Stoppt die Rasterpsychotherapie!

Bzgl all dessen nahm ich auf Instagram und Facebook schon einmal Stellung, aber ich möchte auch hier noch einmal darauf aufmerksam machen. Die aktuelle Petition dagegen findet ihr unter Aktuelles oder auch Hier. Bitte unterzeichnet fleißig und verbreitet die Petition weiter, denn es betrifft uns alle!

Ist möglicherweise ein Bild von Text „Das Problem: NICHT ERST SEIT DER AKTUELLEN CORONALAGE GIB ES VIEL ZU WENIG KASSENFINANZIERTE, PSYCHOTHERAPEUTISCHE BEHANDLUNGSPLÄTZE. DIE WARTEZEITEN SIND LANG UND OFT MUSS MAN FÜR EINEN GEEIGNETEN THERAPIEPLATZ BIS ZU 3 -18 MONATEN WARTEN.“
Ist möglicherweise ein Bild von Text „Die Losung: SYMPTOMBEKÄMPFUNG, STATT URSACHENBEHEBUNG Das Gesundheitsministerium legte einen Vorschlag vor, nach welchem noch vor Therapiebeginn eine Diagnose gestellt werden soll und nach dieser wird dann die Behandlungsdauer angepasst D.h würden für eine Depression beispielsweise 12 Monate Behandlungsdauer festgesetzt, dann müsste die Behandlung auch nach 12 Monaten abgebrochen werden, völlig gleich ob der Patient in diesem Zeitraum wirklich schon genesen ist oder nicht.“
Ist möglicherweise ein Bild von eine oder mehrere Personen und Text „Das Ergebnij. Definitiv mehr freie Behandlungsplätze,aberauch weniger erfolgreich therapierte Patienten Natürlich gibt es dann mehr Behandlungsplätze, die Absicht dahinter möchte ich daher noch nicht mal pauschal verteufeln. Nun ist es doch aber kaum möglich eine klare Diagnose, noch vor Therapiebeginn zu stellen. Wenn ich mit Symptomen einer Depression zum Therapeuten gehe, dann ist es sehr, sehr wahrscheinlich das die Depression nur eine Begleiterscheinung einer ganz anderen Erkrankung t.Wie soll so etwas direkt am Anfang festgestellt werden können? Vieles zeigt sich schließlich erst nach Monaten oder sogar Jahren Behandlung und nach viel Vertrauen zum Therapeuten.“
Ist möglicherweise ein Bild von Text „Was noch: Vertrauen, da sind wir schon beim nächsten Punkt: Es fällt sehr schwer Vertrauen aufzubauen, sich zu öffnen, wenn man unter dem Druck steht zu einer bestimmter Zeit eine bestimmte Leistung erbracht zu haben. Christina Jochim, Psychotherapeutin hierzu: "Es könnte von vornherein ein massiver Leistungsdruck für Patienten entstehen, nicht genug Zeit zu haben, ihr Leid ausreichend zu schildern, weil sie das Gefühl haben, dass das Problem sowieso vorzeitig beendet wird."“
Ist möglicherweise ein Bild von eine oder mehrere Personen und Text
Ist möglicherweise ein Bild von Text „zur petition: Eine entsprechende Petition gegen diesen, pardon aber, Schwachsinn, findet ihr auf meiner Website: https://good4know.de nter,Aktuelles" Oder unter: http://chng.it/hD6cWRCYDk http://chng Bitte unterzeichnet und verbreitet sie fleißig!“

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Aktualisierung:

Und Widerstand lohnt sich eben doch!
Die Rastertheraphie ist vorerst vom Tisch

https://www.br.de/nachrichten/bayern/psychotherapie-reform-therapeuten-und-betroffene-wehren-sich,SZ5bpIP

Vegetarische Lebensweise

Seit Anfang 2018, also seit jetzt nunmehr 3 Jahren lebe ich überwiegend vegetarisch. Warum, wie und welchen Schwierigkeiten man da über den Weg läuft, möchte ich euch heute einmal näher bringen.

Vegetarisch, Vegan und viele Untergruppen

Vegetarisch bedeutet generell auf Fleisch zu verzichten, während Veganer auf jegliche tierisch erzeugte Lebensmittel verzichten. Also d.h zum Fleischverzicht kommt zusätzlich ein Verzicht von Eiern, Milchprodukten (wie Butter, Milch, Joghurt, Schmand, etc.), Honig, usw. hinzu.

Vom Fleischlosen Essen gibt es dann aber noch mehrere verschiedene Unterkategorien:

  • Frutarier: Welche alles essen, was eine Frucht ist. Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Getreide fallen darunter. Der Sinn dahinter ist, von der Natur nur das zu nehmen, was diese abgibt, ohne das die Pflanze dafür sterben muss. Sachen wie Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl oder Möhren fallen da also raus, da dort die ganze Pflanze geerntet werden muss.
  • Lacto-Vegetarier: Sie essen pflanzliche Produkte, vermeiden aber Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und auch Eier. Milch, Käse und Honig wiederum können durchaus auf dem Speiseplan stehen, da dadurch der Nährstoffhaushalt ausgeglichen werden soll.
  • Ovo-Vegetarier: Verzichten zusätzlich zum Fleisch, Fisch und den Meeresfrüchten auch auf Milch, essen dafür aber Eier.
  • Pescetarier: Essen kein Fleisch von gleichwarmen Tieren, wie Rind, Kuh, Huhn usw. Dafür aber Fisch und andere Meeresfrüchte. Hier stehen vorrangig gesundheitliche Gründe, als ethische im Vordergrund (diese jeweiligen Gründe gelten generell natürlich nicht für alle!).
  • Flexitarier: Leben überwiegend vegetarisch oder sogar vegan, essen hin und wieder aber Fleisch und Fisch, auch wenn sie es größtenteils versuchen zu vermeiden.

Ja, viele Kategorien und manchen hilft es, für sich und die eigene Lebensweise, Einstellung etc. einen Begriff zu finden. Ich glaube jedoch, dass man sich nicht immer stur in eine Gruppe einordnen muss, sondern nach dem Leben sollte, was sich im Moment für einen richtig anfühlt.

Wie lebe ich und warum?

Ich lebe hauptsächlich vegetarisch, d.h ich ernähre mich größtenteils nur von Gemüse, Getreide, Kartoffeln usw., esse aber auch noch Käse (den ich leider abgrundtief liebe, warum das leider erzähle ich gleich), Eier und auch Honig. In den letzten 3 Jahren habe ich allerdings auch schon einmal wieder Fleisch und Fisch gegessen.

Meine Beweggründe spalten sich bzgl. Fleischverzicht auf in ethische, ökologische und gesundheitliche.

Ethische Gründe

Ich persönlich finde es gar nicht so schlimm zu töten, um zu essen bzw. überleben. Einen Menschen, der sich ein Reh im Wald schießt und dann mit seiner Familie 1 Monat davon lebt, würde ich im Leben nicht verurteilen. Warum auch? Das Tier hatte ein freies Leben und wenn es demjenigen dann vor die Flinte läuft, so gemein sich das auch anhören mag, hatte eben Pech. Ob es vom Wolf oder Mensch gegessen wird, da sehe ich pauschal keinen Unterschied 🤷‍♀️. Ähnlich sehe ich es bei einem Raubtier (da viele diese Tiere manchmal schlimm/bösartig finden, da sie töten). Wenn es nicht jagt und tötet, stirbt es. Entweder stirbt das gejagte oder das Raubtier. Das eine hat nicht mehr Recht, als das andere. Was die reine Natur angeht, darüber sollten wir nicht urteilen, finde ich.

Mein Problem liegt, bei uns, in der unmenschlichen Massentierhaltung. Ich weiß nicht, was wir Menschen uns einbilden, zu meinen, wir dürften andere Lebewesen einfach einsperren, quälen und schlachten, wie es uns beliebt, nur weil wir das Bedürfnis dazu haben. Ja, für den Konsumenten ist es einfach. Er kauft das Fleisch in der Kaufhalle und kann sich seines Gewissens frei sprechen. Er tut ja nix schlimmes, foltert und tötet ja nicht. Eben dieses überlässt er allerdings anderen, während er behauptet Tierlieb zu sein und niemals töten zu können. Man könnte das auch feige nennen, wäre man fies 😉. Wir beschweren uns über Gewalt, Folter usw. Der Holocaust ist uns allen ins Gehirn gebrannt, sowas wie rituelle Gewalt wollen viele gar nicht glauben, weil diese Dimension der Perversität, gar nicht in ihre Köpfe geht.

Aber wir tun doch genau das gleiche mit den Tieren, tagtäglich!

,,Wie im Kleinen, so im Großen.“ – Eins der hermetischen Grundgesetze. Wir halten uns für etwas besseres. Denken, die Tiere hätten keine Emotionen. Wir brauchen das, was sie uns geben (Fleischhaltung, Tierversuche, Zoos, usw.), also ist unser Handeln dadurch gerechtfertigt. Ja aber genauso dachten auch die Nazis, denken Diktatoren, denken die Mitglieder gewalttätiger, perverser Kulte. Genauso denken die Täter.

Dimensionen

Über 2 Millionen Tiere schlachten wir TÄGLICH allein in Deutschland! 2 Millionen! Jährlich schmeißen allein die Haushalte (die Supermärkte kommen extra dazu, deren Container voll sind) 570.000 Tonnen Frischfleisch weg, wobei fast die Hälfte davon noch essbar wäre. Das wären ungefähr 100.000 Kühe, 1,5 Millionen Schweine und 50 Millionen Hühnern, welche umsonst starben! Fisch, etc. davon noch ausgenommen. Weltweit werden ca. 12 Millionen Tiere weggeworfen! Hinzukommen „Notschlachtungen“ wegen Seuchen (stellt euch mal Massentötungen, wegen z.B Corona, bei Menschen vor!). Sie starben umsonst, sie erlitten all die Qualen umsonst. Nicht einmal den Respekt, sie zu essen, haben wir mehr. Wenn ein Kind entführt und getötet wird, fragen wir uns nach dem Sinn. Wir wollen einen Grund. Ein Mörder, der einfach nur so tötet, geht uns nicht in den Kopf. Er ist ein Psychopath. Ein Kranker. Bücher werden über ihn geschrieben und Filme gedreht. Wir Menschen schütteln über ihn (sie) den Kopf.

Aber genau das passiert täglich mit den Tieren! Welches Recht nehmen wir uns heraus, sie unter uns zu stellen? Zu behaupten, sie hätten keine Gefühle (das beruhigt am Ende doch nur unser Gewissen)?

Ähnlich der Massentierhaltung betrifft es die Jäger. Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass nur ab und an ein Reh oder ein Hase geschossen wird. Es gibt Quoten zu erfüllen. Solch hohe Quoten, sodass sogar die Jäger schon auf die Barrikaden gehen und sagen, dass es so viele Tiere gar nicht mehr gibt, wie sie schießen sollen. Nächste Frage: Welches Recht haben wir (und wer glauben wir, hat es uns gegeben?) zu bestimmen, wie viele Tiere einer Art im Wald leben darf? Stellt euch mal vor, so eine Quote würde es für Menschen geben. Das in China jahrelang Mädchen, nach der Geburt, getötet wurden (weil es angeblich zu viele gab), finden wir unmenschlich. Aber was ist das dann?

Wir schießen die Wälder leer, wundern uns dann, dass der Wolf die Schafe reißt und nutzen das wiederum als Begründung, auch diesen zu schießen. In meinen Augen sind wir Menschen Scheusale. Ich nehme mich da nicht großkotzig raus, keine Sorge. Solange wir aber ignorant dem Gegenüberstehen, was wir nicht-menschlichen Lebewesen antun, brauchen wir uns, meiner Meinung nach, nicht wundern, dass wir uns auch gegenseitig so furchtbare Dinge antun. Das Gefühl besser als andere, ihnen überlegen zu sein und uns nehmen zu können, was wir wollen, dass treibt uns an und das wird auch letztendlich verantwortlich für unsere eigene Zerstörung sein. Wir handeln nicht mit der Natur im Einklang, sondern destruktiv gegen sie. Destruktiv gegen unsere Heimat. Und auf Zerstörung folgt Zerstörung, auch wenn manche Kreise das anders sehen wollen. Aber das ist nur meine Meinung.

Ökologische Gründe

Weltweit leiden 690 Millionen Menschen an Hunger, während gleichzeitig 33% der weltweiten Anbauflächen, für die tierische Nahrung verwendet werden. Europaweit sind das sogar 60% des erwirtschaften Getreides, welches in den Tiertrögen landet. Nun stell dir doch mal vor, wie viele Menschen wir, nur mit einen Viertel weniger Anbaufläche für die Tierhaltung, ernähren könnten. Eine Corona-Impfung können wir fast wie aus dem Hut zaubern (sind ja auch die reichen Länder betroffen). Wir reden davon Impfungen nach Afrika und Indien usw. zu schicken, während die Menschen dort verhungern (während wir hier die Lebensmittel per Gesetz wegschmeißen, siehe Supermärkte), verdursten oder an Krankheiten wie Aids, Malaria usw. dahinsiechen. In meinen Augen ist das blanker Hohn.

Der nächste Punkt, den ich stark kritisch sehe ist, dieses ganze Globalisierungsding. Das die Staaten zusammenarbeiten, finde ich super und vom Grundgedanken her, sollte es auch so sein. Die Realität sieht leider meist ganz anders aus. Darauf gehe ich aber vll mal separat ein. Wo es mir bei diesem Thema geht ist, dass ich nicht nachvollziehen kann, warum Tiere hier geschlachtet, dann nach China verschifft, dort ausgenommen und der Rest wieder hier her zurück verschifft wird. Ähnliches z.B mit Garnelen, etc. Wir reden von einer Klimakrise. Diesel darf nicht mehr gefahren werden, Co2-Steuer, überall Verbote. Aber Frachtschiffe, welche nachweislich die meisten Emissionen ausstoßen, werden sogar subventioniert. Nein, ernst kann ich all das nicht mehr nehmen.

Gesundheitliche Gründe

Fleisch ist ein Grundnahrungsmittel, schon seit der Urzeit, so heißt es oft. Ist das wirklich so?

Ich glaube, Fleisch per se ist nicht wirklich dramatisch. Dramatisch sehe ich hauptsächlich all die Antibiotika, Schmerzmittel, usw., welche die Tiere bekommen. Ohne geht es kaum noch, da die Tiere so viel Stress erleiden und auf so engen Raum zusammenleben müssen, dass sie krank werden. Schweine z.B sind, entgegen der landläufigen Meinung, extrem reinliche und soziale Tiere und nun schaue man sich doch mal an, wie man sie hält…

Zudem kommt hinzu, dass man größtenteils nur noch auf Effizienz und Quantität schaut. Die Tiere essen überwiegend Abfälle und chemisch, ungesunde Pampe (billig herzustellen). Aber das bleibt doch nicht dort und verpufft dann in der Luft! Wir nehmen all diese Medikamente (weshalb ja hauptsächlich erst Sachen wie Multiresistente Keime entstanden) und genmanipulierte Sojanahrung, Fischabfälle, Zuckerpampe usw. auch in uns auf! Aus Studien über Organtransplantation wurde zudem die Erkenntnis gewonnen, dass Gewebe Emotionen speichert. Sogar Erinnerungen und bestimmte Stimmungen vom Spender, erlebten Organempfänger.

Nun stellt euch mal vor, wir würden tatsächlich all die Emotionen der gequälten Tiere, beim Essen ihres Fleisches, in uns aufnehmen. Würde bei dieser Überlegung noch jemand, all die wachsende Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung, verwundern?

