw).

Ursprünglich geht der Name auf ein Geiseldrama 1973 in Schweden zurück. Damals wurde eine Bank in Stockholm überfallen und vier Angestellte als Geiseln genommen. Aufgrund des besagten Effektes entwickelten die Geiseln eine regelrechte Zuneigung für die Geiselnehmer. Dies führte dann dazu, dass sie am Ende mehr Angst vor der Polizei als vor ihren Geiselnehmern hatten.
Auch nach der Beendigung der Geiselnahme empfanden die Geiseln keine negativen Gefühle wie z.B. Hass oder Wut auf die Täter. Sie waren ihnen sogar dankbar, baten um Gnade für sie und besuchten sie im Gefängnis.

Daher wird das Stockholm-Syndrom meist mit Entführungen in Verbindung gebracht, dieser Effekt kann aber auch bei jeder anderen Gewalttat eintreten, z.B bei einer Vergewaltigung, bei Frauen die geschlagen werden, usw.

Hört sich eigentlich total schräg an, oder?

Wie entsteht sowas?

Also erstmal: Das Stockholm-Syndrom kann sich unabhängig von jeder psychischen Krankheit entwickeln.

Überlegt mal, ihr befindet euch in einer schrecklichen Situation, in der euer Wohl und vll euer Leben davon abhängen wie ihr euch verhaltet. Du selbst bzw deine Psyche versucht dich also wieder irgendwie zu schützen, indem es die Situation anders einstuft, als sie es in der Realität ist.

–> Beispiel: Du wirst als Kind (oder Erwachsener) regelmäßig missbr*ucht (sexuell, körperlich oder emotional) – wenn sich ein Teil von dir jetzt einredet, dass das eigentlich ganz normal und gar nicht so schlimm, vll sogar nötig ist, dann ist die Situation viel aushaltbarer, als wenn du dir jedesmal wieder den Schrecken bewusst machen musst.

Jetzt kann das soweit gehen das der Täter dahinter die Unterstützung des Opfers, in seiner Tat, sieht und dementsprechende Sympathien deswegen entwickelt. Das Opfer redet sich währenddessen ein das es die Tat/Taten auch möchte, vor allem da der Täter ja so nett ist (weil er ja eben deine Unterstützung sieht).

Und da kann dann tatsächlich eine ganz perfide „Freundschaft“ entstehen, wo dem Opfer immer noch regelmäßig grauenvolle Taten angetan werden, aber beide scheinbar völlig zufrieden mit dieser „Beziehung“ wirken (das Opfer befindet sich in starker kognitiver Dissonanz und ist nicht wirklich glücklich!).

Jeder der jetzt versucht sich von Außen einzumischen und das Opfer zu befreien bzw ihm zu helfen, wird als Feind betrachtet. Auch da halten Täter und Opfer wieder zusammen.
Das ist eine völlige kranke Dynamik, die sich da entwickelt!
Opfer und Täter können sogar zu der Überzeugung kommen, dass ihre Begegnung eine schicksalshafte Begegnung war und sie für einander bestimmt sind.

Dann kann der Täter z.B auf die Tränendrüse drücken und sich selbst als Opfer hinstellen. Und er bringt es so glaubhaft rüber, das man ihm glaubt (bzw. innerlich vor allem glauben will, weil es die Situation eben erträglicher macht).

–> Beispiel: Ein Bankräuber fängt vor der Geisel an zu weinen, erklärt welch dramatische Historie ihn jetzt dahin geführt hat und das er der Geisel eigentlich auch wirklich gar nicht weh tun will, dass er das alles hier gar nicht wollte, aber man ihn ja dazu gedrängt hat und drängt (die Polizei die draußen wartet o.ä ).

–> Diese Geschichte zu glauben und den Täter zum Opfer zu verklären macht die Situation um so vieles erträglicher, als sich einzugestehen das der Typ ein widerliches Arschloch ist. Keine dramatische Hintergrundgeschichte, so schlimm sie auch sein mag, rechtfertigt es anderen Leid und Schrecken zuzufügen. Soll er das mit den (vll. damals) Beteiligten ausmachen, aber nicht mit Unschuldigen. Aber was ist einfacher in dem Moment, wo du vll um dein Leben fürchtest…? Die Angst zulassen oder ihn in ein romantisches Licht stellen

Merke: Wir treten in eine kognitive Dissonanz, wenn wir die Realität nicht ertragen und keine andere Lösung finden können. Dabei verzerren wir die Realität dann so, dass wir wieder darin existieren können❗

Als nächstes kann es sein das die Forderungen des Täters vom Opfer nachvollzogen werden können. Das Opfer kann partout nicht verstehen warum den Forderungen auch nicht einfach nachgegangen wird, denn das würde die schlimme Situation, in der sie sich befinden, ja endlich beenden.

Plötzlich wird nicht mehr der eigentliche Täter zum Übeltäter, sondern die, die versuchen eine gewaltfreie Lösung zu finden (bzw eine Lösung in der nicht den Forderung des Terroristen nachgegangen wird und dieser dadurch vll auch noch Schlimmeres anrichten kann) werden für die schlimme Situation verantwortlich gemacht.
Ein aktuelles Beispiel verkneife ich mir da jetzt lieber mal 😉

Nochmal zusammengefasst:

Das Opfer entwickelt Zuneigung, Sympathie und Verständnis für den Täter, aber nicht weil es WIRKLICH Verständnis für die Tat/Taten hat, sondern weil die Situation anders nicht erträglich wäre