Fleisch in der Verdauung

Fleisch gehört tatsächlich zu den Lebensmitteln, welche die längste Zeit zur Verdauung benötigen. Man geht von 24 bis sogar 72h aus. Je nach Stoffwechsel und Körperbau eben. Wenn ich nun davon ausgehe, dass uns die Natur ja nicht mit Feuer- und Handwerkskenntnissen erschaffen hat (sondern sich das erst entwickelte), dann liegt für mich die These recht nahe, dass wir uns ursprünglich von Pflanzen und Kleingetier, wie Maden, Würmern, Käfern etc. ernährt und nur (später) im Notfall auf Fleisch zurückgegriffen haben. In der Natur und aus früherer Sicht, gab es nicht jeden Tag essen und eine Nahrung, die solange verdaut, war daher, in Hungerperioden, sogar sinnvoll.

Auch unser restlicher Körperbau legt dies Nahe, da unsere Verdauung mehr auf pflanzliche Nahrung, als auf fleischliche, ausgelegt ist. Da Fleisch schnell zu Fäulnis neigt, ist der Darm von Fleischfressern nur 3x so lang wie ihr Körper, unserer dagegen 12x so lang. Dauerhaftes Fleischessen (wobei jedes Stück für sich, eben lange im Körper verweilt), führt daher nicht selten zu Fäulnisgiften im Körper. Auch unser Speichel ist, im Gegensatz zu reinen Fleischfressern, nicht säurehaltig genug, um das tierische Eiweiß aufzuspalten. Im Gegensatz zu reinen Fleischfressern sind wir z.B auch nicht in der Lage, Vitamin C von selbst zu bilden, sondern benötigen dies über die Ernährung. Und so weiter und so fort. Das wir Fleisch unbedingt benötigen würden, halte ich also für ein Gerücht 😉.

Letztendlich lassen sich für mich viele, durch Fleisch entstandene Zivilisationskrankheiten (darunter auch chronische Übersäuerung, Herzkrankheiten, usw.), also auf die Haltungs- und Ernährungsweise der Tiere, sowie unseren permanenten Fleischkonsum zurückführen. Am Ende kommt eben alles auf einen zurück, wenn oftmals auch nicht direkt so offensichtlich.

Was ich gut fände

Wie gesagt, verteufle ich das Fleischessen nicht per se. Ich verstehe nur nicht, warum es uns nur noch um Masse und demnach Geld geht 🤷‍♀️. Warum gehen wir nicht mehr in den Wald und schießen uns ein Tier? Warum gibt es nicht mehr den einen Fleischer (oder je nach Dorfgröße 2 oder 3) pro Ortschaft, wo nur 1x wöchentlich geschlachtet wird und trotzdem alle satt werden? Und wenn keine Lende mehr da ist, ist sie eben nicht mehr da. Warum müssen wir alles en masse auf Vorrat haben, wenn wir es am Ende eh nur wegwerfen und keinen Respekt mehr davor haben?

So billig wie möglich muss alles sein. Ein ganzes Hühnchen wird manchmal für 1€ verkauft. 1€! Ein ganzes Leben! Stell dir vor, du oder dein Kind würde getötet und für 1€ verkauft! Wie würden wir aus dieser Perspektive heraus, darüber denken? Die Bauern werden dadurch zudem arm. Dem Lebewesen wird keinerlei Respekt mehr entgegengebracht und wir werden nur kränker. Warum leben wir also so und halten es noch für normal?

Warum leben manche auch ohne Milch, Eier, Honig, usw.?

Weil es in dieser Industrie nicht besser aussieht. Die Milchindustrie ist keinen Deut besser, als die Fleischindustrie. Den Hühnern in der Eierindustrie geht es furchtbar. Kükenschreddern wird abgeschafft? Toll! Endlich! Aber tot durch Elektrobad oder Gas ist besser? Ich erinnere wieder an den Holocaust 😉. Oder schon mal gesehen wie der Honig beschafft wird? Was die Bienen dafür bekommen, wie er gemischt wird (von wegen gesund), usw.? Wie die Fische gefangen oder in Aquakulturen gehalten werden (ebenfalls Massentierhaltung)? All das, ja, all das, ist keinen Deut besser.

Vegetarier, Veganer und Co. sind also größtenteils keine ,,in diesem Jahr ist Cord Mode, ich mach mal mit“ Leute, sondern meist Menschen, die dieses Leid nicht mehr ignorieren können.

Radikale Vegetarier/Veganer

Wie überall gibt es aber auch hier wieder Menschen, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, ihre Einstellung zur Ideologie zu machen und andere mit Androhung von Kontaktabbruch, Bestrafung durch Ignorieren, Beleidigen, Verschmähen, Auslachen usw. von ihrer Einstellung zu überzeugen.

Ich halte das für falsch! Wenn ich eine Meinung habe, die aus dem tiefsten Inneren kommt, dann halte ich die natürlich für richtig. Und das darf und sollte ich auch! Eine Meinung soll ja aus einer tiefen Überzeugung kommen und nicht nur nachgequatscht werden. Ich darf diese Meinung deshalb aber nicht gleich jeden anderen überstülpen! Wir tun manchmal so, als wären wir selbst perfekt und müssten die anderen missionieren.

Umgedreht erlebe ich aber auch immer wieder Anfeindungen von Fleischessern, da sie sofort das Gefühl bekommen, man wollte sie zu irgendwas überreden oder man würde zutiefst ungesund leben. Wenn man mich fragt, erzähle ich natürlich meine Beweggründe. Auf der anderen Seite würde ich deshalb niemals meinem Kind, Freunden etc. das Fleisch essen verbieten oder sie deshalb abschätzig behandeln. Allerdings kommen die auch damit klar. Mit meinen Beweggründen, verstehen diese und fühlen sich deshalb trotzdem nicht angegriffen.

Ich glaube, wer sich derart stark angegriffen fühlt (ohne das man natürlich versucht ihn zu überreden oder ihn verurteilt), der merkt nur sein eigenes, unterdrücktes Gewissen und projiziert das auf denjenigen, der ihn dahingehend triggert. Ebenso nervt es, wie ein Alien wegen der Ernährung behandelt zu werden. Durchaus gestehe ich einem anderen Menschen soviel Eigenverantwortung zu, dass er sich selbst um seine Gesundheit kümmern kann, sich darüber informiert und danach entscheidet. Gleiches erwarte ich von meinem Gegenüber. Das er mir dies zugesteht und mich nicht bei jeder Gelegenheit belehren oder überreden möchte wieder Fleisch zu essen (das gilt ebenso für Vegetarier/Veganer gegenüber Fleischessern!).

Schwierigkeiten dieser Lebensweise/Entscheidung

Ich finde Fleisch total lecker und ich liebe Käse, Butter, Eier usw. Irgendwie musste ich also schauen, meine Überzeugungen und meine Lebensweise aneinander anzupassen. Aber ich bin definitiv die letzte, die perfekt ist und den Finger über andere erheben kann!

Eier esse ich weiterhin, wenn auch wenig. Wenig deshalb, weil ich sie nicht mehr aus dem Supermarkt hole, sondern schaue, dass ich sie von Privat bekomme. D.h von dort, wo ich sehen kann, dass es den Tieren gut geht. Derzeit beziehe ich sie von einer Freundin. Honig beziehe ich ebenfalls von einen kleine, regionalen Bauern, vor Ort. Auf Milch verzichte ich, diese habe ich durch Hafermilch ersetzt. Dennoch nutze ich weiterhin Butter, Käse, Sahne und Schmand. Die Alternativen wie Margarine, Soja-Sahne usw. sagen mir aus gesundheitlichen Gründen (industriell stark aufbereitet) nicht zu. Zudem fällt es mir sehr schwer ohne zu kochen, trotz das ich weiß, dass die Tiere dafür leiden müssen. Fleisch und Fisch esse ich an sich nicht mehr, trotz alledem packte mich in den letzten Jahren auch der Appetit und ich holte mir eine handvollmal eine Makrele, Lachs oder Hackfleisch.

Warum tat/tue ich das?

Dafür kann man viele Ausflüchte und Ausreden finden, letzten Endes aber weil ich dem Genussdrang nachgab/-gebe. Meiner Meinung nach nützt es nicht viel, sich zu etwas zu zwingen, sondern eine Entscheidung sollte aus tiefsten Herzen kommen. Ich kann mich noch so oft zwingen, einem Sucht-/Genussstoff nicht mehr nachzugeben, aber wenn ich der Ursache nicht auf dem Grund gehe, wenn ich es nicht wirklich will, dann bleibe ich nicht lange abstinent.

Ich habe festgestellt, umso mehr ich mich dazu zwingen will etwas nicht zu tun, umso stärker bricht es am Ende durch. Manchmal überkommt mich demnach also auch der Heißhunger auf Fleisch

Was tue ich bei Heißhunger?

  • Ich frage mich, ob es gerade wirklich ums Fleisch geht oder ob ich generell einfach nur Hunger/Appetit habe und dieser auch durch etwas anderes gestillt werden kann (meistens ist es auch einfach nur Hunger)
  • Ich kaufe nicht sofort Fleisch/Fisch, wenn der Appetit kommt, sondern lasse es mir lange durch den Kopf gehen und wenn, nehme ich mir vor, mache ich es bewusst und einige Tage später (selten kommt es dann nämlich wirklich dazu) und dann nur soviel, dass es für einmal essen reicht (nichts auf Vorrat)
  • Wenn mich der Gedanke über Tage/Wochen begleitet, hole ich mir etwas (in meinen Fall Hackfleisch, was ich roh esse) vom Fleischer oder Fisch (nicht aus der Aquakulter) – dabei rede ich mir aber nichts schön, von wegen ,,Ach das Tier lebte bestimmt gut“ oder ,,Na, das eine Stück macht auch nix“ (auch für ein Stück stirbt das Tier)

Genauso gehe ich bei den Milchprodukten vor. Ich versuche nur soviel zu kaufen, wie ich auch wirklich für bestimmte Gerichte brauche und diese koche ich so selten, wie es (in dieser Zeit) geht. Also d.h es gibt nur Käse zum Überbacken ab und an, aber keine Käseplatten, Käsebrötchen (außer manchmal auf Reisen) oder so. Ich versuche mir also in den Kopf zu holen, ob das gerade wirklich notwendig ist oder ob ich den Appetit/Hunger auch anderweitig stillen kann.

Wichtig für mich: Keine Ignoranz

Ich würde also niemals jemand verurteilen, weil er weiterhin Fleisch isst oder sagt, er kann nicht ohne. Das habe ich selbst jahrelang so gedacht und gemacht. Und mit Milchprodukten geht es mir noch immer so. Warum sollte ich mich plötzlich als etwas besseres fühlen oder jemand anderes krampfhaft überzeugen wollen? Ich sehe gesundheitlich viel bedenkliches im Fleisch essen und mein Blutbild ist weiterhin gut, trotz (fast) nur pflanzlicher Ernährung (die 3x Hackfleisch in 3 Jahren, haben es jedenfalls nicht rausgeholt). Trotzdem glaube ich, sollte das jeder für sich entscheiden. Jeder Körper ist anders und mancher reagiert vll tatsächlich auf eine fleischlose Ernährung nicht so gut. Wer bin ich das zu be- oder verurteilen? Und selbst wenn derjenige es nur von der Willenskraft her nicht schafft: Wer weiß in welchen Bereichen er dafür ein viel besserer Mensch ist, als ich? 🤷‍♀️

Ich finde es nur wichtig all dem bewusst und nicht mit Ignoranz zu begegnen. Wenn ich mir meine Ernährung schön rede, das Leid der Tiere und der Umwelt versuche absichtlich auszublenden (um mein Gewissen nicht zu belasten), dann handle ich ignorant. Iss Fleisch, Milch, usw. aber bewusst! Hab Respekt vor dem Leben, das gelassen wurde und nehme es nicht als selbstverständlich hin!

Und dann kann man, wenn man will, auch beginnen den Fleischkonsum von 3x täglich (Fleisch, Wurst, Aufstrich, usw.) auf 3x wöchentlich zu beschränken. Der Braten am Sonntag schmeckt meist sogar viel besser, wenn er etwas Besonderes ist, als wie sonst, Alltäglichkeit. Was glaubt ihr, was allein so ein Minimieren des Fleischkonsums für positive Folgen hätte, im Gegensatz zu unserer derzeitigen Lebensweise?!

Kauft das Fleisch vom Fleischer, statt in der Kaufhalle. Damit unterstützt ihr die regionalen Bauern und in vielen Fällen hatten die Tiere zumindest ein annähernd besseres Leben (auch wenn auch sie am Ende trotzdem alle in die Schlachthöfe verfrachtet werden 😒), als bei dem Fleisch, welches ihr in der Kaufhalle, abgepackt, bekommt. Man kann vieles tun, und manchmal reichen viele kleine Schritte, für eine große Veränderung aus!

Esst also ruhig Tierprodukte, aber bitte macht es bewusst!

Verlassensängste (und Isolation)

,,Hab ich nicht“ – Da gabs bisher ne ganz klare Antwort drauf.

,,Du hast keinen Bock auf mich? Dann geh doch 🤷‍♀️“ So war zumindest bisher oder so ist meine Einstellung (ich versuch dran zu arbeiten). Bevor ich jemand eine Szene mache, mich anbiedere oder sogar bettle, würde ich mir lieber einen Arm ausreisen. Klar finde ich es doof, wenn man jemand verliert, den man mag, aber shit happens, oder nicht?

Dazu hatte ich letztens ein paar mehr Gedanken. Eine Erkenntnis quasi und die möchte ich euch nicht vorenthalten.

Was sind Verlassesängste?

Die Angst verlassen zu werden – Nein echt, dass bedeuten Verlassensängste?😅 Ja aber das ganze Zeug hat auch noch mehr Merkmale:

  • Eifersucht (inkl. Vorwürfe, starke Wut, etc.)
  • ständiges Kontrollieren/Misstrauen
  • Klammern
  • (emotionale) Abhängigkeit
  • Bestätigungssucht / Selbstwertprobleme (,,Bin ich wirklich gut genug?“)
  • Bindungsangst

Hab ich das?

Nö, natürlich nicht. Jegliche Szene (Eifersucht, Kontrollieren, Bestätigungssucht, Klammern, sogar Bindungsängste, etc.) würde so stark an meinem Stolz kratzen, dass ich nicht damit leben könnte.

Offiziell jedenfalls.

Wie schauts wirklich aus?

Ich habe ein Video geschaut, von einer Frau, die eine sehr alte Katze aus dem Tierheim adoptiert hat und dachte mir: ,,Wie schön!“ Sie wollte nicht, dass das Tier in einem Käfig stirbt und hat sie daher, für ihre letzten Tage, bei sich aufgenommen. Und ich finde das wunderschön. Schlagartig wurde mir aber klar, dass ich das nicht könnte, auch wenn ich diesen Gedankengang voll unterstütze.

Ich hätte eine Beziehung zu dem Tier aufgebaut, aber nach kurzer Zeit würde es von mir gehen. Das packe ich nicht. Dieser Gedankengang brachte mich dazu, all das mal zu hinterfragen.

An sich empfinde ich diesen Gedankengang nämlich als sehr egoistisch. Ich könnte nur ein noch sehr junges Tier bei mir aufnehmen, bei welchem ich zumindest die Hoffnung hätte, es würde länger bei mir bleiben, weil ich die Trennung nicht ertrage würde …

Verschachtelte Trennungsängste

Kommen wir mal kurz zu dem, wie ich mich wirklich empfinde. Nicht das, was die Oberfläche sagt, denn die mag mich. Die findest mich selbst als recht okay. Die kann manchmal sogar recht arrogant von und über mich sprechen.

In Wirklichkeit ist da ein tiefer Kern vergraben, der mich selbst abgrundtief hasst. Der das Gefühl empfindet, niemals könnte mich jemand so mögen, wie ich bin. Das dies unmöglich wäre. Das mich jeder, der mich ansatzweise mag, dies nur tut, weil er gerade nichts besseres zur Verfügung hat. Das ich für niemand etwas besonderes und jederzeit leicht austauschbar bin. Das jeder, der mein wahres Wesen erkennt, die Beine in die Hand nimmt und schaut, so schnell wegzukommen, wie es nur geht.

Wenn du im tiefen Inneren so etwas empfindest, dann fällt es dir schwer zu glauben, dass jemals jemand bei dir bleiben würde. Es sei denn, natürlich, du spielst eine Rolle. Du gibst vor jemand zu sein, der du nicht wirklich bist.

,,Versteck dein Inneres! Versteck dein wahres Wesen! Niemand darf das sehen!„, ist so ein tief sitzender, innerer Gedanke. ,,Niemand darf sehen, wer du wirklich bist, denn dann verlässt er dich!

Das bedeutet, dass irgendwo, tief drinnen, dieser Drang besteht, nicht diejenige zu sein, die ich eben bin. Wenn du Menschen näher kommst, dann führt dies aber unweigerlich dazu, dass du deine Maske fallen lassen musst. Du kannst sowas nicht ewig aufrecht erhalten. Menschen an sich ran lassen, ist also mit viel Angst verbunden, denn dann sehen sie ja, wer du bist. Aber eigentlich mag ich es, Menschen nahe an mich ran zu lassen (ja eigentlich suche ich Nähe). Gleichzeitig auch nicht. Gleichzeitig macht es mir unheimliche Angst, jemand in meine (emotionale, echte) Nähe zu lassen.

Die Maske

Auf die habe ich gar keine Lust mehr. Ehrlich.

Mich kotzt all das nur noch an. Warum sollte ich vor Menschen jemand spielen, der ich gar nicht bin?! Ich glaube, besonders gut konnte ich das noch nie. Da ist so viel innerer Stolz, soviel Ich-sein-wollen, dass ich trotz aller Bemühungen, es nie schaffe, so eine Maske lange zu tragen, was oft zu vielen Komplikationen geführt hat. Viele Menschen erwarten, dass du deine Rolle weiterhin spielst, habe ich das Gefühl. Ohne Schwäche. Ohne Individualität. Das du ein wichtiges Rädchen der Gesellschaft bleibst.

Da gibt es viele Masken. Die Maske des Angepasst sein und des braven, artigen Bürgers. Des Menschen, der keine Fragen stellt. Die Maske, die alles über sich ergehen lässt, die glaubt es verdient zu haben. Es erdulden zu müssen. Oder Dinge zu verschweigen. Die Maske, die vorgibt wortgewandt und selbstbewusst zu sein – ,,Nix kann mir was anhaben“. Oder die Maske, die die Gefühle und Bedürfnisse der anderen über ihre eigenen stellt: ,,Nicht auffallen, alles über sich ergehen lassen. Denn ich will das ja auch. Ich brauch das!“

Ernsthaft??

Brauche ich das? Will ich das? Nein will ich nicht!

Ich hab die Schnauze voll! So gestrichen voll! Nicht ich zu sein und immer das Gefühl zu haben, sobald ich ich bin, verlässt man mich. Hasst man mich. Erträgt man mich nicht mehr. Vll kommt daher der Gedankengang: ,,Wenn du keinen Bock auf mich hast, dann geh doch!“. Der Gedanke macht es einen einfach, klar. Aber ich würde das gerne mit mehr Distanz und weniger Schmerz sehen wollen.

Was steckt wirklich dahinter?

Tatsächlich bin ich ein eifersüchtiger Charakter. Wer keinen Selbstwert hat, der ist oft eifersüchtig. Wenn ich so furchtbar bin, dass mich keiner will, natürlich habe ich in Wahrheit dann Angst ersetzt zu werden. Die Erfahrung hat es ja auch immer wieder gezeigt. Aber würde ich das offen zeigen, hätte das noch mehr Ablehnung zur Folge und Ablehnung ist ein Ding, mit dem ich schwer klar komme. Ich tue immer so. Aber Ablehnung (jeglicher Art) hat für mich das Gefühl zur Folge, dass ich kein Recht habe zu existieren. Rational ist mir bewusst, dass das Quatsch ist. Aber emotional?

Lieber bringe ich von vorn herein eine emotionale Trennung zwischen mich und der Person, die ich mag, bevor es diese Person tut. ,,Ich brauche niemand! Mir egal ob derjenige mich mag, komisch findet oder nicht, ich brauche denjenigen nicht!“ – Das ist der Leitsatz. Funktioniert nur selten. Dazu bin ich viel zu emotional. Belasten tut es mich doch oft mehr, als mir recht ist. Natürlich brauche ich andere Menschen. Natürlich möchte ich Emotionen für diese hegen. Natürlich möchte ich nicht mehr allein sein. Alles andere sind nur Lügen. Lügen, von und vor mir selbst.

Die Folgen

Die Folgen dieses verqueren Denkens, dass ich nicht sein dürfte wer ich bin. Das ich für niemand Emotionen hegen dürfte, dass mich niemand mag. Die Folgen davon sind restlose Isolation. Isolation und tiefer, verschachtelter Selbsthass (denn ich bekomme ja nicht mal die Rolle aufrecht erhalten). Seit Jahren. Herrgott, ich merke das jetzt erst. 30 bin ich jetzt geworden. Und ich merke das jetzt erst. Dass das der falsche Weg ist. Jetzt wo es manchmal gefühlt fast zu spät ist. Wo sich jede Begegnung so schwer anfühlt. Wo sich Panik, Bauchkrämpfe usw. in der Gegenwart von Menschen anbahnen. Manche sprechen von Sozialphobie. Vll kann man es so nennen, mir egal. Am Ende hat doch alles seinen Ursprung und den muss man angehen.

Isolieren. Keinen Menschen begegnen, um der Gefahr aus dem Weg zu gehen, verlassen zu werden. Um der Gefahr aus dem Weg zu gehen, für das verlassen zu werden (was durch viele Arten stattfinden kann), was du im tiefen Inneren bist.

Ich kann nicht an mir halten. So gut wie nie. Wenn es um meine Meinung geht. Ich kann mich nicht anpassen. Anbiedern. Unterordnen, um gemocht zu werden. Also kommt am Ende immer mein Inneres durch. Meine Meinung kommt am Ende immer wieder durch. Immer wieder zeige ich mein Inneres, obwohl ich weiß, dass sollte ich nicht. Immer wieder schäme ich mich also. Also isoliere ich mich mehr. Also bekomme ich immer mehr Angst vor menschlichen Kontakten. Immer mehr Hass auf mich, weil ich nicht funktioniere, wie ich es sollte. Wie ein Haifischbecken fühlt sich das an. Man könnte sagen, ich lebe diese Ängste nicht an anderen aus (durch Bestrafung wegen Eifersucht etc.), sondern bestrafen mich selbst dafür. Lebe sie an mir aus.

Trotzdem will ich nicht mehr

Nicht sein zu können, wie andere mich wollen (oder wie ich denke sie wollen mich) führt noch mehr zu dem Gefühl Unfähig zu sein. Aber am Ende spielt sich all das, dass ich denke das ich für mein wahres Wesen nicht akzeptiert würde, dass man mich deshalb ablehnt, doch nur in meinen Gedanken ab, oder? All das ist am Ende nur eine Konditionierung von Außen. Zu dem Schluss bin ich letztendlich jedenfalls gekommen.

Warum sollte eine offene Person, die nicht selbst auf bestimmte Merkmale konditioniert wurde, sowas glauben? Das ich schlecht oder böse wäre? Und am Ende suche ich doch den Kontakt zu offenen Personen, Menschen. Menschen die tiefer schauen. Vor denen ich keine Rolle spielen muss. Vor denen ich sein darf, wie ich bin. Ohne Schauspiel.

Ob diese Erkenntnis letzten Endes zu weniger Isolation führen wird, mag dahin gestellt sein. Auf Anhieb bestimmt nicht. Aber am Ende ist es doch wichtig zu erkennen, dass man sich die eigenen Grenzen selbst setzt, oder? Ich versuche dagegen anzugehen. Das zu tun, was mir Angst macht. Das zu tun, was oft trotzdem zu einer Zurückweisung führen kann und das fühlt sich elendig an. Aber aufgeben ist ja auch nicht wirklich eine Option, oder? Zumindest nicht solange du am Leben bist.

Ja, genug klug geschissen. Ende für heute, würde ich sagen 😅

Zweifel (Update)

Ne, die sind immer noch nicht weg😂

Und wenn die solange anhalten, dann kann doch auch nix sein, oder? Denk ich mir zumindest 😅

Ich stieß letztens auf den Blog, einer Betroffenen, und der war so toll gemacht! Nach nicht mal über einem Jahr wusste sie schon größtenteils was damals vorgefallen war, sie konnte Innenpersonen (grob) beschreiben und zuordnen und ich sitz da und werd einfach nur wieder unsicher.

Nein irgendwie ist es gar nicht schlau für mich, mich mit anderen Betroffenen zu beschäftigen, weil ich dieses Drecks Vergleichen einfach nicht abstellen kann.

Was andere können…

… und ich nicht – ,,Ja, komm heul wo anders rum“, denk ich mir. Als wär es für andere so einfach.

Trotzdem, ich bekomms nicht gebacken. Ne innere Landkarte, das ist die Aufgabe. Ja, das hab ich letzten Herbst schon mal gemacht. Jetzt hab ich ein paar nette Bildchen dazu gepackt, es wurden ein paar Gefühle mehr. Ich kann 2-3 sogar grob mit Aufgabe und Aussehen bestimmen, aber trag ichs auf der Landkarte ein? Natürlich nicht. Wir müssen ja immer schön im Konjunktiv bleiben. Vielleicht, könnte, eventuell. Könnte ja immerhin auch alles falsch sein. Und wehe etwas falsch machen!

Ich bin jetzt seit 3 Jahren strikt allein zuhause, merke ich. Zum einkaufen und für notwendige Termine gehe ich vor die Tür. Derzeit nehme ich keine Blackouts wahr. Es sind Kleinigkeiten zuhause, wovon man behaupten könnte, dass ich mich nicht daran erinnere. Kleinigkeiten. Die lassen sich aber auch anders erklären. Ich weiß nicht viel von meiner Vergangenheit. Bruchstücke, aber das lässt sich auch mit einer dissoziativen Amnesie erklären. Blackouts in Hochstressstiuationen. Auch das lässt sich rational erklären, denke ich mir.

Nein, das denke ich mir nicht nur. Das ist auch so.

In der Therapie…

Kommen das erste Mal andere durch. Ich habe das erste Mal, vor jemand fremden, keine Zugriff mehr auf mein Denken, auf meine Handlungen und meine Worte (zumindest so, dass es mir auffällt). Ich merke das erstmals. Glaube ich zumindest. Sie fragte das letzte Mal, dass erste Mal, ob das, was ich da erzählte, meine ,,Aufgabe“ wäre und ich spürte die Überraschung im Inneren. Das angesprochen werden, brachte die Überraschung. Das erste Mal wird aktiv, im Ansatz, über Innenanteile geredet. Das Problem war bisher nicht meine Thera., sondern ich. Ich habe bisher klar verständlich gemacht, dass ich dieses Thema nicht abkann. Und kaum habe ich die „Landkarte“ angefertigt, bahnt sich schon das nächste, innere Desaster an – ,,Das ist nicht echt, du Simulant! Hör endlich auf damit!

Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich mehr oder weniger in Isolation. Es gab Situationen wo ich im Nachhinein merkte, dass ich nicht anwesend war (Blackouts also, ohne Erinnerung daran, dass ich welche hatte), aber es gibt so gut wie keine Situationen, wo ich bewusst das Gefühl hatte, nicht steuern zu können, was ich da gerade tue. Nie nahm ich das wirklich zu 100% bewusst wahr. Im Nachhinein, ja. Aber im Nachhinein kann man sich ja viel zusammenreimen, denke ich mir.

Auf der einen Seite, denke ich, momentan also das wohl doch etwas dran ist, auf der anderen Seite wächst genau deshalb der Zweifel immer mehr. Ein ekelhaftes zur Schau stellen ist das, was ich da mache. Umso mehr „Bestätigung“ aus dem Inneren kommt (sich etwas zeigt oder versucht zu kommunizieren), umso mehr ist das meine Bestätigung für meine Lügen und ich blocke ab. Umso weniger „Bestätigung“ aus dem Inneren kommt (,,ja wo ist Anteil XY, der erzählt wer und was er ist und was er hier treibt??“), desto unsicherer werde ich. Weder das eine, noch das andere kann ich behaupten, ohne unsicher zu werden.

So empfinde ich das. Wenn da jemand wäre und wäre es nur ein Ego-State, dann könnte ich den doch endlich mal klar benennen. Dann könnte ich damit doch mal was anfangen, ohne diesen Selbsthass dabei zu verspüren. Ohne das Gefühl zu lügen. Dann, denke ich mir, wäre da mehr, müsste da doch mal, so wie bei anderen, jemand erscheinen und sagen: ,,Hey ich bin die Gertrude und die Sache ist die und die“, aber nix. Ich tümpel immer noch da rum, wo ich am Anfang war. Im Gegenteil, hab ich das Gefühl, als wäre ich 3 Schritte zurückgegangen. Keine Kommunikation mehr, kein Wahrnehmen der anderen. Nix. Latent, wenn ich mich anstrenge. Man kann sich aber auch in vieles reinsteigern, denke ich mir.

Das eigentliche Problem

Sind, glaub ich, gar nicht die Anteile an sich, sondern das, was mit Trauma damit verbunden wäre. Emotionaler Missbrauch, ja. Das weiß ich (witzig das ich es immer noch unter „lapidaren Scheiß“ verbuche). Und dadurch kann eine dissoziative Störung entstehen. Und gut ist. Sense. Damit kann man doch arbeiten, oder? Will ich ja. Und dann kommen die Träume. Keine visuellen Flashbacks am Tag. Obwohl auch da schon Bilder erschienen sind, ohne Gefühl, ohne irgendwas. Nur Bilder. Sind auch das Flashbacks??

Ich hab meine Thera. immer noch nicht gefragt oder ihr davon erzählt. In meinen Beitrag über Flashbacks behaupte ich jedenfalls, dass das welche wären, also nur Bilder (immer wieder überraschend was ich da so schreibe 🤦‍♀️). Aber gut. Träume sind Träume. Bilder kann man sich im Unterbewusstsein ausdenken. Nix klares. Und das macht mich wahnsinnig! Dieses ständige: ,,Also da war doch das und das“ und dann wieder dieses: „Sag mal, bist du noch bei Trost?! Leuten dies und jenes zu unterstellen?!“

Und z.Z ist so gut wie gar kein Innenkontakt mehr vorhanden. Ein Grund mehr mich darin bestätig zu fühlen, dass alles nur Quatsch ist. Ich meine, war der je vorhanden? Vll hab ich mir das nur eingebildet. Gespräche einer einsamen Irren, mit sich selbst…

Warum hören denn alle anderen die ,,anderen“? Und können mit denen reden und arbeiten? Und bekommen ihre Blackouts mit? Oder haben plötzlich Erinnerungen? Warum ist hier alles weg, sobald ich damit arbeiten will? Habe ich sie vergrault? Waren sie nie da? Herrgott! Bring einer diesen Schwachsinn zum Schweigen oder wenigstens auf einen Nenner!!

Ich bin noch nie in einer anderen Stadt „aufgewacht“. Für mich gibt es nur mein zuhause. Ich bin immer zuhause. Als ich noch in der Stadt lebte, gab es Hinweise, dass ich die Wohnung verließ (Taschen mit Schuhen und T-Shirts, Hosen usw. – die auf Übernachtungen wo anders schließen ließen, Nummern + Namen im Telefonbuch, die ich nicht kenne, etc.), aber jetzt nix. Ich bin zuhause, für mich allein. Da ist auch niemand den ich fragen könnte. Bei den 2 menschlichen Kontakten im Monat funktioniere ich normal. Ganz normal. Keine Besonderheiten. Alles frühere lässt sich auch rational erklären.

Wäre da jemand anderes, würde der nicht rausgehen? Würde der nicht Dinge tun? Dinge endlich sagen? Das müsste doch auffallen.

Trauma

Ich les mich tot, habe ich das Gefühl. Wie ein Trauma funktioniert. Wie all das biologisch/psychologisch funktioniert. Und ich könnte den meisten, für fast alles, ne psychologische Erklärung liefern, aber ich selbst denke mir, dass ein Trauma in diesen Ausmaßen nicht möglich wäre. Nicht bei mir. Ich wüsste doch davon, denke ich mir. Irgendwas wüsste ich. Irgendein Indiz.

Und ehrlich? Die gibt es. Aber bei mir … bei mir sind die ,,übertrieben, ausgedacht, zugespitzt„. Mach ich mich jetzt selbst „Besonders“, weil ich denke ich wäre die Einzige, die so furchtbar ist, dass ihr nicht mal jemand etwas antun könnte und es für all das eine andere Erklärung gibt oder weil ich denke, ich wäre so ekelhaft, dass ich nicht mal den ehrlichen Umgang mit mir selbst lernen kann? Ehrlich zu sich selbst sein? Als Einzige zu dumm dafür? Beides ist ein Hervorheben, was ich in meinen Augen nicht „verdiene“. Wo kommt das nur her?? Boar langsam macht mich das wahnsinnig! Dieses Denken. Dieses völlig verquere Denken! Eigentlich finde ich mich nämlich toll … Ja komm, da muss keiner mehr folgen können.

Mittlerweile lese ich gar nichts mehr. Ich schaue kaum bis gar nicht mehr in andere Dis-Kanäle rein oder bin in Selbsthilfe-Gruppen unterwegs. Weil alles die Zweifel, die eigene Unfähigkeit, das eigene ,,Ich kann das einfach nicht“ antriggert. Denn das bestätigt die Zweifel, das Gefühl zu lügen. Das Gefühl unrecht über andere zu denken (,,als wäre dir etwas schlimmes passiert! Als würden die sowas tun!“) . Das Gefühl schlecht zu sein, so wie man ist. Ehrlich, da kommen Gefühle hoch von: ,,Du bist so unwichtig, dass dir nicht mal der letzte Ar*ch etwas hätte antun wollen“ – Selbst für ein Trauma bist du zu unwichtig! Alles Selbstdarstellung!“ – Klar. Viele Traumabetroffene denken so, aber nun stell dir doch mal vor, diese Gedanken haben recht?! Die Chance steht 50-50.

Ich würde das gerne alles neutral angehen wollen. Neutral nur das behandeln wollen, was gerade da ist, aber es geht nicht. Die Oberfläche behandeln bringt keine Besserung, merke ich, und das darunter liegende ist durchsetzt mit Selbsthass und Ablehnung. Da ist kein Weg ran. Viele Vermutungen müssen nicht mal im Ansatz stimmen, aber um sich klar zu werden, was wahr ist und was nicht, muss man all das ja erstmal neutral angehen können. Indizien untersuchen und dann als wahr, möglich oder unwahr aussortieren können. Boar, aber wie macht man das??

Wie kommt man an diesen Punkt, sich selbst erstmal ein Trauma zuzugestehen? Sich selbst zuzugestehen, dass es okay ist verletzt zu sein? Wie kommt man an den Punkt sich selbst erstmal ernst nehmen zu dürfen? Schwäche zu zeigen? Die Maske abzulegen? Auch vor sich selbst?

Alles perfekt machen

Ich trau mich kaum etwas zu meiner Thera. zu sagen, weil ich denke das all das, bevor ich es sage, erstmal Hand und Fuß haben muss. Ich kann doch nix sagen, was dann vll gar nicht stimmt, denke ich mir. Und sie versucht mich immer wieder zu beruhigen und zu sagen, dass wir hier nicht vor Gericht sind. Das sich Erinnerungen und Gefühle erst finden dürfen. Dass das ein langer Prozess ist und wir nur das angehen, was gerade aktuell ist. Und sei es am Ende nur eine Fantasie.

Aber das funktioniert in meinem Denken nicht. Was ich sage, darf nicht unwahr sein, denke ich mir. Wenn ich jetzt etwas unwahres sage, und sei es nur im Ansatz, dann glaubt sie mir doch nie wieder ein Wort! Wenn ich jetzt etwas unwahres denke, wie kann ICH mir dann jemals wieder in die Augen schauen? Ich bin doch die einzige Person, der ich vertrauen kann und wenn ich jetzt etwas behaupte, was dann so gar nicht stimmt, wie soll ich mir jemals wieder vertrauen können? Aber ohne eine Theorie gibt es keinen Fortschritt. Ohne eine These, die bewiesen oder widerlegt werden kann, gibt es keinen Wachstum. Das ist mir bewusst. Umsetzen kann ich es trotzdem nicht.

Und deshalb, weil ich nichts meiner Gedanken beweisen kann, möchte ich mich derzeit am liebsten vor mir selbst verstecken. Verkriechen. Nichts mehr fühlen. All das ausblenden, was innerlich da ist. So tun, als wäre alles wie vorher. An der Oberfläche kratzen. Denn all das Innere ist ja unwahr. Ich würde das so gern akzeptieren. Glauben. Aus tiefstem Innern.

Ich hab das Gefühl, dass all das für meine Depression momentan zuständig ist. All diese verlogenen Gedanken, aber abstellen kann ich sie nicht. Ich kann die Träume nicht abstellen. Ich kann die Gefühle nicht abstellen. Und ich kann meinen Selbsthass über meine eigene Unfähigkeit nicht abstellen. Das Gefühl nicht stark genug für meine Innenwelt zu sein. Nicht stark genug für die Außenwelt. Stark genug für das, was ich doch können müsste. Nicht stark genug für die Wahrheit, wie auch immer sie aussehen mag. Und nicht stark genug für das, was ich fühle. Für nix stark genug einfach. Das fuckt einfach nur ab!

Mind Control

Mind Control heißt übersetzt Gedankenkontrolle, d.h nicht du steuerst oder entscheidest über deine Gedanken, Wünsche, Gefühle und Handlungen, sondern jemand anderes. Wie genau das angestellt wird und aus welchen Gründen, schauen wir uns heute einmal näher an.

Wer verwendet Mind Control?

Mind Control (MC) wird von unterschiedlichsten Tätern und Gruppen/Gruppierungen verwendet.

Im Prinzip war jeder dissoziative Mensch in irgendeiner Form einmal einer Art von Gedankenkontrolle ausgesetzt. Wenn der Vater z.B immer wieder gesagt hat, dass man niemand erzählen darf was passiert ist, dass sonst die Familie auseinanderbricht, Papa ins Gefängnis kommt usw., dann war auch das in einer bestimmten Form Gedankenkontrolle. Die Kinder wurden dazu konditioniert, dass sie niemand etwas sagen dürfen, selbst wenn sie es wollen. Es kann dabei (bei der inneren Aufspaltung) dazu kommen, dass innere Bestrafer entstehen, die dieses Schweigegebot versuchen umzusetzen. Dies ist jedoch unfreiwillig angewandtes MC (kein Mind Control im Sinne organisierter Gewalt) .

Gezieltes, traumabasiertes Mind Control wiederum wird von verschiedenen Gruppen ausgeübt. Das können satanisch/luziferianische Gruppen sein, welche Satan/Lucifer anbeten. Aber auch christliche Gruppen sind möglich. Gruppen die eine ägyptische Gottheit (z.B Isis) in den Mittelpunkt stellen, usw. Bei all diesen ,,religiös“ geprägten Gruppen spricht man auch von ritueller Gewalt.

Aber es gibt auch Gruppen die z.B Hitler in ihr Zentrum stellen, rassistische weitere Gruppen wie den Ku Klux Klan (die ebenfalls die weiße Vorherrschaft im Mittelpunkt haben), aber auch politische und militärische Gruppen gibt es (für Spionage, politische Attentate usw.).

Auch solche, die keiner dieser Ideologien folgen, sind möglich. Darunter fallen dann z.B auch Gruppen, denen es hauptsächlich „nur“ um (Kinder)Pornografie und (Kinder)Prostitution geht.

Warum wird Mind Control eingesetzt?

Ich habs eben schon angeschnitten: Prostitution, Pornografie, Drogenschmuggel, politische Spionage (wie z.B während des kalten Krieges), politische Attentate, usw. sind Gründe dafür.

Der Kernpunkt all dessen ist die gezielte Persönlichkeitsaufspaltung. Es werden innere Persönlichkeiten erschaffen, die auf die Ausübung der ihnen gegebenen Aufträge/Befehle konditioniert werden. Diese Innenpersönlichkeiten sind abgespalten von der Person, die im normalen Alltag anwesend ist, weshalb sich diese dann auch nicht an die Ausführung dieser Taten erinnern kann.

Dies ist ein Grund, warum Mind Control hauptsächlich bereits im sehr frühen Kindheitsalter beginnt. Erwachsene Menschen können zwar ebenfalls MC ausgesetzt und dadurch programmiert/beeinflusst werden, jedoch ist keine Persönlichkeitsspaltung (und dadurch auch keine solch feste Programmierung) möglich.

Nehmen wir den Bereich der politischen Spionage z.B einmal. Im Kalten Krieg wurden gezielt solche Spione erschaffen, die sich im Fall einer Festnahme nicht erinnern konnten, weshalb sie überhaupt in diesem Land sind und was ihr Ziel ist. Wer nicht weiß was er tut (weil eben eine andere Innenperson aktiv war), der kann auch niemand davon erzählen. Nicht einmal unter Folter. Was heißt, dass die Auftragsgeber unentdeckt agieren können.

Wenn Kinder z.B zur Kinderprostitution/-pornografie eingesetzt werden sollen, ist es sinnvoll, wenn diese Ausübung eine der Innenpersonen übernimmt. Kinder erleiden während dieser Taten schreckliche Schmerzen. Oft haben sie viele Kunden hintereinander, welche teilweise furchtbare Bedürfnisse/Wünsche haben. Dennoch müssen die Kinder am nächsten Tag wieder in die Schule gehen. Sie müssen für die Außenwelt funktionieren und nichts darf auffallen. Und das setzt man eben am besten um, indem man die Kinder aufspaltet.

Die Kinder (Alltagspersönlichkeiten) können so ganz „normal“ im Alltag agieren und wissen nichts von der Parallelwelt, in der sie nebenher leben und was sie (bzw. ihre Innenpersonen) dort tun müssen. Weder bei Verwandten, noch in der Schule können sie darüber also berichten (außer eine Innenperson wechselt aus Versehen raus und verplappert sich).

Weitere Gründe

  • Täter geilt es auf, die Macht über Leben und Tod zu haben
  • Sie haben Lust an der sadistischen Folter/dem Quälen der Kinder
  • Geld verdienen hatten wir schon (siehe Prostitution, Drogenschmuggel, usw.)
  • Die Täter wollen absolute Hörigkeit, Gehorsam und Loyalität der Opfer ihnen gegenüber herstellen
  • Sie wollen alles tun können, was sie wollen und damit ungestraft durchkommen

Alles Sachen, die man sich bei Menschen so gaaaaar nicht vorstellen kann, oder 😉? Dann kann das ja nur eine Verschwörungstheorie sein, ne?

Wie funktioniert Mind Control?

Traumabasiertes Mind Control ist eine Form der Gehirnwäsche, welche durch eine Kombination aus hypnotischer Suggestion, Drogen , Folter, Verwirrung, Bedrohungen und maligner Double-Binds (bösartige widersprüchliche Botschaften/Aufträge – d.h du hast nur die Wahl zwischen etwas was dir sehr schadet und etwas anderen, das dir schadet), umgesetzt wird.

Beispiel (Triggerwarnung!)

Kleine Kinder (zwischen 3-5 Jahren) werden unter Drogen gesetzt, sodass sie stark berauscht sind. Man inszeniert eine Bühnenshow, die das Kind glauben lässt es wäre z.B in der Hölle. Feuer projiziert man auf eine Leinwand, Rauch kann durch Trockeneis gestellt werden. Marionetten oder kostümierte Kultmitglieder stellen Dämonen dar, usw. Nun werden die Kinder vergewaltigt und gefoltert, solange bis neue Innenpersonen entstehen. Die Kinder werden danach selbst kostümiert, geschminkt und zurecht gemacht. Die neu entstandenen Innenpersonen werden nun vor einen Spiegel gestellt und ihnen wird gezeigt/gesagt, sie seien selbst Dämonen, Teufel, ect.

Auch eine Aufgabe wird ihnen zugeteilt. Erfüllen sie diese nicht, foltern und vergewaltigen die Täter sie solange oder fügen von ihnen geliebten Wesen Schaden zu, bis eine Zuwiderhandlung nicht mehr in Frage kommt . All das festigt die Konditionierung, auf die Ausführung der ihnen gegebenen Aufgaben.

Innere Täter erschaffen

Kultmitglieder legen sehr viel Wert darauf, dass die Opfer dazu erzogen werden selbst Gewalt auszuüben. Zum einen soll dadurch das Schweigegebot aufrecht erhalten werden (,,Wenn du zur Polizei gehst, sagen/zeigen wir denen was DU gemacht hast, dann kommst du ins Gefängnis, wo man dir noch mehr Gewalt antun wird.“). Die Kinder, und später Erwachsenen, sollen das Gefühl haben selbst böse und schuldig zu sein und dadurch glauben, dass sie nur für den Kult gut genug wären und nur dieser sie akzeptiere.

Des weiteren sollen sie aber vor allem die erfahrene Gewalt später auch an die nächste Generation weitergeben. Viele werden selbst zu Programmierern programmiert.

Kinder werden dazu gezwungen andere Kinder, Haustiere, usw. zu töten. Sollte sie sich weigern, werden sie solange vergewaltigt, gefoltert und gequält bis eine entsprechende Innenperson entstanden ist, die diesen Auftrag ausführt. Die Kinder haben also keine Wahl. Man macht sie zu Tätern. Sie wollen keine Täter sein!

Manchmal lässt man ihnen auch die ,,Wahl“, zwischen selbst gefoltert werden oder andere zu foltern.

Gehorsam und Loyalität

Gehorsam wird durch militärischen Drill antrainiert. Bei jeglichen Regelverstoß folgen schwere Strafen (so auch beim zufälligen rauswechseln, was nicht erwünscht ist). Ebenfalls müssen die Kinder dabei aufpassen, wie andere ,,Verräter“ (oft sind das vorgetäuschte Verräter, nur um die Kinder abzuschrecken) gefoltert oder sogar getötet werden. Ihnen wird gesagt, sollten sie jemals etwas verraten oder sich gegen den Kult stellen, wird man sie, ihre Freunde oder Familie foltern und töten.

Weiter werden Innenpersonen erschaffen, die als Berichterstatter fungieren sollen. Diese halten die Täter stets auf dem Laufenden, über alles was die Alltagsperson macht. Therapie, mögliche Regelverstöße (wie z.B sich erinnern, reden über den Kult,…) usw.

Diesen Innenpersonen wurde dazu früher eingeredet, dass die Täter sowieso alles wüssten was geschieht und sie mit schweren Strafen rechnen müssten, sollten sie nicht ihren Job machen. Den Kindern wird dazu eingeredet, dass die Täter z.B immer ihre Gedanken kennen würden, das ihnen Sonden ins Gehirn eingepflanzt wurden, die die Täter alles wissen lassen. Das die Täter überall wären und alles sehen und hören würden. Aus Angst vor der Strafe, wenn sie nicht berichten, halten diese Innenpersonen die Täter also regelmäßig auf dem Laufenden. Das Gleiche gilt für Innenpersonen, die dafür sorgen das der Körper regelmäßig an Ritualen teilnimmt, etc. Diese Innenpersonen sind also nicht böse! Sie tun alles um den Körper vor dem drohenden Tod zu bewahren! Zudem trainiert man sie auf bestimmte Ideologien. Was sollst du anderes glauben, wenn du von Anfang an diesen Ideologien ausgesetzt warst?

Formen der Gewalt (Triggerwarnung!)

1. Sexueller Missbrauch und physiche, wie psychische Folter

2. Einsperren in Kisten, Käfigen, Särgen usw. oder lebendiges Beerdigen (häufig mit einer Öffnung oder einem Luftschlauch für Sauerstoff)

3. Fesseln mit Seilen, Ketten, usw.

4. Fast ertrinken lassen

5. Extreme Hitze und Kälte, einschließlich Eintauchen in Eiswasser

6. Häuten (bei überlebenden Opfern werden nur die obersten Hautschichten entfernt)

7. Blendendes Licht

8. Elektroschocks

9. Erzwungene Einnahme von anstößigen Körperflüssigkeiten und Stoffen wie Blut, Urin, Kot, Fleisch usw. (=Ekeltraining)

10. In schmerzhaften Positionen oder kopfüber aufgehängt werden

11. Hunger und Durst

12. Schlafentzug

13. Kompression mit Gewichten und Geräten

14. Sinnesentzug (einsperren im dunklen Keller, ohne Geräusche usw. z.B)

15. Medikamente, die Illusionen, Verwirrung und Amnesie hervorrufen, oft durch Injektion oder intravenös verabreicht

16. Verschlucken oder intravenöse toxische Chemikalien, um Schmerzen oder Krankheiten zu verursachen, einschließlich Chemotherapeutika (selektive Zerstörung von Körperzellen)

17. Gliedmaßen werden gezogen oder ausgerenkt

18. Anwendung von Schlangen, Spinnen, Maden, Ratten und anderen Tieren, um Angst und Ekel hervorzurufen

19. Nahtoderfahrungen; häufig Erstickung durch Erwürgen oder Ertrinken mit sofortiger Wiederbelebung

20. Zwang zu Missbrauch, Folter und Opferungen von Menschen und Tieren, normalerweise mit Messern, durchzuführen oder mitzuerleben

21. Zwangsbeteiligung an Kinderpornografie und Prostitution

22. Vergewaltigungen, um schwanger zu werden; Der Fötus wird dann für rituelle Zwecke früher (aber schon allein überlebensfähig) herausgeholt und später geopfert oder sexuell versklavt

23. Spiritueller Missbrauch, um das Opfer dazu zu bringen, sich von Geistern oder Dämonen besessen, belästigt und intern kontrolliert zu fühlen

24. Entweihung und Pervertierung jüdisch-christlicher Überzeugungen und Formen der Anbetung; Widmung an Satan oder andere Gottheiten

25. Missbrauch und Illusion, um die Opfer davon zu überzeugen, dass Gott böse ist, wie zum Beispiel ein Kind davon zu überzeugen, dass Gott es vergewaltigt hat

26. Chirurgische Eingriffe zum Foltern, Experimentieren oder verändern der Wahrnehmung; glauben machen physische oder spirituelle Bomben, Implantaten, usw. wären eingepflanzt worden

27. Schaden oder Androhung von Schaden für Familie, Freunde, Angehörige, Haustiere und andere Opfer, um die Einhaltung der Vorschriften zu erzwingen

28. Nutzung von Illusion und virtueller Realität, um nicht glaubwürdige Offenlegung zu schaffen (z.B werden Alienentführungen und Folter, Experimentieren, Vergewaltigungen durch Aliens vorgetäuscht, sodass, tauchen diese Erinnerungen später auf, den Opfern nicht mehr geglaubt wird und sie für verrückt gehalten werden)

Die Realität finden

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. So richtig ist das nicht meins, über die aktuelle Lage zu sprechen, ohne so zu tun, als hätte dies nicht wenigstens im Ansatz einen aufklärerischen Hintergrund.

Vor vielen Jahren, genau genommen 6 Jahren jetzt, hatte ich oft so ein schlimmes Gefühl. Ein Gefühl als würde sich in dir drin ein schwarzes Loch ausbreiten und alles einsaugen. Das kam immer so plötzlich und es fühlte sich so furchtbar an. Und eigentlich dachte ich wirklich, ich hätte diese Zeit überstanden.

Nun gabs die letzte Woche und Freitag. Ja Freitag war besonders.

Da war es wieder. Es war einfach wieder da.

Ich merkte das schon die Tage und Wochen vorher. Es ging immer weiter bergab und Freitag brach ich komplett zusammen. Das fühlte sich an, als würdest du dich von innen zersetzen. Als würde sich jede Faser deines Selbst beginnen, in Säure aufzulösen und ich kann keinen Grund ausmachen.

Klar gabs verschiedene äußere Faktoren, denen ich die Schuld geben könnte. Aber die waren nicht mehr als das i-Tüpfelchen. Das was höchstens zu meiner Überforderung beitrug. Ich versuche das alles zu reflektieren und von allen Seiten zu beleuchten, aber mir ergibt sich einfach kein klares Bild und das macht mich schier wahnsinnig.

Ich ging nach einem ziemlich desolaten Tag abends ins Bett, d.h den halben Tag auf dem Boden zusammengekauert und heulend, und stand nur nochmal auf, um etwas in der Küche zu trinken und brach dort erneut zusammen und betete einfach zu Gott. Nix was ich sonst tue, da ich der Meinung bin das Gott nicht für die Wehwechen des Einzelnen zuständig ist, aber keine Ahnung. Lächerlich oder? Aber ich tat es eben. Und in mir drin wurden Stimmen laut, dass wir das nicht weiter tun können, was da ist, wenn wir uns dem wirklich zuwenden wollen.

Schwierig. Ich versuche das jetzt zu umschreiben. In meiner Wohnung befindet sich sehr viel Kram, der für so eine Störung nicht angebracht ist. Zumindest wenn man dessen Hintergründe kennt und seit langen besteht schon der innere Wunsch, eine bestimmte Figur endlich zu entfernen, aber bisher ging es nie. Innere Faktoren spielten da eine Rolle.

Nun war es endlich soweit. Der Entschluss war gefasst und das Ding sollte in den Müll wandern. Ja keine Ahnung warum. Es war einfach nur der Gedanke da, dass wir uns nicht Gott zuwenden können, solange das eine Rolle in unserem Leben spielt. Obwohl ich natürlich meine ganz eigene Vorstellung von Gott habe. Und es war so ein furchtbar langer Prozess. Ich betrachtete diese Szene aus der Beobachterperspektive und sah mich am Boden liegend, mit diesem fuck Ding im Arm, als würde man mir mein Lieblingspielzeug wegnehmen wollen. Als würde ich das einzige Ding weggeben, was mir das Gefühl von Heimat bietet. Das einzige was mich lieb hat.

Und ich weiß nicht warum.

Klar ist meine Familie schräg drauf und manches kann ich mir auch erklären, aber wie andere sagen: ,,Jo, die „Störung“ kommt da und davon“ kann ich einfach nicht und ich weiß nicht warum ich reagiere, wie ich reagiere. Das erste mal seit 5 Jahren harten Kampf habe ich extreme Probleme mich nicht wieder selbst zu verletzen. Der Kampf gegen den Drang, rund um die Uhr wieder zu betäubenden Substanzen zu greifen, ist enorm und ich kann nicht sagen, dass ich ihn derzeit jedes mal gewinne. Ja, das Ding wanderte letztendlich in den Müll und irgendwo fühlt es sich auch ein Stück befreit an. Aber dieses desolate Gefühl macht es trotzdem nicht wett.

Seit 1,5 Jahren, also seit mir bewusst ist das eben doch was anders ist bei mir, als bei anderen, versuche ich endlich Fuß in der Realität zu fassen und dieses Leben nicht wie ein unechtes Videospiel wahrzunehmen. Und nun langsam, sehr langsam, kommt es bei mir an und trotzdem komme ich nicht klar damit. So vieles wird mir derzeit klar, dass mein Leben gar nicht war, wie ich es dachte. Es fühlt sich an, als würde ich und mein bisher gedachtes Leben, sich langsam in Rauch auflösen. Und ich komm weniger klar damit, als ich dachte. Witzig ne? Wie man sich selbst belügen kann.

Ja, ich glaub langsam fasse ich Fuß in der Realität und das macht mal so gar keinen Spaß! So gar nicht. Wie im Film Matrix . Ich würde gern wieder die blaue Pille nehmen, Ich möchte gern wieder zurück in die illusorische Welt, wo alle tutti ist. Wo ich mir zumindest eingeredet habe, dass alles tutti ist….

Diskriminierung – Teil 1

Ich setz hier direkt eine Triggerwarnung! Das wird von meiner Seite aus ein Rundumschlag, was heißt das ich hier weder homophoben Spinnern noch Hardcore-Feministen ect. Honig ums Maul schmieren werde.

Langsam frage ich mich nämlich wirklich, ob die eigentlich allesamt ihre Heuchelei überhaupt noch checken und genau darüber reden wir hier heute auch. Ich spreche hier keine ganzen Gruppen an, sondern nur die Radikalen und wenn du dir den Schuh anziehen willst, dann ist das deine Entscheidung. Wenn ihr in diesem Thema irgendwie vorbelastet seid, dann passt bitte gut auf euch auf.

Was ist Diskriminierung?

In meinen Augen fängt Diskriminierung dort an, wo ich jemand aufgrund einer Tatsache ausschließe, beleidige und in seinem Wesen als Mensch abwerte, für die er nichts kann.

Wenn jemand extrem aggressiv ist, sich dreckig verhält und einfach asozial ist, dann darf ich denjenigen aufgrund seines Verhaltens Scheiße finden. Ich kann sagen, aufgrund seines Verhaltens, halte ich ihn für keinen guten Menschen, mit welchem ich auch nichts zu tun haben will. Das ist mein Recht, mir das nicht zu geben, da er sich für dieses Verhalten bewusst entschieden hat. Und jetzt komm mir keiner mit Kindheit bla bla bla. Wie wir uns anderen gegenüber verhalten entscheiden WIR, spätestens sobald wir erwachsen sind.

Wenn ich aber das gleiche behaupte, nicht aufgrund seines Verhaltens, sondern weil derjenige schwarz, weiß, männlich, weiblich, christlich, muslimisch, klein, dick oder what ever ist, dann werte ich ihn für etwas ab, wofür er nicht mal etwas kann. Gleichzeitig werte ich mich dadurch auf für etwas, wofür ich ebenfalls nichts kann. Warum soll ich mich als Weißer besser fühlen als ein Schwarzer? Ich kann doch nix dafür das ich weiß bin, dafür habe ich nichts geleistet und genauso umgedreht.

Dick, dünn, groß, klein, ….

Und nun kommt dann oft dieses tolle Argument: ,,Ja aber ein Dicker kann doch was dafür, wie er aussieht

Also erstens Mal, kann er das nicht immer. Nicht jeder übergewichtige Mensch frisst rund um die Uhr und die, die es vll tun, werden wohl auch ihre Gründe haben. Psychische Probleme können durch vieles kompensiert werden, u.a eben auch durch essen. Und selbst wenn derjenige sich dick und fett und kugelrund gefressen hat, ohne irgendeine Vorbelastung zu haben. Einfach nur so, weil es ihm gefällt:

Schadet es dir, wenn derjenige dick ist? Ist das sowas wie ein ansteckender Virus und wir werden jetzt auch alle dick, nur weil derjenige es ist? Erleidest du irgendwelchen Schaden durch das Aussehen anderer Menschen? Was geht dich deren Äußeres an? Mit welchem Recht darfst über sie urteilen?

Und das ist für mich der 2. Punkt bzgl Diskriminierung: Wenn dir oder anderen, jemand nicht aktiv schadet, mit einer willentlich ausgeführten Tat, dann geht es dich einfach einen Scheiß an was der macht und was nicht. Punkt.

Was ich trotzdem darf

Und trotzdem☝ darf ich dicke oder dünne oder krumme Menschen unattraktiv finden. Wenn ich keinen Partner von 120 kg möchte, möchte ich das nicht. Und wenn jemand nicht auf schlanke Menschen steht oder Blondinen oder Brünette oder sonst was, dann tut er das eben nicht. Das darf man! Nur hört auf, das direkt als Diskriminierung abzustempeln. Also mal ohne Scheiß, ich würde nicht wollen, dass mich jemand nimmt, obwohl ich ihm so null gefalle, nur damit ich mich nicht diskriminiert fühle. Das würde genau das Gegenteil in mir auslösen.

Und ich darf auch jemand anderes in meinen Gedanken bewerten. Solange wir uns selbst bewerten, bekommen wir das bei anderen sowieso nicht ausgeschaltet. Ich darf den Kleidungsstil oder das Aussehen eines Menschen komisch finden. Wenn mich jemand so sehr stört, dass ich mich gedanklich über ihn aufregen muss, dann ist das aber mein Problem. Ich habe da etwas, was mich stört. Was geht denjenigen das an? Ist mir oder dem geholfen, wenn ich ihm meine ungefragte Meinung vor den Latz knalle? Soll derjenige sich jetzt ändern oder sich schlecht fühlen, nur weil MICH etwas stört? Hört auf ständig eure eigene Meinung und Bedürfnisse, über die eines anderen zu stellen!

Die Hautfarbe

Wie kann man denn jemanden aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft als intelligenter, dümmer, besser, schlechter usw. bewerten? Kann mir diesen Sinn bitte mal jemand erklären? ,,Oh year, ich bin Weiß und in meinen Adern fließt arisches Blut und deshalb bin ich viel besser als du“ – Wisst ihr eigentlich woher die Arier kamen? Ist euch bewusst das sich das arische Volk vom hohen Norden, über die slawischen Länder, bis weit rein ins persische Reich zog? Ihr wisst schon, diese „dreckig aussehenden Terroristen„. Die Iraner, Afghanen ect – Ja, die gehören alle zu den Ariern. Tut mir leid, da hat euch der kleine, schwarzhaarige, krumme Adilein wohl belogen über die großen, blonde Herrenrasse 🤷‍♀️ Ups, Weltbild zerstört, ich weiß 🤷‍♀️.

Aber wir wissen, dass Rassismus schon viel, viel länger existiert hat. Im Laufe der menschlichen Geschichte wurden (und werden) immer wieder Völker ausgerottet, weil sich ein anderes Volk einfach über sie erhob. ,,Nänä, wir sind besser als du. Ätschibätsch!“ – Dieses Verhalten finden wir überall. Schaut doch mal in die Schulklassen rein. Wer eine Klasse findet, in der es nicht mindestens ein Mobbingopfer gibt oder gab, der bekommt ein Eis von mir spendiert. Und warum passiert das? Weil sich Menschen zusammenrotten und sich gegen einen Einzelnen oder eine Gruppe verschwören. Damit erheben sie sich und fühlen sich besser. Ständig suchen sich Menschen einen gemeinsamen Feind. In einer Schulklasse führt das schweren, psychischen Schäden des Einzelnen, auf der globalen Ebene wiederum eben zu Krieg und Vernichtung.

Rassismus gegen Weiße gibt es nicht

,,Du bist so ein richtiger Alman“ – ,,White Cracker“ – oder ich sehe Videos wo sich Schwarze weiß anmalen, eine Lederhose überziehen und weiße Menschen nachäffen, um zu zeigen wie schrecklich oder lächerlich diese sind. Also das ist okay? Sehe ich das richtig? Umgedreht wäre es aber Rassismus gegen Schwarze, stimmts? Ich kannte damals jemanden der seine gesamte Mittelschulzeit gemobbt wurde. Warum? Weil er der einzige Deutsche, noch dazu noch mit blonden Haaren, in seiner Klasse war. DAS ist also kein Rassismus? DAS ist okay? Riecht ihr eure Doppelmoral eigentlich selbst?

Was richtig ist, ist das die meisten Völkermorde (aber bei weiten nicht alle☝ ) von Weißen begangen wurden. Europäer, welche vom Ego gesteuert wurden und werden, haben immer wieder schlimme Taten begangen, vor allem gegenüber Völkern die mit der Natur im Einklang lebten. Es geht bei diesem Mist stets um solchen Dreck wie Macht, Ressourcen und Sklaverei. Das ist Ego gesteuertes Verhalten und hat nichts mit der Farbe weiß, schwarz oder grün zu tun!

Im Umkehrschluss dürfen deshalb jetzt nämlich alle Weißen diskriminiert werden und sollen sich schämen, einfach nur weil sie weiß sind? Egal ob sie etwas gemacht haben oder nicht? Wenn ihr so denkt, dann müsstet ihr doch mit Afd-Wählern komplett konform gehen. Die meisten haben nämlich Angst vor allen Ausländern, weil einige davon schlimme Straftaten begehen, u.a Vergewaltigungen (und das sind eben keine Einzelfälle mehr).

Diskriminierung und Gewalt wird von Arschl*chern ausgeübt und die sind überall! In jeder Rasse, in jeder Bevölkerungsschicht, in jedem Land. Hört auf von wenigen auf alle zu schließen, denn dann seid ihr keinen Deut besser!

Wenn dich was triggert….

Dann sag das. Wenn dich ein Wort, eine Wortlaut oder ein Satz triggert, dann darfst du mir das sagen und das gehört sich dann respektiert. Und wer das nicht respektiert, den kannst du getrost in die Wüste schicken. Aber hör auf mir wegen eines ganz normalen Satzes oder einer neutralen Handlung, Rassismus unterstellen zu wollen.

Wenn bei dir etwas so ankommt, kommuniziere das und man kann es aus der Welt schaffen. Man kann doch aber nicht durch die Weltgeschichte ziehen und anderen, wegen jedem persönlichen Trigger den man hat, pauschal Rassismus unterstellen und diejenigen für die eigene Paranoia, zu Kreuze kriechen lassen. Stellt euch mal vor, ich würde das mit jedem Trigger tun, den ich habe. Es gibt völlig neutrale Sätze die mich tagelang aus der Bahn werfen können. Es kann sein, dass jemand so etwas absichtlich gesagt oder getan hat. Aber das erfahre ich nur, wenn ich mit demjenigen darüber spreche. Ich kann und darf ihm diese Böswilligkeit nicht einfach unterstellen.

Sollen sich jetzt pauschal 83 Millionen in Deutschland lebende Menschen an meine Trigger anpassen? Laufen wir jetzt alle nur noch auf rohen Eierschalen, damit ich mich nicht mit meinen Triggern auseinandersetzen muss? Natürlich gehören solche Sachen wie das N-Wort oder auch Betitelungen wie Zige*ner ect. nicht gesagt. Hinter solchen Sachen stecken schlimme Geschichten und man darf fordern, dass darauf acht gegeben wird.

Aber wenn ein Schwarzer sein Restaurant umbenennen soll, weil es ,,Zum Mohrenkopf“ heißt, wirds langsam wirklich lächerlich. Soll der schwarzen Person dort etwa Rassismus gegen Schwarze unterstellt werden? Kommt mal wieder ein bisschen runter.

Oder wenn mir rassistisches Verhalten unterstellt wird, obwohl ich genau für das Gegenteil einstehe, nur weil ich weiß bin, dann empfinde ICH das diskriminierend. Aber wenn ich mich diskriminiert fühle, dann ist das nicht so wild, denn ich bin ja weiß. Bei dir jedoch ist das etwas ganz schlimmes, verstehe ich das so richtig? Wenn ihr solche Doppelmoral ernst meint, dann kann ich euch dafür leider nicht mehr ernst nehmen.

Was wir wirklich tun sollten

Aufklären! Nicht nur darüber was im Holocaust oder wo anderes geschehen ist, denn das ist nur kognitives auswendig lernen in der Schule.

Fördert endlich die Empathie! Hört auf weg zu schauen wenn Kinder psychische und physische Gewalt zuhause oder auch in der Schule erfahren. Menschen die Gewalt jeglicher Art ausüben, haben in fast allen Fällen selbst welche erfahren. Mobbing, auslachen, die Kinder bloß stellen oder unter Leistungsdruck setzen usw, das ist auch alles psychische Gewalt. Unterbindet diese Gewalt, hört auf sie klein zureden, zu ignorieren und wir werden in naher Zukunft keine Erwachsenen mehr haben, die sich genötigt fühlen, ihren eigenen Selbstwert auf Kosten anderer auszubessern.

Aber hört bitte auf jeden nur noch als Nazi und Rassist zu beschimpfen. Langsam geht das zu weit.

Keine Angst, damit bin ich aber noch lange nicht fertig. Damit das nicht zu lange wird, habe ich den Beitrag aber aufgeteilt. Nächstes Mal gehts dann weiter…

Meine KO-Tropfen Erfahrung…

Ausdrückliche Triggerwarnung! (Ich rede hier zwar nur ansatzweise von einem sex. Übergriff, auch ohne Details, dafür aber viel von Verrat – Das wird eine Selbstverarbeitungsarbeit bzgl dieses Themas, also seid vorsichtig)

*

*

Ich möchte heute mal über ein Ereignis schreiben, welches in der nahen Vergangenheit vorgefallen ist. Meine Therapeutin meinte mal, wir sollten mit der Traumaaufarbeitung möglichst mit noch nicht ganz so fernen Ereignissen beginnen und ja, das ergibt irgendwo auch Sinn.

Auf das Erlebnis selbst kann ich gar nicht so wirklich eingehen, da ich wirklich null Emotionen damit verbinde. Da in der meisten Zeit die Depersonalisation eh so krass greift, fühlt sich, für mich, dieser Körper eigentlich nur wie der Körper an, den ich bewege (und den ich auch echt richtig Klasse finde, natürlich), aber den ich eben nicht mit mir in Verbindung setzen kann. Wenn es zu solchen und ähnlichen Übergriffen früher kam, dann kann ich, heute, so wie ich hier sitze, eigentlich nur auf der rationalen Ebene darüber berichten. Es wurde halt „nur“ der Körper berührt.

Und auf dieser Ebene kann ich nur sagen, dass sowas gar nicht geht. Ich meine, was geht in den Köpfen einiger vor? Gucken die morgens in den Spiegel und denken sich erstmal so: ,,Yo ey, wem betäube und vergewaltige ich denn heute mal so?“ ?? Ehrlich? Weil sie sonst keine ranlässt, oder was? 🤷‍♀️

Naja, was für mich aber eigentlich viel schlimmer war, war die Geschichte drum herum und da steigen wir jetzt auch einfach mal ein….

Die Vorgeschichte

Vor einigen Jahren kam vieles zusammen. Erinnerungen kamen hoch, ich beendete eine (missbräuchliche) Beziehung und mein Ex entdeckte plötzlich sein „Interesse“ an unserem Kind (nachdem er eine 6jährige „NurErZählt“-Zeit pflegte) und tat alles ihm in der Macht stehende (inkl. krasser Lügen vorm JA, Gericht usw.) das es nun bei ihm leben sollte. Und wie es zu erwarten war, wurde unser Kind dann zum Spielball seiner Launen. Boar ich rede da jetzt aber nicht weiter drüber. Dieses Thema triggert mich jedes mal richtig hart 😒

Jedenfalls rutschte ich in ein immer tieferes Loch ab und zog dann irgendwann mit einem Freund, in einer WG, zusammen.

Es gab immer wieder Streit mit ihm, was auch oft darin mündete, dass er mich packte und in irgendwelche Zimmerecken schmiss usw. Das fühlte sich extrem demütigend für mich an. Also zog ich zwischendrin zu einer Freundin.

Bei meiner Freundin

Und ich will jetzt wirklich betonen, dass ich niemand schlecht reden will. Jeder hat seine Erlebnisse und jeder handelt so, wie es sich für ihn gerade richtig anfühlt. Ich glaube nicht, dass da eine böse Absicht dahinter steckte, weder von ihm, noch von meiner Freundin. Mir gehts hier wirklich nur um meine Sichtweise und Wahrnehmung:

Als ich bei ihr war, kamen mir zu dieser Zeit grobe Erinnerungen und Gefühle auf, dass mein Vater vll mal mehr gemacht hat, als es ein Vater tun sollte. Ich erzählte ihr davon und ungelogen war ihre Antwort darauf: ,,Ja, aber ich glaube, mein Leid wiegt gerade schlimmer, als deins“ – Bämm Alter. Wie ein Schlag in die Fres*e.

Sie glitt zu dieser Zeit immer stärker in eine Psychose ab und sprach mit mir darüber, dass sie vermutete, dass man ihr mal Ketamin verabreichte und man … mit ihr gemacht hat. Völlig logische Aussagen wechselten sich mit totaler Paranoia ab. Und viele wandten sich deshalb von ihr ab oder lachten über sie. Ich nicht. Ich versuchte ihr weiter zuzuhören und ihr eine Stütze zu bieten, während ich meinen Schei* runterschluckte (weil „ihr Leid wiegte ja auch schlimmer“). Und das hört sich gerade so richtig ekelhaft an für mich, wenn ich das so sage. Als würde ich mich als heldenhaftes Opfer und sie als bösen Buhmann darstellen. So ist das aber nicht gemeint.

Mir gings zu dieser Zeit einfach selbst echt schei*e. Und dann sowas zu hören … Das signalisiert, dass du gerade überhaupt keine Rolle spielst und das du auch nicht wichtig bist. Nur sie. Ihre Probleme waren wichtig. So kam das zumindest bei mir an.

Zu dieser Zeit gab es noch einen Mann, den ich schon einige Jahre kannte. Wir saßen eines Abends zusammen und ich sagte zu ihm, dass er der Einzige wäre, den ich überhaupt noch als Freund bezeichne.

Besagter Freund

Eines Abends, kurz vor Weihnachten, schrieb er mir und wollte wissen ob meine Freundin da wäre und ich sagte ihm, sie würde schlafen. Er ging dann gar nicht mehr weiter auf sie ein und schrieb mir stattdessen, ob wir uns treffen könnten.

Ich schlug vor, dass wir uns auf dem Weihnachtsmarkt treffen , was auch wirklich schön war. Also wirklich schön.

Er erzählte mir dort, dass wir unbedingt zu einem Haus und den Leuten da müssten, weil da jemand wäre, der ihm bei etwas helfen könnte. Begeistert davon war ich nicht gerade, weil ich diese Leute nicht wirklich kannte und das Klientel auch nicht wirklich mochte. Aber hey, wenn er sich da Hilfe (bei was auch immer) verspricht…

Wir hielten, vor dem Haus, auf einem Spielplatz an. Und ich schwöre, es war wirklich ein toller Abend bis dahin. Keine Ahnung wann ich überhaupt mal so ausgelassen war. Es war einfach total witzig und schön. Dann gab es diesen Moment, wo er plötzlich nicht mehr zu dem Haus wollte. Ich war etwas irritiert und insistierte sogar noch. Irgendwann meinte er dann, dass wir doch da hingehen. Vll fand er den Abend auch schön und schwankte deshalb kurz? Keine Ahnung.

Der Übergriff

In der Wohnung angekommen, hätte mir eigentlich schon auffallen müssen, dass da irgendwas nicht stimmt. 4 Männer saßen im Wohnzimmer, wie aufgereiht. Es gab keine Musik und auch sonst wirkte es eigentlich eher, als hätten sie auf irgendwas gewartet.

Erst als wir uns dann dazu setzten, bot man mir Wein an und Musik wurde angemacht. Die Gespräche waren eigentlich auch ganz locker.

Ein Mann saß neben mir, welcher mich die ganze Zeit anbaggerte, zu dem ich aber mehrmals sagte, dass er es gerne probieren kann, aber definitiv nie etwas laufen wird. NIE. Im Laufe des Abends bekam ich die Situation zunehmends nur noch Bruchstückhaft mit. Der, dem die Wohnung gehörte (und dessen 2 Kinder *suprise* im Nebenzimmer saßen) wurde irgendwann plötzlich total wütend auf mich und wollte unbedingt das ich gehe. Ich weiß noch, dass ich überhaupt nicht verstand was ich ihm denn getan hatte.

Dann hab ich eine Szene in Erinnerung, wo ich auf dem Sofa, in der Ecke saß und mich überhaupt nicht mehr rühren konnte. Der, der mich die ganze Zeit anbaggerte biss mir in den Oberschenkel und ich wollte das er das ließ, konnte mich aber eben nicht mehr bewegen. Besagter Freund saß übrigens die ganze Zeit daneben.

Der Morgen danach

Ich wachte in der gegenüberliegenden Wohnung, irgendwann gegen 8.00 Uhr morgens, auf dem Boden auf. Die Polizei war in der Wohnung und eine Frau und auch besagter Freund, von welchem sie die Personalien aufnahmen und ihn sogar wegen eines offenen Haftbefehls mitnahmen. Die Polizei fragte besagten Freund was mit mir los sei und dieser erwiderte, dass ich nur betrunken wäre. Ich wollte protestieren, da ich für meine Verhältnisse überhaupt nicht viel getrunken hatte, allerdings stand ich völlig neben mir.

Erst später erfuhr ich (durch die Aussage der Frau bei der Polizei), dass ich irgendwann sehr frühen Morgen vor ihrer Tür stand, aber nicht ansprechbar war. Kurze Zeit später trat besagter Freund wohl die Tür ein und wurde ziemlich laut (fand er wohl nicht so gut, dass ich einfach abhauen wollte), weshalb Nachbarn die Polizei riefen, wegen Ruhestörung. (später erhielt ich sogar eine Anzeige wegen Hausfriedesbruch, weil ich ja auch in dieser Wohnung war)

Ehrlich gesagt, war diese Frau dort aber auch keine sehr große Hilfe. Ich kann mich erinnern, dass ich sie fragte warum die Polizei da war und was los sei usw und sie hat gar keine Auskunft gegeben und mich stattdessen versucht zu küssen, was ich in diesem Zustand mal so gar nicht wollte (nur Gestörte auf dieser Welt, ohne Schei*). Ziemlich desolat bin ich dann irgendwie nach Hause bzw. zu meiner Freundin gekommen. An den Weg nach Hause, habe ich allerdings keinerlei Erinnerung.

Beim Umziehen stellte ich dann fest, dass ich von oben bis unten mit blauen Flecken übersät war und auch einen riesigen Knutschfleck auf meinem Oberschenkel hatte. Aber wisst ihr was? 😂

Ich hab mir dabei trotzdem nix gedacht😂. Gar nichts. Nicht mal ne Vermutung. Keinen Plan. Blaue Flecken hatte ich ja sowieso ständig, dachte ich mir. Einen Tag später fiel mir dann auf, dass mir auch sämtliches Geld aus dem Portmonee gestohlen wurde. 1 Cent war noch drin. Der Glückscent wahrscheinlich 😂.

Wie ich darauf kam, was los war

Einige Tage später erzählte mir eine andere Freundin (die sich in dem Haus der Männer öfter aufhielt) ich wäre total betrunken gewesen und hätte dort mit jemand etwas gehabt und falls mir da Erinnerungen kommen würden, dann läge es daran. Aber, wie gesagt, war ich zu 100% sicher, dass ich dort mit niemand Sex hatte und auch nicht so betrunken war. Meinen letzten Alkohol-Blackout hatte ich mit 18 oder so. Erst im Nachhinein wurde mir klar, dass die wohl Schiss hatten, ich würde mich an etwas erinnern (da ich ja immerhin abgehauen bin) und wollten es damit wohl aus der Welt schaffen. Von wegen, ich wollte das doch.

Erst Tage später las ich, durch Zufall (und das war wirklich ein extrem dummer Zufall) über KO-Tropfen und wie die wirken und ich fand mich bzw. die Situation da total drin wieder. Und dann ergab auch plötzlich alles Sinn. Wissen welche Substanz genau das war, tue ich aber natürlich bis heute nicht genau.

Ich erzählte einem guten Bekannten davon, der mir sagte, das wäre zwar blöd, aber ich solle nicht weiter darüber reden. Dann berichtete ich meiner Freundin davon (der ja wahrscheinlich mit den gleichen Typen, ähnliches passiert war und man vll auch gemeinsam hätte etwas dagegen erreichen können), welche mich darauf noch am gleichen Tag vor die Tür setze. Sie bräuchte ihre Ruhe und ihr würde das alles zu viel…

Das war Ende Dezember. Es war arschkalt und sie wusste eigentlich, dass ich nirgends hinkonnte. Witzig ne 😅

Die Reaktion der anderen

Ich kam wieder bei meinen vorherigen Mitbewohner unter, obwohl ich da eigentlich nicht mehr wirklich hin wollte. Zugegeben war er bis heute aber der Einzige, der die Sache wirklich ernst nahm. Er begleitete mich zur Polizei und ich machte eine Anzeige, die irgendwann aber wieder fallen gelassen wurde, weil keiner der Beschuldigten aussagte.

Nach und nach wurde uns klar, dass ich nicht die Einzige war, der das dort passierte. Scheinbar machten die solche Aktionen zum Wochenndvergnügen oder keinen Plan. Und noch viel witziger war: Die meisten aus unserem „Freundes“kreis wussten davon. Was da passierte, war/ist ein offenes Geheimnis.

Ich versuchte die anderen Mädels, von denen wir wussten (und wovon auch welche erst mit mir darüber sprachen), ins Boot zu holen und zu einer Aussage zu überreden. Jede einzelne weigerte sich und am Ende wurde ich beschimpft als Lügnerin. Ich wurde als Schlam*e hingestellt (vor der sogar gewarnt wurde) und wurde lächerlich gemacht. Der gesamte „Freundes“kreis (die diese Leute fast alle kannten) wandte sich von mir (und auch meinem Mitbewohner) ab.

Da ich auch eine Anzeige bzgl der Dealerei dort machte (welche sich ja nicht nur im kleinen Kreis abspielte), gab es durchaus auch Tage wo wir einiges an Schiss hatten, da würde vll doch mal jemand vorbei kommen und Sachen machen, die Dealer halt so machen, wenn man sie verpfeift😅. Aber da passierte, Gott sei Dank, nichts in dieser Richtung.

Weitere Reaktionen

Als mein Ex davon erfuhr, verwehrte er mir sogar mit meinem Kind zu telefonieren, weil ich ja ,,schlechter Umgang“ für es sei. Ich wäre so widerlich, dass er es gar nicht mehr in Worte fassen könnte und verdient hätte ich es sowieso 👍. (Heute sehen mein Kind und ich uns übrigens wieder regelmäßig – Kämpfen lohnt sich also!)

Einem Nachbar, bei dem ich vorher öfter war, erzählte ich relativ am Anfang auch davon und während ich das erzählte und dabei auch echt nahe am Wasser gebaut war, begrapschte er mich und war dann sauer, weil nix lief. Deshalb beschallte uns der Nachbar dann auch rund um die Uhr mit lauter Technomusik. Schließlich war er sauer auf mich (durfte ja nicht ran) und wieso sollte er dann leise sein (hat er wirklich so gesagt 😂). Ohne Mist ey, das kann man sich doch nicht ausdenken 😂.

Und mein Mitbewohner?

So dankbar ich ihn für so vieles auch bin, so weh hat aber auch er mir getan. Ich bat ihn mehrmals um Hilfe bzgl weiterer Schritte. Ich hab mich echt um so vieles allein gekümmert, aber irgendwann war bei mir der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr konnte. Vor allem weil ich mich so geschämt habe. Ich hatte kaum noch Energie um irgendetwas zu unternehmen. Und er hat immer wieder angekündigt, was er alles tun wird, aber hat es am Ende nie getan. Das löste in mir immer wieder die Hoffnung nach Hilfe aus, welche dann eben doch wieder nicht kam. Und manchmal wurde er auch richtig wütend, weil ich ihn fragte. Auch heute noch kann ich mit diesem Verhalten, wo was angekündigt aber nicht eingehalten wird, nur schwer umgehen.

Am krassesten fand ich, als er mir erzählte, dass er den Typ (welchen die Wohnung gehörte, wo das passierte) reinließ. Der kam angeblich im Schlepptau mit jemand anderen und er „musste“ ihn deshalb ja reinlassen. Ich wohnte da zwar nicht mehr dort, aber er hat mit dem Kerl erst mal nen Abend gechillt. Er hat null kapiert, was das in mir auslöst.

Am Ende hat er dafür sogar eine richtige Ego-Nummer aus dem gemacht, was ICH erlebt habe. Er hat überall rumerzählt wem ER alles angezeigt hat und was ER alles tolles gemacht hat. ER war der Ritter in der goldenen Rüstung, obwohl er weder irgendetwas davon getan, noch mir mit diesem Geschwätz geholfen hat. Durch sein Verhalten gegenüber der Öffentlichkeit, hat er mich nur noch mehr der Lächerlichkeit preisgegeben. Hat er aber irgendwie nie wirklich verstehen wollen.

Und finanziell sah es zu dieser Zeit auch mega kacke aus. Da ich nicht mehr arbeiten konnte, musste ich mich ja beim Amt melden, welches meinen Antrag damals (der vollständig war und die auch nix mehr brauchten), ungelogen, 5 Monate hin und her schob. Das passierte alles im Dezember und das 1.Mal wieder Geld bekam ich im Mai.

Ohne Schei* Alter, so richtig ist diese Zeit bis heute nicht in meinem Kopf angekommen.

Und heute?

Keine Ahnung, umso mehr das unter den Teppich gekehrt und beschwichtigt wurde, umso mehr kam in mir die Fassungslosigkeit auf.

Bisher habe ich, ehrlich gesagt, von meiner Umgebung nur die Rückmeldung bekommen: ,,Ja ist doof, aber das Leben geht ja weiter, hätte ja schlimmer kommen können usw“. So als ginge es um einen eingerissenen Zehnagel. Natürlich lösen solche Reaktionen in meinem Kopf dann das Gefühl aus, dass ja auch wirklich alles gar nicht so schlimm war. Ne Lappalie quasi. Aber mal ehrlich: Ich weiß, dass das da weitergeht. Die machen noch immer das Gleiche. Ich weiß von erneuten Vorfällen und alle so: ,,Na was solls 🤷‍♀️

Da wurde mir die Ignoranz der Leute das erste Mal echt erst so richtig bewusst. Ich mein, das war das erste Mal das ich „öffentlich“ über etwas gesprochen habe, was man eigentlich als traumatisch einstufen könnte und alle taten so, als wäre ich einfach nur mit dem falschen Fuß aufgestanden. Nach dem Motto: ,,Die beruhigt sich schon gleich wieder. Da müssen die Mädls halt durch. Ist halt so 🤷‍♀️.“ Es gibt ja immerhin auch wirklich wichtige Probleme, um die wir uns kümmern müssen, stimmts? Wer das nächste Topmodel wird z.B oder warum XY beim Dschungelcamp rausgeflogen ist, nich?

Misanthropie

Kennt ihr ,,Timon von Athen“ ? Das ist eine meiner Lieblingsgeschichten, welche ich in diesem Zusammenhang, immer wieder jeden vor den Latz knalle 😅.

Timon von Athen

Timon war ein reicher Mann im alten Griechenland und feierte viele wilde Partys, mit jeder Menge Leuten. Diesen machte er auch häufig sehr viele und große Geschenke und alle liebten ihn dafür. Timon hatte so viele Freunde, dass er sie kaum zählen konnte. Doch dann, eines Tages, war Timon´s Geld aufgebraucht (wie das eben irgendwann mal so ist), weshalb er gezwungen war, alte Schulden einzufordern und seine Freunde um Hilfe zu bitten. Tja, irgendwie wart das jedoch gar nicht so gern gesehen und die vielen Freunde Timon´s wollten nicht mehr so recht etwas mit ihm zu tun haben. Was soll man auch mit jemand, der einen nicht mehr aushalten kann?

Timon wurde daraufhin so sauer, dass er die Stadt verließ, in den Wald ging und sich ab nun als Misanthropen bezeichnete. Er grub nach einiger Zeit in der Erde nach Wurzeln und stieß dabei zufällig auf Gold. Als Alkibiades dann im Schlepptau mit 2 Prostituierten vorbeikam, erzählte dieser ihm, dass er ebenfalls große Wut auf Athen hatte und die Stadt belagern will. Timon gab ihn für diese Umsetzung jede Menge Gold. Ebenso wie den Prostituierten, da diese so viele Krankheiten wie möglich verbreiten sollten Und auch einem Dieb gab er etwas von dem Gold, mit dem Auftrag, die „Freunde“ Timons zu bestehlen und so das noch ausstehende Geld einzusammeln.

Währenddessen Alkibiades mit der Belagerung Athens begann, suchten Timon´s ehemalige „Freunde“ Timon immer wieder auf. Der Eine hattte Wind von dem Goldfund bekommen und mwollte Timon an die „schönen, alten Zeiten“ erinnern. Der Nächste wollte ihn überzeugen, zurück in die Stadt zu kommen, um sie vor Alkibiades zu retten. Dieser verspricht der Stadt mittlerweile wiederum nichts zu tun, außer seinen und Timons Feinden. Timon lehnt unterdessen natürlich jedes Gesuch der Leute ab und wie das dann halt so bei Shakepeare ist, stirbt Timon am Ende auch.

Ist diese Geschichte nicht klasse? 😁 Ich steh da total drauf!

Aber was ist denn nun Misanthropie?

Schauen wir mal, was Wikipedia dazu zu sagen hat:

,,Misanthropie oder Menschenfeindlichkeit ist die Sichtweise einer Person, die Menschen hasst oder deren Nähe ablehnt. Eine solche Person wird Misanthrop („Menschenhasser, Menschenfeind“) genannt.

Misanthropie charakterisiert eine Geisteshaltung, keine Handlungsweise. Ein Misanthrop muss weder gewalttätig, aggressiv noch arrogant sein, altruistisches Handeln ist bei ihm nicht ausgeschlossen. Die Misanthropie steht, trotz des etymologischen Anscheins, begrifflich nicht im Gegensatz zum verwandten Begriff der Philanthropie, mit dem im Allgemeinen eher die Handlungsweise als die Einstellung eines Menschen bezeichnet wird. Bei extremen Fällen von Abscheu dem Menschen gegenüber sondert sich der Misanthrop ab und führt ein Einsiedlerdasein. Diese selbst gewählte Isolation ist von pathologischer Menschenscheu zu unterscheiden, bei der trotz des Wunsches danach keine Nähe zur umgebenden menschlichen Gemeinschaft erreicht werden kann.“

Und wo bleibt jetzt die Erkenntnis?

Denn immerhin heißt diese neue Rubrik ja ,,Erkenntnis des Tages“.

Wisst ihr, wenn ich unter Menschen gehe (und umso mehr Menschen das werden, wie am Bahnhof oder im Laden z.B, umso schlimmer wird das) schaltet sich in meinem Kopf ein Mantra an: ,,Ich hasse Menschen! Jeden einzelnen von euch. Boar wie ich Menschen hasse! Lasst mich einfach nur in Ruhe, guckt mich nicht an und sprecht mich erst recht nicht an!“

Witzig ne? Denn eigentlich würde ich behaupten, dass ich eine recht umgängliche Person bin, die Menschen irgendwie auch gar nicht wirklich hasst.

Ne, hassen tue ich sie nicht. Es ist Angst. Ja, ich glaube es ist einfach nur Angst. Die Angst vor den anderen Menschen. Vor ihren Reaktionen. Die Angst in irgendeiner Form verletzt zu werden. Die Angst, sie zu nahe an mich heran zu lassen und die Angst vor der Ungewissheit. Wenn ich innerlich auf Abstand gehe und mir immer wieder aufsage, wie sehr ich sie allesamt ablehne, brauche ich mich dieser Angst nicht zu stellen.

Ich glaube deshalb gefällt mir, unbewusst, wohl auch die Geschichte um Timon von Athen so gut. Statt sich dem zu stellen, was er vorher nicht sehen wollte, nämlich das diese Leute nie seine Freunde waren und er sich ihre Freundschaft stets nur erkauft hat, weil er ebenso auf der äußerlichen Ebene funktionierte, wie sie, vergrub er sich lieber in tiefen Hass und Rachegelüsten. Er war nicht ehrlich zu sich und hat sich sein ganzes Leben lang völlig unter seinem Wert verkauft. Niemand mochte ihn seiner Selbstwillen, sondern nur deswegen, was er für die anderen zu bieten hatte und er ließ es zu. Er war erwachsen und konnte frei entscheiden, doch er ließ es zu. Aber das anzuerkennen, würde auch bedeuten der eigenen Selbstablehnung in die Augen zu blicken. was unglaublich viel Schmerz bedeutet.

Hass, Wut, Zorn, …

Ich persönlich bin ja der Meinung das all diese Emotionen ihren Ursprung in der Angst haben. Also ich kann durchaus Wut empfinden und ich glaube mittlerweile, dass ich durchaus auch echten Hass empfinden kann (nicht nur den mir selbst vorgegaukelten, wie bzgl. der allgemeinen Menschheit). Ich habe sie allerdings nie wirklich wahrnehmen können. Die Emotion Hass. Ohne Mist, Hass war immer eine Emotion, von welcher ich mich stets völlig befreit fühlte. Die war einfach nicht in meinem Repertoire vorhanden. Selbst wenn ich sie empfinden wollte. Dachte ich zumindest. So richtig wahrnehmen konnte ich sie jedenfalls nie.

Aber wenn nun sowas hochkommt und ich versuche das zu reflektieren, dann hat das (bei mir) seine Grundlage meist auf dem Gefühl der Ungerechtigkeit. Mir gegenüber oder aber auch anderen gegenüber. Wenn ich das Gefühl habe, dass Ungerechtigkeit geschieht, werde ich wie ein bissiger Hund. Da rotiert es in meinem Kopf ohne Ende.

Aber warum ist da die Frage?

Weil Angst da ist. Angst was aus dieser Ungerechtigkeit resultieren könnte...

Und da kommen wir wieder am gleichen Punkt, wie immer, heraus:

Egal wie schlimm sich ein Mensch vll wirklich gerade benimmt oder benommen hat, mein Hass und meine Wut auf ihn, haben letztendlich eben doch immer nur etwas mit mir zu tun. Dessen Tat oder Verhalten war trotzdem kacke, aber für meine Emotionen bin ich verantwortlich. Nicht schuldig. Aber verantwortlich. Genauso wie mein Gegenüber für seine Tat oder sein Verhalten verantwortlich ist.

Anzeichen für (verdrängten) sexuellen Missbrauch

So liebe Leute, ihr bekommt jetzt hier eine Liste präsentiert und wenn was zutrifft, wurdet ihr früher missbraucht. Ja, ganz sicher.

Nein, natürlich nicht 😅. Sorry, ist eigentlich kein witziges Thema. Ich weiß. Ich fürchte, das ist Galgenhumor .

Natürlich sagt so eine Liste gar nichts aus. Wirklich zählen nur eure Erinnerungen und Gefühle. Um aber besser einordnen zu können, wo man mit seinen Befürchtungen und Gefühlen hin soll, kann sowas schon hilfreich sein. Auch dem, der vll immer wieder an seinen Erinnerungen zweifelt, kann so etwas helfen.

Sollten nur einige dieser Symptome zutreffen, dann kann es auch möglich sein, dass diese eine andere Ursache haben, da psychischer und physischer Missbrauch z.B auch zu vielem führen können. Ab einer Anzahl von 25 zutreffenden Items könnte man von einem Inzest- bzw. frühen sexuellen Trauma ausgehen. Diese Liste ist aber, und das sage ich nochmal ganz klar, kein eindeutiger Hinweis und man sollte weiterhin sein eigenes Empfinden und auch, mit der Zeit, aufpoppende Erinnerungen beobachten.

Bei den einzelnen Punkten muss nicht alles zutreffen, sondern sie geben jeweils eine Übersicht der Möglichkeiten wieder, wie z.B bei Punkt 27: Sexuelle Probleme. Bei diesem Punkt (oder eben anderen) muss also nicht ausschließlich alles zutreffen.

Diese Liste basiert auf Beobachtungen und Interviews mit Überlebenden sexualisierter Gewalt, sowie der Arbeit der Organisation „New York Women Against Rape“ und stammt von der Autorin E.Sue Blume (,,Secret Survivors“). Sie ist also validiert und wurde nicht von mir, nur auf gutdünken, zusammengestellt.

Checkliste Folgeerscheinungen bei Überlebenden von sexualisierter Gewalt

frei aus dem englischen übersetzt

Punkte 1 – 10

  • 1. Angst vor dem Alleinsein in der Dunkelheit, davor alleine zu schlafen, Albträume (besonders von Vergewaltigung, Verfolgung, Bedrohung, eingesperrt sein, Blut) und generelle Nachtangst
  • 2. Schluckbeschwerden und Würgegefühle; Abscheu gegen Wasser im Gesicht beim Baden, Duschen oder Schwimmen (Erstickungsgefühle)
  • 3. Schlechtes oder verzerrtes Körperbild; Entfremdung vom Körper bzw. fühlt man sich im Körper nicht zu Hause; Unfähigkeit Signale des Körper richtig zu deuten und sich um körperliche Bedürfnisse richtig zu kümmern; zwanghafte Reinlichkeit, inkl. baden oder duschen mit brühend heißem Wasser oder absolute Gleichgültigkeit was das äußere Erscheinungsbild und Körperhygiene betrifft
  • 4. Somatoforme Probleme, wie z.B Magen-Darm-Beschwerden; gynäkologische Beschwerden (inkl. spontaner vaginaler Infektionen), plötzlichen vaginalen Jucken, vaginales Narbengewebe; Kopfschmerzen; Arthritis und Gelenkschmerzen, auch Fibromyalgie; starke Abneigung gegenüber Ärzten, besonders Gynäkologen und Zahnärzten
  • 5. Das Tragen von vielen Kleidungsstücken, selbst im Sommer oder weite Kleidung; Schwierigkeiten Kleidung abzulegen, selbst wenn es angebracht wäre (z.B beim Schwimmen, Baden, Schlafen); extremes  Bedürfnis nach Privatsphäre beim Benutzen des Badezimmers
  • 6. Essstörungen; Drogen- oder Alkoholmissbrauch oder totale Abstinenz ist möglich; andere Süchte; zwanghaftes Verhalten (inkl. zwanghaftem Betätigungsdrang)
  • 7. Selbstverletzungen, wie ritzen, sich verbrennen, Haare ausreißen etc. -> der physische Schmerz ist dadurch kontrollierbar, Abhängigkeit erzeugendes Muster; Selbstzerstörung
  • 8. Phobien, Panikattacken und andere Ängste
  • 9. Der Wunsch unsichtbar zu sein, perfekt oder im Gegenteil total schlecht
  • 10. Selbstmordgedanken und -versuche oder Besessenheit vom Suizid (inkl. „passiver Selbstmord“ –> der Wunsch sich jetzt oder in Zukunft zu töten, es gibt aber keinen akuten Handlungsdruck oder eine Aktivität diesbezüglich)

Punkte 11 – 20

  • 11. Depression (zeitweise lähmend) und scheinbar grundloses Weinen
  • 12. Probleme mit Wut und Aggression: Unfähigkeit die Wut zu erkennen, sich einzugestehen oder auszudrücken; Angst vor echtem oder eingebildeten Zorn, ständige Wut, heftige Feindseligkeit gegenüber des gesamten Geschlecht oder der ethnischen Gruppe („Rasse“) des Täters
  • 13. PTBS Symptome; Dissoziation (Erlebnisse oder Gefühle abspalten), Depersonalisation (sich von eigenen Körper abgetrennt fühlen), Schockzustände; in Krisensituationen wie blockiert sein (stressige Situationen sind immer Krisen), seelische Erstarrung; körperliche Schmerzen oder Taubheit, welche in Verbindung mit einer spezifischen Erinnerung, Emotion (z.B. Wut) oder einer Situation (z.B. Sex) steht
  • 14. Starre Kontrolle der eigenen Denkprozesse; übermäßige Humorlosigkeit oder extremes Feierbedürfnis
  • 15. In der Kindheit wurde sich oft versteckt oder in sich in Ecken gekauert (schutzsuchendes Verhalten); Nervosität als Erwachsener, sich beobachtet fühlen, Schreckhaftigkeit, Hypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit bzw. die Umgebung ständig ,,abscannen“)
  • 16. Probleme/Unfähigkeit zu vertrauen (zu vertrauen erscheint nicht sicher) oder blindes Vertrauen, dass auch in Zorn umschlägt, wenn es enttäuscht wird; wahlloses Vertrauen
  • 17. Hohe Risikobereitschaft oder Unfähigkeit Risiken einzugehen
  • 18. Probleme mit den Themen Grenzen, Kontrolle und Macht; Angst vor Kontrollverlust; obsessive/zwanghafte Verhaltensweisen (Versuche Unwichtiges zu kontrollieren, um überhaupt etwas unter Kontrolle zu haben); verwechseln von Macht und Sex
  • 19. Schuld, Scham, geringes Selbstbewusstsein, Gefühl von Wertlosigkeit; übertriebene Wertschätzung kleiner Gefallen anderer
  • 20. Muster von Opferverhalten (sich selbst bestrafen, nachdem man von anderen schikaniert wurde), besonders in sexueller Hinsicht; kein Gefühl für die eigene Macht und das Recht Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen (sexuell werden z.B oft Beziehung eingegangen, die eigentlich gar nicht gewünscht sind oder es wird generell zu viel erduldet); Verhaltensmuster von Beziehungen mit sehr viel älteren Personen (Beginn schon in der Jugend) oder übertriebenes Anspruchsgefühl; auch im Erwachsenenalter immer wieder Opfer anderer werden (sexualisierte Gewalt, inkl. sexuelle Ausbeutung durch Vorgesetzte oder professionelle „Helfer“)

Punkte 21 – 25

  • 21. Das Bedürfnis etwas leisten zu müssen um geliebt zu werden; instinktiv wissen und tun, was andere wollen und brauchen; in Beziehungen werden große Kompromisse eingegangen
  • 22. Verlustangst; Wunsch nach sehr engen Beziehungen; Angst vor Intimität oder dessen Vermeidung
  • 23. Dissoziation = Verdrängung bestimmter Lebensabschnitte (besonders zwischen dem 1. und 12. Lebensjahr, kann aber bis ins Erwachsenenalter reichen), bestimmter Personen, Orte oder Ereignisse; Fantasiewelten werden erschaffen, genauso wie alternative Identitäten (Dissoziative Identitätsstörung)
  • 24. Das Gefühl ein schreckliches Geheimnis mit sich herumzutragen; der Drang es zu erzählen, gleichzeitig aber die Angst, dass es offengelegt werden könnte oder das niemand zuhören würde (es kann sein, dass dieses Geheimnis nur als Gefühl existiert und nicht in Worte gepackt werden kann – Es besteht dann nur der Drang etwas zu erzählen, ohne zu wissen was); allgemein verschlossen sein; das Gefühl gezeichnet zu sein (der „scharlachrote Buchstabe“)
  • 25. Sich verrückt fühlen, anders oder „als Alien“ fühlen, sich als unwirklich und andere als unreal wahrnehmen oder umgekehrt

Punkte 26 – 28

  • 26. Leugnen („Vielleicht bilde ich mir das nur ein“, ,,Das ist gar nicht passiert“) , verdrängen von Erinnerungen; bagatellisieren („es war ja nicht so schlimm“, ,,Es war ja nur das eine Mal“); Träume oder Erinnerungen –> Flashbacks (so beginnt der Erinnerungsprozess in der Regel); starke und unangemessen negative Reaktionen auf Menschen, Orte oder Situationen, „Körperflashbacks“ (körperliche Reaktionen) ohne deren Bedeutung zu erkennen; das Erinnern an Einzelheiten der Umgebung, aber nicht an das Ereignis oder die Identität des Täters. Erinnerungen beginnen oft mit dem am wenigsten bedrohlichen Ereignis oder Täter. Tatsächliche Einzelheiten des Missbrauchs werden eventuell nie vollständig erinnert, dies ist allerdings für die Heilung unerheblich. Innere Beschützer/Führer lassen immer nur so viele Erinnerungen zurückkommen, wie man auch in der Lage ist zu verarbeiten
  • 27. Sexuelle Probleme: Sex fühlt sich „schmutzig“ an; Abneigung gegen bestimmte Berührungen, besonders gynäkologische Untersuchungen; starke Abneigung gegen oder der starke Drang nach bestimmten sexuellen Praktiken; sich vom eigenen Körper betrogen fühlen; Schwierigkeiten Sexualität und Emotionen miteinander zu verknüpfen; Verwechseln von Zuneigung mit Sex, Dominanz, Aggression und Gewalt; Streben nach Macht in sexuellen Bereichen, was zur Manipulation [insb. Frauen] oder Missbrauch [insb. Männer] anderer führen kann; zwanghaft asexuell oder verführerisch sein; Promiskuität; Sex mit Fremden, aber gleichzeitig das Unvermögen Sex innerhalb einer intimen Beziehung zu haben; Prostitution, Pornografie etc.; Sexsucht oder striktes verweigern; weinen oder Schmerzen nach dem Sex/Orgasmus; jeder Verkehr fühlt sich wie eine Grenzüberschreitung an; Sexualisierung aller bedeutsamen Beziehungen; sexuelle Reaktionen/Erregung auf Missbrauch oder Gefühle der Wut; Vergewaltigungsphantasien (oft resultieren daraus Gefühle von Schuld und Verwirrung); Teenagerschwangerschaften; Hinweis: Homosexualität ist keine Nachwirkung!
  • 28. Muster ambivalenter oder stark konflikthafter Beziehungen (bei echter Intimität treten die Schwierigkeiten eher auf, als in problematischen Beziehungen, wo der Fokus schnell von der eigentlichen Missbrauchsproblematik abgelenkt wird); auch Partner leiden unter den Konsequenzen des erlittenen Missbrauchs des/der Lebensgefährten/in

Punkte 29 – 37

  • 29. Meiden von Spiegeln (steht in Verbindung mit dem Gefühl unsichtbar sein zu wollen oder zu müssen, Scham, Selbstwertproblemen, verzerrter Körperwahrnehmung)
  • 30. Der Wunsch den eigenen (Nach)Namen zu ändern (um sich von den Tätern zu trennen oder ein Gefühl von Selbstbestimmung zu bekommen)
  • 31. Das Gefühl von Glück nur begrenzt dulden können; aktives Vermeiden von Freude oder dem Gefühl der Freude nur widerwillig trauen können
  • 32. Angst davor zu viel Lärm zu machen (z.B. während des Geschlechtsverkehrs, beim weinen, lachen oder anderen Körperfunktionen); verstärkt auf jedes gesagte Wort achten; leise sprechen, besonders wenn es eigentlich nötig wäre, dass man gehört wird
  • 33. Stehlen (Erwachsene), Feuer legen oder besondere Aggressionen (Kinder)
  • 34. Vermeiden bestimmter Nahrungsmittel aufgrund der Konsistenz (z.B. Mayonnaise), dem Erscheinungsbild (z.B. Bratwurst); vermeiden bestimmter Gerüche oder Geräusche, die an den Missbrauch oder den Täter erinnern; Abneigung gegen Fleisch oder rote Nahrungsmittel
  • 35. Zwanghafte Ehrlichkeit oder Unehrlichkeit
  • 36. Erhöhte Wachsamkeit bezüglich Kindesmissbrauch oder das Unvermögen Kindesmissbrauch als solchen zu erkennen; Vermeiden des Themas Kindesmissbrauch; starke emotionale Reaktionen auf dieses Thema oder die Tendenz Beziehungen zu Menschen einzugehen, die selbst (Kinder) missbrauchen
  • 37. Persönlichkeitsstörungen oder eine Dissoziative Identitätsstörung (oder pDis oder Ego-State-Disorder), welche oft nicht richtig erkannt werden

Sexuelle Erregung

Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt:

Ich fand das die ganze Zeit richtig schräg und teilweise auch echt krank und hab deshalb ewig nicht darüber gesprochen. Erst vor 2 Monaten oder so, hab ich mich getraut einmal mit meiner Therapeutin darüber zu sprechen. Ich hab dann auch im Internet mehr dazu geforscht und alle haben mir das gleiche Ergebnis präsentiert…

Es gibt Themen im Bereich des sexuellen Missbrauchs die mich sofort, beim Hören oder Lesen, erregen. Gleichzeitig ist da aber auch ein Gefühl des Schreckens und der Abscheu da. Weiter gibt Fantasien in mir, die wirklich nicht lustig sind. Nicht mal annähernd. Darauf werde ich auch nicht näher eingehen. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang aber, dass es einmal Fantasien von mir gibt und dann, in meinen Augen, abartige Fantasien, die wiederum nicht direkt von mir stammen und wo ich IMMER ein Mann bin. Ich stelle mir nicht vor der Mann zu sein, ich BIN der Mann/Täter. Meine Thera. meinte das es sich diesbezüglich vll um einen täterimitierenten Anteil handeln könnte.

Weiter meinte sie, dass auch die sexuelle Erregung bei bestimmten Themen daran liegen könnte, weil früher Erregung mit Gewalt oder einem andern Thema gekoppelt wurde. Für mich klingt das einleuchtend. Vor allem da ich genau so etwas (die Erregung) immer wieder auch von anderen Opfern sexueller Gewalt höre.

Somatische Beschwerden

Das Bild unten (das habe ich mal in einer Online-Gruppe gefunden und fand es echt klasse) , könnt ihr nutzen, um eure somatischen Beschwerden einmal einzuzeichnen (falls ihr das nicht groß bekommt, meldet euch ruhig über das Kontaktformular und ich schicke euch das per Mail zu). Auch das allein ist nicht aussagekräftig, wie immer ist es nur ein Teil des Gesamtbildes.

Ich habe die Beschwerden nicht notiert, wenn sie aufgetreten sind (also pro Tag/Uhrzeit), sondern einmal im ganzen eingezeichnet (sonst hat man da ja einen ganzen Stapel Zettel rumliegen😅). Dazu habe ich für jede Körperstelle eine andere Farbe genommen und mit dieser Farbe auch angekreuzt, wie sich die Beschwerden anfühlen und aufgeschrieben (unter Sonstiges) wie häufig sie ca. auftreten

Es gibt nicht die eine Stelle, von der man sagen kann: ,,Oh ja, also das kann nur Missbrauch gewesen sein!“. Ich kann euch also nicht sagen was da genau auf was zutrifft oder zutreffen müsste.

Also ich hab das auch gemacht und als ich fertig war, ist mir vor Überraschung erstmal die Kinnlade runtergeklappt, weil es einfach so eindeutig war, welche Stellen betroffen sind. Ohne das schwarz (oder eben bunt) auf weiß vor mir zu haben, fiel mir das nie auf. So tat halt mal da was weh und danach mal dort was, aber so richtig war da immer kein klares Bild für mich zu erkennen.

Aber wie gesagt:

Beobachtet das Gesamtbild und zieht keine voreiligen Schlüsse. Wenn euer Gefühl sagt: ,,Da war was“ und sich vllt. auch hier ein klares Bild abzeichnet, dann glaubt diesem Gefühl auch ruhig erstmal (so gut es eben geht, ansonsten arbeitet ihr ja gegen euer Gefühl, was auch nicht gerade produktiv ist), aber bleibt offen dafür, dass es auch anders gewesen sein könnte.

Wenn ihr Näheres wissen möchtet, wie ihr sexuellen Missbrauch erkennen könnt, schaut gerne einmal bei meinem Beitrag „Missbrauch erkennen (und helfen)“ oder bei dem Projekt „Starke Kids“ vorbei